Außer Kontrolle geraten war am Samstagabend ein Osterfeuer in Leutschach an der Weinstraße. Nachdem der Wind immer heftiger geworden war, drohten die Funken und Flammen eine angrenzende Waldlichtung in Brand zu stecken. Die Veranstalter reagierten richtig und alarmierten rechtzeitig die Feuerwehr. Noch bevor das Osterfeuer so richtig zu brennen begonnen hatte, wurde es von den Feuerwehren Leutschach und Gamlitz schon wieder mit Schaum erstickt. Anschließend verteilten die Einsatzkräfte das brennbare Material mit einem Radlader und löschten die Glutnester ab.

In Leutschach musste die Feuerwehr ein Osterfeuer vorzeitig löschen
In Leutschach musste die Feuerwehr ein Osterfeuer vorzeitig löschen © Freiwillige Feuerwehr Gamlitz

Es war nicht der einzige brenzlige Einsatz am Osterwochenende. In Au bei Gaishorn machte die Feuerwehr beim Bewachen des Holzhaufens für das eigene Osterfeuer einen explosiven Fund: Im Haufen lag ein Kerosinkanister, der offenbar mit einer Fernzündung versehen worden war. Die Konstruktion wurde unschädlich gemacht und die Polizei verständigt. Das Osterfeuer selbst verlief ohne Zwischenfälle.

50 Einsätze wegen Osterfeuer

Insgesamt verzeichnete die Landesleitzentrale der Feuerwehr „Florian Steiermark“ von Karfreitag bis Ostersonntag (6 Uhr früh) 150 Brandeinsätze, wovon 101 Brandsicherheitswachen darstellten. Schon von Gründonnerstag bis zum Karsamstag hatte es 16 Einsätze gegeben, die größtenteils mit dem vorzeitigen Abbrennen eines Osterfeuers zu tun hatten. So musste etwa in Liezen ein unbeaufsichtigtes Feuer abgelöscht werden. Auch am Ostermontag gab es noch 16 Brandeinsätze.

Positiv: In der Landesleitzentrale wurden heuer 1123 Osterfeuer vorab angemeldet, um mögliche Fehlalarme zu vermeiden. Das sind um 114 Meldungen mehr als im Vorjahr.

Dank vom obersten Feuerwehrkommandanten

Landesfeuerwehrkommandant Reinhard Leichtfried spricht in diesem Zusammenhang allen Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren seinen Dank aus: „Ihr Engagement und ihre Einsatzbereitschaft seien ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt und das verlässliche Wirken der Feuerwehren in der Gemeinschaft“, so Leichtfried.