Volles Haus im Zielgelände von Schladming und die Stimmung war richtig prächtig. Das Zielstadion der Planai beim Nightrace wurde wieder zu einem Hexenkessel, der den Vergleich mit anderen Rennen nicht zu scheuen braucht. „Dieses Rennen ist einzigartig. Nicht nur in Österreich, sondern weltweit. Das Ergebnis passt mit zwei Österreichern auf dem Podest auch sehr gut“, sagte der steirische Landeshauptmann Mario Kunasek.
Kunasek, sein oberösterreichischer Amtskollege Thomas Stelzer und der ehemalige steirische Landeshauptmann Christopher Drexler verfolgten das Rennen gemeinsam auf der Tribüne und sie nahmen es durchaus mit Humor, als sich auf einmal neben ihnen erst drei, dann vier Herren die Kleider vom Oberkörper rissen und frenetisch feierten. Bei Minusgraden und nur mit Aufklebern auf der Haut tanzten die Herren gleich neben den honorigen Gästen. „Feller Fanklub Norwegen“ stand auf den Pickerln und einer großen Fahne.
Doch waren es keine Wikinger, die den tiefen Temperaturen trotzten. „Wir haben den Fanklub kennengelernt – die sind supercrazy und wir sind jetzt ein Teil davon“, sagte Karli aus Linz. Wie man es bei diesen Temperaturen ohne Kleidung aushält? „Du musst einfach die Stimmung aufsaugen und das Tanzen ist die wärmste Jacke.“ Dass sie neben den Landeshauptleuten für Stimmung sorgten, war ihnen bewusst. „Ja natürlich. Sie haben sich ja zu uns gestellt“, sagte der Linzer mit einem Augenzwinkern. Ob sie in Linz wieder einreisen dürfen, wollten sie später noch bei Stelzer erfragen. Sicher ist unterdessen, dass Kunasek sich von dem Dresscode für das Nightrace 2026 nicht inspirieren lassen wird, sagte er mit einem Lachen: „Ich bleib’ so, ich glaube, das passt schon.“