Charles Ndiema ist einer der wohl charismatischsten Sieger des Graz-Marathons. Während sich viele Champions nach dem Lauf, wohl auch den Strapazen geschuldet, oft introvertiert geben, drehte der Sieger von 2019 voll auf. Mit seinem breiten Grinsen und der liebenswerten Zahnlücke zwischen den beiden oberen Schneidezähnen und dem Siegerkranz um den Hals ließ er sich vor der Oper feiern. Mit einer Zeit von 2:10:43 Stunden gewann er in Graz seinen ersten Marathon – eine persönliche Wende. „Das hat mein Leben grundlegend verändert.“ Der Erfolg brachte ihm für 2022 Profiplätze bei den renommierten Langstrecken von Wien und Frankfurt ein. Für den Kenianer bedeutete das mehr als nur Prestige. „Mit dem gewonnenen Geld konnte ich meiner Familie ein Haus bauen und meinen Kindern einen langfristigen Schulbesuch finanzieren“, sagt er.
Marathon
Der Lauf des Lebens – 42,195 Kilometer als große Chance
Afrikanische Läufer dominieren die Marathon-Szene. Für viele Athletinnen und Athleten ist der Laufsport die einzige Chance auf ein gutes Leben.
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