Feuerwerk und Empfang Austria-Familie kommt nach Bundesliag-Aufstieg aus dem Feiern nicht mehr heraus

In der Nacht auf Sonntag wurde beim Lindwurm ein großes Feuerwerk gezündet. Am Vormittag stand der festliche Empfang im Rathaus auf dem Programm.

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© Stadtpresse
 

Die Nacht war für die Austria-Familie nach dem am Samstag fixierten Aufstieg in die Bundesliga erwartungsgemäß nur kurz, dennoch versammelten sich Spieler, Trainerteam, Vereins- und Geschäftsführung sowie alle Mitarbeiter zum großen Empfang im Rathaus. Dort wo wenige Stunden zuvor ein violett erstrahlender Lindwurm und von den Fans gezündetes Feuerwerk die Feiern begleiteten. Die Stimmung ist auch am Tag danach noch voller Freude. Die angestimmten Sprechchöre waren weit über den Gemeinderatssaal hinaus zu hören.

Die Festredner waren sich einig: Es wurde Geschichte geschrieben und die Austria Klagenfurt wird in Zukunft das pulsierende Herz des Wörthersee Stadions sein. "Jetzt werden auch die Kritiker erkennen, dass es wichtig ist, diese Infrastruktur zu haben", sagte Bürgermeister Christian Scheider mit Freude und Genugtuung zugleich. Für Landeshauptmann Peter Kaiser war die Rede vor der Mannschaft ein kleines Heimspiel. "Ich bin neben dem Stadion aufgewachsen. Die Austria ist die längste Liebe meines Lebens", sagte ein bewegter Landeshauptmann. So gut wie nach dem Abpfiff beim Rückspiel in St. Pölten, habe wohl noch nie ein Bier geschmeckt.

Ebenso emotional ist der Aufstieg auch für Landessportdirektor Arno Arthofer gewesen, der gemeinsam mit den Vätern von Fabian Miesenböck oder Christopher Cvetko kickte und dessen Großvater das Tor der Violetten gehütet hat. "Ich war auch einer der Kritiker, die gefragt haben, ob Peter Pacult der Richtige ist. Dass er es ist, hat er in den letzten Wochen und Monaten bewiesen", sagt Arthofer. Dass es im kommenden Jahr erstmals seit 1985 wieder zu einem Kärntner Derby in der höchsten Spielklasse kommen wird, hat neben dem sportlichen Kräftemessen auch eine politische Dimension. "Was die Akademie betrifft, ist die Brust für den Verhandlungstisch jetzt stark genug", schickte Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler im Ringen um die Fördergelder des Landes zwischen der Austria und dem WAC eine kleine Botschaft ins Lavanttal.

Die Austria blickt nicht nur auf eine bewegte Saison, sondern auf eine bewegte Geschichte des Klagenfurter Fußballs zurück. Man sei immer einmal mehr aufgestanden, als man hingefallen ist, erklärte Präsident Herbert Matschek. Im Vorjahr wurde der Aufstieg knapp verpasst. Dass es ein Jahr später funktioniert hat, lässt die Vorsaison schnell vergessen. "So ist es fast schöner, als wenn es letztes Jahr passiert wäre", sagt Klubchef und Gesellschafter Zeljko Karajica. Die Austria sei gekommen, um zu bleiben. Man wolle auch eine Etage höher eine vernünftige Rolle spielen und nicht so schnell wieder herunterkommen.

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