28.000 – ausverkauft. Die Kulisse war für den WAC mehr als beeindruckend, als man vergangene Woche in der dritten Runde der Europa-League-Quali bei PAOK Thessaloniki seine internationale Rückkehr feierte. Nicht nur für die Spieler, sondern auch für die 36 WACler im Auswärtssektor. Ganz so atemberaubend wird der Menschenauflauf beim Rückspiel gegen die Griechen in der Klagenfurter Arena nicht werden.

Bislang sind lediglich 4000 Karten – freilich im ausschließlich geöffneten Unterrang – verkauft worden. Und nicht weniger als 1000 davon gingen an Gastverein PAOK, die Griechen werden also mit einem anständigen Ansturm am Wörthersee aufschlagen und im Stadion hinterm Tor für Stimmung sorgen. Die Polizei in Kärnten rechnete ursprünglich sogar mit 2000 Auswärtsfans, ganz so viele werden es nun aber wohl nicht werden.

Kühbauer appelliert an die Kärntner Fußballfans

Beim WAC herrscht natürlich eine gewisse Unzufriedenheit über bislang 3000 Einheimische, die sich bis jetzt ihre Plätze im Stadion gesichert haben. Oder besser gesagt, über jene, die noch keine Karten haben. „Wir hoffen natürlich auf viele Zuschauer, weil ich auch glaube, dass die Burschen sich das verdient haben nach der großartigen Vorsaison mit dem Cupsieg. Ich hoffe, dass noch viele Kärntner kommen“, sagt Trainer Didi Kühbauer und appelliert: „Wir haben ja beim Cupfinale gesehen, wo 20.000 im Stadion waren, was man zusammen mit den Fans alles schaffen kann. Und wenn so etwas wirklich gemeinsam gelingt, ist das immer etwas ganz Großes.“

Sportlich wurde am Dienstag die Arbeit wieder aufgenommen. Nach dem fulminanten 2:0-Sieg am Sonntag bei der Wiener Austria stand am freien Montag Regeneration auf dem Programm. „Ein normales Training gibt es in solchen Phasen, wo man alle drei Tage spielt sowieso nicht, nur die Ersatzspieler erhalten Spielersatztraining, aber auch das ist nicht eins zu eins vergleichbar. Man muss gut essen und schlafen, auf sich aufpassen“, weiß Kühbauer, der ja selbst auch international hoch erfolgreich kickte, in 57 internationalen Spielen für Admira, Rapid, Sociedad, Wolfsburg und Mattersburg siebenmal traf und 1996 mit den Hütteldorfern auch im Europacupfinale gegen Paris (0:1) stand.

Michael Konsel, Trifon Ivanov, Peter Schoettel, Michael Hatz, Stephan Marasek, Christian Stumpf (hinten), Peter Guggi, Andreas Heraf, Carsten Jancker, Peter Stoeger, Dietmar Kuehbauer (vorne),peter stöger
Als Spieler stand Kühbauer (vorne rechts) mit Rapid 1996 sogar im Europacupfinale © Punz

Weiter warten heißt es in Wolfsberg auf die verletzten Chibuike Nwaiwu und Erik Kojzek, Neo-Innenverteidiger Adama Drame soll rechtzeitig bis Donnerstag endlich seine Spielgenehmigung erhalten. Um die Verkäufe noch anzukurbeln, werden übrigens am Mittwoch von 15 bis 18 Uhr und am Donnerstag ab 10 Uhr beim Klagenfurter Stadion an der Kassa Süd Tickets vertrieben.