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Kritik an Impflogistik"Termine für weiteres Abarbeiten des Impfplans nicht einhaltbar"

Martin Pauer, Sprecher der niedergelassenen Ärzte im Bezirk Leoben, über die Notwendigkeit und die Schwierigkeiten, die Coronaimpfungen weiter voranzutreiben.

Martin Pauer, Sprecher der niedergelassenen Ärzte im Bezirk Leoben © Johanna Birnbaum
 

Zwischen 150 und 200 Patienten hat Martin Pauer in seiner Ordination in Kalwang bereits eine Coronaimpfung verabreicht. "Angemeldet haben sich bei mir bisher etwa 600 Leute, die eine Impfung haben wollen", sagt der Sprecher der niedergelassenen Ärzte im Bezirk Leoben. In der Region würden sich flächendeckend fast alle Kolleginnen und Kollegen an der Impfaktion beteiligen. "Und das allen widrigen Umständen zum Trotz", bemerkt Pauer. Die niedergelassenen Ärzte seien sich ihrer moralischen Verpflichtung wohl bewusst: "Deswegen bringen wir uns von Anfang an ein und tun mit. Und wir haben es bisher auch gerne getan", so Pauer.

Kommentare (5)
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dieRealität2020
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Alles schön und gut, wie soll ich das benennen? Für mich sind die seit Jahrzehnten für mich die beschissenen bürokratischen Zustände an denen sich noch immer nichts geändert hat.

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Ich (zur größten Risikogruppe gehörend) habe das Impfchaos vor Ort selbst miterlebt. Letztendlich nach Anmeldung (wo ich meine Präferenz für den Hausarzt ankreuzte), dann vom Land Termin Mitteilung durch SMS (ohne Angabe des Impfstoffes), dann schriftliche Terminbestätigung (erhalten am 31.3. datiert vom 20.03.2021) und Bekanntgabe des Impfstoffes Corona-Schutzimpfung mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech.
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Bedingt durch die bürokratischen chaotischen Umstände habe ich vorsichtshalber bei corona-impfung@stmk.gv.at nachgefragt einerseits nochmals meine gesundheitlichen Erschwernissen und andererseits meine Präferenz für den Impfstoff von Pfizer/Biontecht bekannt gegeben. Meine Bereitschaft auch für eine spätere Impfung bereits zu sein. KEINE ANTWORT KEIN BILD KEIN TON.
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Dachte gehe ich trotzdem hin, was ich auch tat. Am betreffenden Tag um 12:00 pünktlichst (5min vor der Zeit) anwesend. Verständlicherweise meine Frage womit wird geimpft, die junge Frau antwortete Zeneca. Daraufhin ging ich wieder. Anschließen führte ich einige Telefonat mit Personen aus dem Lands Stmk "wir verstehen sie und wir werden das sofort weiterleiten".
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Was dann den Fass den Boden ausschlägt. Typisch österreichische Bürokratie. Nach 2h erhielt ich eine SMS "Termine für die Corona-Schutzimpfung wurden storniert. Bei Rückfragen schreiben sie bitte ihre Anfrage an: corona-impfung@stmk.gv.at Ihr Land Steiermark

hfg
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Jetzt liest man nach und nach

wie kompliziert und unnötig die Impfstrategie mit den Ärzten in der Steiermark aufgebaut wurde. Einfache Impfstrassen in jeder Region 18 Stunden pro Tag und 7 Tage die Woche impfen je nach verfügbarem Impfstoff die Termine vergeben. Einige mobile Impfteams für die nicht mobilen Personen. Das ist und wäre die effizienteste und rascheste funktionierende Impfmethode. Wird fast allen Ländern so gemacht nur bei uns nicht.

makronomic
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Herzlichen Dank an die Impfenden

Ich möchte einfach mal HERZLICHEN DANK den Ärzten aussprechen, die helfen, rasch die Bevölkerung gegen die Viren zu immunisieren!

Der Beitrag war sehr praxisnah geschrieben, es ist ganz klar das Ärzten natürlich der Aufwand ordentlich bezahlt werden muss, jedoch ist die Landesregierung aufgefordert, endlich von einer starren beamteten Organisation auf eine flexible Organisation umzusteigen.

Dem Impfkoordinator ist scheinbar die Einhaltung der (mittlerweile kritisierten da auch Junge mit der Mutante stark betroffen sind) Reihenfolge der Impfung wichtiger als die Geschwindigkeit der Impfung. Die Bürokratie ist eine immense Bremse in der Steiermark, der Artikel gibt das auch gut wieder.

Klar war es, die vulnerable Gruppe der Alten über 80 (da gab es die meisten verheerenden Verläufe) erst zu impfen, aber danach sollte jeder Impfwillige jetzt sofort geimpft werden können, unabhängig vom Alter. Würde man das endlich mit hohen Mengen an Impfstoff machen in Impfstraßen wären schnell weitere 200.000 SteirerInnen durchgeimpft.

Lösung ab sofort: alle impfen, Tag- und Nacht die Impfstraßen offen halten wie in vielen anderen Ländern - Ziel sollte es nur mehr sein so schnell so viel wie möglich zu impfen, fertig.

Die Ärzte sollen eingebunden sein speziell für die Alten, Kranken und Behinderten Menschen bzw. im nicht-urbanen Bereich. Jeder andere kann zur Impfstraße.

Docdoc
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Impfpraxis

Ganz genau so ist es. Gut recherchierter Artikel.
Wir niedergelassene Ärzte investieren viele Stunden und so manches Wochenende in die Organisation der Impfung. Dass wir das alles unbezahlt machen, sei dem Artikel hinzugefügt.

Pfeiler
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Verordnung zum Ablauf der Corona-Schutzimpfung im niedergelassenen Bereich und eHealth-Verordnungsnovelle

Wer bekommt dann die €45,- pro geimpfter Person (siehe Verordnung: "Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte bekommen für die Aufklärung, die Impfung und die Dokumentation ein Pauschalhonorar von 45 Euro") ?