„Hoffentlich war das kein Mensch“
Die Pensionistin auf der Anklagebank weiß, dass die Stelle gefährlich ist. Darum hatte sie an jenem Tag die Geschwindigkeit reduziert, war sehr vorsichtig an der unübersichtlichen Stelle neben einem Buschenschank vorbeigefahren. Dem Hintermann ging das zu langsam, sas brachte er mit der Lichthupe zum Ausdruck. In diesem Moment krachte es. Das Leben einer Fußgängerin endet an dieser Stelle, jenes der Angeklagten wird aus der Bahn geworfen.
Sieben Meter
Nur wenig später wird ein Fall verhandelt, der die Bandbreite von Verantwortung, Konsequenz, Glück und Unglück im Verkehr – und auch im Leben – verdeutlicht: Völlig betrunken setzt sich ein junger Mann nach dem Feiern ans Steuer. Neben ihm seine Freundin. Das Fahrzeug durchbricht ein Brückengeländer, stürzt sieben Meter in die Tiefe und bleibt am Dach liegen. Beide steigen unverletzt aus, dieses Mal ist nur ein Sachschaden zu beklagen.
Lokalaugenschein im Hühnerstall
Eine LED-Birne (Preis: 10,99 Euro) als Zankapfel. Ein Verdächtiger, dem kein besonders helles Licht aufgeht, als ihm die Idee kommt, trotz Fußfessel den Baumarkt um das ersehnte Leuchtmittel zu erleichtern. Der gerichtliche Showdown erfolgte schließlich im Baumarkt, rund um ein Hühnerhaus und bleibt wohl allen Beteiligten noch länger in Erinnerung.
Die patscherte Rache
Sie sind sauer auf Ihren Ex-Partner? In dieser delikt-Folge hören Sie, was man in diesem Fall nicht machen sollte: Eine falsche E-Mail-Adresse anlegen, um damit im Namen des Ex dessen Job zu kündigen und sich anschließend beim Chef erkundigen, ob das eh alles funktioniert hat.
Ein Spieler mit Biss
Ein Fußballspiel kann emotional sein. Vor allem, wenn der Ausgleich kurz vor Schluss zum Greifen nahe ist, der Gegner aber den Ball nicht herausrückt. Ein Sportler entschied sich in diesem Fall nicht für die allerbeste Strategie und biss den Torwart. Das hat nicht nur dem Schiedsrichter nicht gefallen – auch vor dem Bezirksgericht musste der Mann eine Niederlage einstecken.