Umgeben von Dreitausendern, eingebettet in den Lärchenwald des Fleißtals und direkt beim Goldgräberdorf in Heiligenblut liegt ein Traditionsbetrieb, der vielen Einheimischen und Gästen ans Herz gewachsen ist. Der Alpengasthof Alter Pocher auf 1807 Metern Seehöhe wird ab Mai neu verpachtet – die bisherige Pächterin geht nach zehn Jahren in den Ruhestand. „Wir haben jetzt Winterpause. Ab Frühjahr wollen wir mit neuen Pächtern in die Saison starten“, sagt Eigentümerin Karoline Fürstauer.
Der Alpengasthof versteht sich als Rückzugsort nach einem Tag in den Bergen. Wanderer erreichen in rund zwei Stunden den auf 2495 Metern gelegenen Zirmsee, in vier bis fünf Stunden den Hohen Sonnblick mit Europas höchstgelegener Wetterbeobachtungsstation auf 3105 Metern. Zwei Wasserfälle befinden sich direkt beim Haus, dazu kommen unzählige Wander-, Trekking- und Klettermöglichkeiten im Nationalpark Hohe Tauern. Auch die Großglockner Hochalpenstraße liegt in unmittelbarer Nähe. „Mitten im Lärchenwald ist es ein besonderer Platz, der von Familien und Einheimischen sehr geschätzt wird“, sagt Fürstauer. Neben der Natur punktete bis zuletzt vor allem die Küche: „Die gute Küche der Vorpächterin, die Hausmannskost selbst zubereitet hat, haben die Gäste sehr geschätzt. Für kleine Feiern oder Wandergruppen ist der Alpengasthof ebenfalls ideal.“
Goldrausch für Groß und Klein
Der Gasthof verfügt über gemütliche Einzel-, Doppel- und Mehrbettzimmer mit insgesamt 30 Betten, eine ausgestattete Küche sowie Sanitäranlagen mit Warmwasser. Die Saison dauert von Mai bis September, im Winter bleibt der Betrieb geschlossen. Gesucht wird nun eine Pächterin oder ein Pächter mit Erfahrung und Leidenschaft. „Gastronomieerfahrung, die Konzession und dass man den Beruf mit Leib und Seele machen will, sind das Wichtigste. Freundlicher Service, eine gute bodenständige Küche machen den Gasthof dann für Gäste beliebt“, beschreibt Fürstauer ihre Erwartungen. Die konkrete Gestaltung, etwa Ruhetage, liege „in der freien Wahl des Betreibers“.
Das Gebiet rund um den Alpengasthof ist eng mit der Geschichte des Goldbergbaus im Fleißtal verbunden. Schon im 12. Jahrhundert wurde hier goldhaltiges Gestein zerkleinert und ausgewaschen. In der Hochblüte arbeiteten rund 2000 Knappen im Gebiet, zeitweise sollen zehn Prozent der Weltgoldproduktion hier erzeugt worden sein. Heute ist das originalgetreu rekonstruierte Goldgräberdorf ein beliebtes Ausflugsziel. Die Besichtigung des Freilichtmuseums ist kostenlos, beim Goldwaschen können Gäste ihr Glück versuchen – „Come poor – leave rich“ lautet das augenzwinkernde Motto. Gerade Familien schätzen das Angebot, denn es ist „nicht ausgeschlossen, dass man hier noch das eine oder andere Goldstück findet“.
Wer also hoch hinaus will – beruflich wie geografisch –, findet im Alpengasthof Alter Pocher eine besondere Chance: einen Traditionsbetrieb inmitten von Dreitausendern weiterzuführen, wo Natur, Geschichte und Gastfreundschaft seit Jahrhunderten zusammentreffen. Interessierte können sich direkt bei Fürstauer telefonisch unter 0664-502 19 70 melden.