Mit Sibylle Dienesch als Direktorin hat das Graz Museum (früher: Grazer Stadtmuseum) sich eine neue Ausrichtung als demokratisches Museum verordnet, deutlich spürbar in den ersten Ausstellungen „Protest!“ und derzeit „Habitat Graz“. Nun gibt es dafür den Österreichischen Museumspreis 2024. Das hat Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer heute Dienstag bekannt gegeben.

Der Preis wird jährlich durch den Museumsbeirat des BMKÖS für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Museumsarbeit vergeben und ist mit 20.000 Euro dotiert. „Das Graz Museum hat mit großem Engagement und visionärem Ansatz bewiesen, wie zeitgemäße Museumspraxis aussehen kann“, heißt es in der Begründung der Jury. Durch mutige Ausstellungen werde hier gezeigt, wie Kunst- und Stadtgeschichte in einen lebendigen Dialog mit dem Publikum treten könne. Staatssekretärin Mayer gratuliert per Aussendung: „Herzlichen Glückwunsch an das Graz Museum! Ich bin überzeugt, dass dieses Haus weiterhin als leuchtendes Beispiel für Innovation, Partizipation, Austausch und Diskurs wirken wird. Auf viele weitere erfolgreiche Jahre!“

Als Jury für die Vergabe des Museumspreises fungierte der aktuelle Museumsbeirat des BMKÖS, bestehend aus Andrea Bina, Edith Hessenberger, Monika Holzer-Kernbichler, Nadja Al Masri-Gutternig und Niko Wahl. Die offizielle Verleihung des Preises erfolgt im Zuge des Österreichischen Museumstags am 10. Oktober im Wien Museum.

Sibylle Dienesch ist Leiterin des Graz Museum
Sibylle Dienesch ist Leiterin des Graz Museum © GrazMuseum/Sebastian Reiser

Kultur- und Wirtschaftsstadtrat Günter Riegler zeigt sich in einer ersten Reaktion „dankbar dafür, dass der in den letzten Jahren beschrittene Weg des Graz Museums eindrucksvoll gewürdigt wird“. Der Preis belohne eine eindrucksvolle Teamleistung der letzten Jahre. Erfolgsfaktoren seien stets eine zeitgemäße Ausstellungs- und Vermittlungspraxis, wissenschaftsbasierte Konzeptarbeit, die Beleuchtung aktueller gesellschaftlicher Themen sowie die große Begeisterung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewesen. Riegler weist aber auch darauf hin, dass es dafür „auch weiterhin eine adäquate finanzielle und personelle Ausstattung sowie ein Bekenntnis zur Kultur- und Geschichtsarbeit in Graz“ brauche. Er wünsche sich breite Unterstützung der Regierungspartnerinnen und -partner für die weiteren Vorhaben des Graz Museums. Riegler gratuliert dem Team um Sibylle Dienesch, will aber auch ausdrücklich auch deren Vorgänger Otto Hochreiter danken.