Brühl sperrt zuDie Rettung der Grazer Innenstadt gehört jetzt ganz oben auf die Agenda

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Sie haben es vielleicht schon bemerkt. Die Saisonen im Einzelhandel werden längst nicht nur vom Sommer- und Winterschlussverkauf beendet. Inzwischen gibt es ständig einen Mid-Season-Sale. Kann man Kunden sonst mit keiner Aktionitis mehr anstecken, dann ruft man halt den Black Friday aus.

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Danke für Ihr Verständnis.

stadtkater
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Bei meinem letzten Innenstadtbesuch

habe ich in der Herrengasse zwischen Hauptplatz und Eisernem Tor allein auf einer Straßenseite 14 Keiler*innen gezählt.

So etwas brauche ich nicht in der Grazer Wohlfühlmeile.

paulrandig
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stadtkater

Blondi in der schicken Zu Tierschutzjacke: Entschuldige, magst du Tiere?
Ich: I hass die Viecher!

notokey
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Guter Rat

ist gar nicht teuer, sondern billig. Die Grazer Politiker stehen ja auch nur sehr halbherzig hinter der Innenstadt, da könnte viel mehr weitergehen, wenn nicht mit einem Auge auch auf die Wähler der ach so wichtigen Shoppingcenters geschielt wird, die man auch nicht verärgern will.

Bonmot am Rande: Der Grazer Tourismusverein hat offenbar so wenig Geld, dass er die Rückseite der Parktickets an die Konkurrenz verkaufen muss.

Wenn Du also in Graz ein Parkticket löst, vielleicht eh verärgert bist, dass die Gebühren schon so hoch sind, dann wirst Du freundlicherweise sogar von der Stadt Graz darauf aufmerksam gemacht, dass im Shoppingcenter Tausende von Parkplätzen lauern, die alle gratis sind.

Danke an die Stadt Graz für diese tolle "Unterstützung" der Innenstadt-Kaufleute.

stadtkater
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Die wohlhabende Klientel

geht nicht mehr in die Innenstadt: Schlechte Luft, Lärm, Baustellen, kein Grün, verdreckt und ungepflegt.

Die Nagl-Spektakel-Events ziehen kein kaufkräftiges Publikum an: die lassen ein wenig Geld höchstens in der Gastro oder Jausenstarion.

So wird der Niedergang der City weitergehen.

lexi
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Mangelndes Grün

Ist einer der Halutpunkte warum die Innenstadt unattraktiv ist. Genau das könnte aber den Unterschied zu den Einkaufszentren ausmachen.

melahide
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Ich als

„Zugereister“ wundere mich immer wieder. Wenn diverse „Schliessungsartikel“ gebracht werden, hab ich oft das Erlebnis: Oh, das wäre Dochten tolles Geschäft gewesen“. Jetzt nicht bei Brühl, kannte ich. Aber viele kenne Ichsucht nicht. Vielleicht könnte die Kleine Zeitung mal ein paar Geschäfte mit einem Artikel bedenken, die wichtig sind, aber nicht mehr jeder kennt.

Die ganzen Einkaufszentren dienen ja auch eher der Bequemlichkeit. Man fahrt bis vor die Haustüre, hat alles beisammen. Die Innenstadt müsste ein Gegenpol sein, Fußgängerzone, Radwege, Öffis. Menschen mit Auto schimpfen immer: „Da kann ich mit dem Auto ja nicht hinfahren“. Ja. Würden sie auch nicht tun wenn sie es könnten. Dann wären die Parkgebühren ja wieder zu hoch, die man im Murpark nicht hat. „Retten“ wird man die Innenstadt nur, wenn man die Autos aussperrt und diesen Raum jenen überlässt, die ihn nutzen wollen,

stprei
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Kampagne

Die Kampagne der Kleinen Redaktion sind nur leere Worte und läuft nach dem Schema "früher war alles besser".
Solange die Innenstadt bloß austauschbare und überall verfügbare Ware mit zu hohen Preisen und unmotiviertem Personal kombiniert, wird keine Änderung eintreten. Von Amazon sollte man vielmehr in Bezug auf Service und User-Experience viel lernen. Der Konsument will Komfort und Service, wer das liefert, dem geht's gut. Nicht umsonst gibt es in der Stadt noch exzellente Fachgeschäfte, die Spezielles haben und mit top Beratung und Service auftrumpfen. Da ist die Innenstadt nicht tot, da lebt und floriert sie.

Die 0815-Tshirts und Jeans in meiner Standardgröße bekomme ich online immer günstig und muss nicht auf den Ausverkauf hoffen, damit holt man keinen in die Stadt. Da hilft das 27te Kaffeehaus mit selbstgeröstetem Kaffee auch nix.

Mila9
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Seiersberg

Liebes Redaktionsteam!

Ich finde es schon eigenartig, dass gerade Ihre Zeitung jetzt auf die Idee kommt, dass die Innenstadt-Rettung auf die Agenda muss. Als die Stadt gegen das EKZ in Seiersberg gekämpft hat, gab es Ihrerseits keine Unterstützung. Es ist ja so, dass nicht nur Amazon = Bequemlichkeit, sondern auch Seiersberg Kaufkraft abzieht! Hier kritisiert niemand die Versiegelung für 65.000 m2 an Verkaufsflächen und 4.000 Parkplätzen. Mich würde interessieren, wieviele Amazon Pakete in Ihrer Firmenzentrale für MitarbeiterInnen angeliefert werden oder wie viele Ihrer Mitarbeiter nicht in der Stadt einkaufen, sondern nach Seiersberg fahren.

lexi
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Unterstützung

Eine Zeitung soll informieren aber keine Kampagnen für oder gegen etwas führen.

BigC
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Es gibt kaum Leerstand in

Der Innenstadt. Wenn irgendwo ein Traditionsgeschäft leider zusperrt, eröffnet 3 Monate später ein neues Geschäft. Ja, die Innenstadt unterliegt einem Wandel und manch einer vermisst die alten Geschäfte. Aber es gibt soviele liebenswerte kleine neue Geschäfte (eisperle , Tribeka, Salewa, Kleine Modegeschäfte in der Stempfergasse, Naturkosmetikläden…) Die Kleine Zeitung könnte ihre Kraft auch nutzen, um die Innenstadt stärker zu bewerben und nicht nur die Verantwortung auf alle anderen abschieben, Hausbesitzer, Politiker, Händler und sogar Kunden.

walter1955
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nicht zu vergessen

Jeremys in der Sporgasse

Mihare
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Einkaufsverhalten ändern ...

Lieber Herr Hecke,

Ich denke, dass eine Hauptursache für das Innenstadt-Sterben nicht genannt wurde: Amazon & co. Solange Menschen im Internet über meist ausländische Plattformen auf Schnäppchen-Jagd gehen, können Politik, Medien etc wenig ausrichten. Vor allem können Grazer Geschäfte ihren Online-Versand nicht weiter ausbauen. Die Gewinne haben nämlich längst Amazon & co und fehlen den heimischen Kaufleuten.

Morawa/Moser bietet zb auch Online Bücher an. Innerhalb 2-3 Arbeitstagen erfolgt die Lieferung, also top-Service. Leider kaufen dennoch viele in meinem Umfeld auf Amazon, denn da ist das Buch innerhalb 1 Tages da.

Schade! Wenn viele Konsumenten nicht bald umdenken, wird es nur noch viel schlimmer.

Liebe Grüße

Mirella