Knapp 48 Stunden nach dem verheerenden Brand im Schweizer Skiort Crans-Montana kämpfen noch immer Dutzende Opfer ums Überleben. Insgesamt 119 Personen sollen laut offiziellen Angaben verletzt sein, rund 100 davon befinden sich in einem kritischen Zustand. Sechs von ihnen sollen nun nach Österreich verlegt werden.

Wie das Innenministerium am Freitagabend mitteilte, hat die Schweiz ein Angebot Österreichs für medizinische Unterstützung angenommen. Österreich übernehme sechs Patientinnen und Patienten, vier davon intensivmedizinisch, hieß es. Sie würden in Spitälern in Wien und Graz untergebracht und weiterversorgt.

Der Transport aus der Schweiz nach Österreich ist demnach für Samstagvormittag geplant, die Transportmodalitäten würden noch geprüft. Alle sechs Personen seien Schweizer Staatsangehörige im Alter von 14, 16, 16, 17, 20 und 30 Jahren.

Wunderkerzen verursachten Brand in Crans-Montana

Bei dem Brand während der Silvesterparty in der Bar „Le Constellation“ kamen 40 Menschen ums Leben. Laut Staatsanwaltschaft deutet alles darauf hin, dass das Feuer von Wunderkerzen ausging, die auf Champagnerflaschen angebracht waren und zu nahe an die Decke kamen. So habe sich das Feuer sehr schnell ausgebreitet, sagte Generalstaatsanwältin Béatrice Pilloud am Freitag.