Aufregung herrscht derzeit in Unterkärnten, genauer gesagt in und um Globasnitz/.Globasnica. Der Grund dafür ist eine Braunbärensichtung, auf die auch Bürgermeister Bernard Sadovnik die Bevölkerung aufmerksam gemacht hat.
Braunbär in Globasnitz
„Es stimmt, dass sich ein Bär auf der Luschaalm aufhält oder aufgehalten hat. Wir haben Fotos einer Wildkamera erhalten, die das bestätigen“, erklärt der Gemeindechef gegenüber der Kleinen Zeitung. Wichtig sei ihm, dass deshalb keine Panik entstehe. „Dafür gibt es wirklich keinen Grund, nach derzeitigem Wissensstand geht von dem Bären keine Gefahr für Menschen aus.“
In dasselbe Horn stößt auch Jagdaufseher Andreas Petutschnig. Von seiner Wildkamera wurden die genannten Fotos gemacht. „Wir müssen deshalb nicht nervös werden. Der Bär war auch den ganzen Herbst in der Nähe unterwegs, wir befinden uns eben in der Grenzregion zu Slowenien“, sagt er. Die Fotos, die auch der Kleinen Zeitung zur Verfügung gestellt wurden, stammen von vergangenem Donnerstag. „Das Tier ist durch die warme Witterung wahrscheinlich gerade aus seiner Winterruhe erwacht und sucht nach Nahrung.“
Ist ein Jungtier dabei?
Gefährlich werden Braunbären, die in Slowenien gar nicht so selten vorkommen, Menschen normalerweise nicht. Anders kann es aber aussehen, wenn die Bären ein Jungtier bei sich haben – und genau das steht nun in Globasnitz im Raum. „Eine Passantin hat mir Fotos zukommen lassen, auf denen Spuren von Jungtieren zu sehen sind. Das müssen wir natürlich ernstnehmen“, erklärt Bürgermeister Sadovnik.
War es zuerst noch unklar, ob die Fotos auf slowenischer oder österreichischer Seite gemacht wurden, konnte der Bürgermeister mittlerweile klarstellen: „Die Frau hat mir bestätigt, dass die Spuren auf unserer Seite aufgenommen wurden, und zwar im Bereich der Wochenendhäuser.“ Jagdaufseher Petutschnig will aber auch in diesem Fall noch beruhigen: „Wir müssen warten, ob die Spuren wirklich so aktuell sind. Dazu brauchen wir Aufnahmen eines etwaigen Jungtiers auf den Wildtierkameras.“ Sollten Passanten einen Bären sehen, rät der erfahrene Jäger übrigens, einfach ruhig bleiben und sich langsam zu distanzieren.