Es sind ungewöhnliche Exponate, die gleich beim Eingang im Graz Museum wachsen: Moose, mit Pilz-Mycel (Austern- und Limonenseitlinge und Igelstachelbart & Co.) geimpfte Baumstämme, Kletterpflanzen und Immergrün. „Waldboden“ heißt die schon jetzt, wo alles kaum angewachsen ist, wunderschön anzusehende Installation von Gabriela Hiti und Helene Thümmel, die schon einmal auf das Jahresthema des Museums hinweist: „Stadt Natur“. Ein Jahr ist es her, dass Direktorin Sybille Dienesch die Neuausrichtung des Stadtmuseums als demokratisches Haus vorgestellt hat, das sich an sozio-kulturellen Fragestellungen der Gegenwart orientiert und Grazer Lebenswelten und Ökologien ins Zentrum rückt. Ausgangsthema sei der Klimawandel als das zentrale Gegenwartsthema gewesen: „Die Stadt und jede und jeder von uns Teil sind einer komplexen und verwobenen Biosphäre. Das zu begreifen, wirft Fragen zum Verhältnis von Natur und Kultur, Menschen und weiteren Lebenswesen auf“, so Dienesch.