Als sich die Fahrertür des Dienstautos am 9. Februar 2008 am Dorfplatz in Spitz an der Donau öffnet, ist alles schon zu spät. Hannes Hirtzberger, der Spitzer Bürgermeister, fällt quasi aus dem Auto, davor kann er Passanten noch den Satz mitgeben: „Ich habe ein Mon Chèri gegessen, ich wurde vergiftet“. Seit diesem Moment sind 17 Jahre vergangen, für Hannes Hirtzberger und seine Familie eine traumatische und auch familiär herausfordernde Zeit, denn der Giftanschlag hat den beliebten Bürgermeister und Anwalt in ein Wachkoma versetzt, er wird von seiner Familie gepflegt.
Der verurteilte Täter, Helmut Osberger, sitzt seit dem Prozess im Mai 2008 in Haft. Er wurde als jener Mann verurteilt, der eine Mon Chèri Praline mit Strychnin versetzt, wieder eingewickelt und gemeinsam mit einem Liebesbrief an die Windschutzscheibe von Hirtzbergers Auto angebracht hatte. Motiv: Ein von ihm geplantes Wellnessressort in Spitz sei von der Gemeinde (und damit von Hirtzberger) nicht genehmigt worden. Der Beweis: Eine DNA-Spur Osbergers auf dem Brief, der dem Mon Chèri beigefügt worden war.
Doch auch 2025, also 17 Jahre nach dem Anschlag, ist sich der Anwalt von Helmut Osberger, Kurt Wolfmair, sicher, dass nicht der richtige Täter hinter Gittern sitzt. Im Interview erklärt er auch, warum er das denkt.
Wie sich der ganze Mordanschlag aus dem Jahr 2008 im Detail zugetragen hat, wird in einer aktuellen Folge des Podcasts „True Crime Austria“ detailreich nachrecherchiert.