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Covidschutz-ImpfungWeltärztepräsident gegen Empfehlung für Kinder, Experten widersprechen

Frank-Ulrich Montgomery, Weltärztepräsident, spricht sich gegen die Impfung Minderjähriger aus. Experten in und außerhalb Österreichs widersprechen. Sind Impfstoffe von der EMA zugelassen, sind sie sicher, heißt es aus dem Gesundheitsministerium.

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© (c) kerkezz - stock.adobe.com (Zivica Kerkez)
 

In der EU steht der Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder kurz vor der Zulassung, bis Ende der Woche wird mit einer entsprechenden Mitteilung der Europäischen Arzneimittelbehörde gerechnet. Doch weil Impfen ganz generell ein heiß diskutiertes Thema ist und Impfungen bei Kindern noch viel mehr, sind Äußerungen in dieser Hinsicht mit Vorsicht zu genießen. 

Vor diesem Hintergrund muss auch die Äußerung von Weltärztepräsident Frank-Ulrich Montgomery interpretiert werden. Der deutsche Radiologe hat sich am Mittwoch dagegen ausgesprochen, Minderjährigen eine Corona-Impfung zu empfehlen: "Gegenwärtig gibt es noch zu wenig Daten, die Aussagen über das Risiko der Corona-Impfung bei Kindern zulassen." Es sei aber bekannt, dass der Krankheitsverlauf bei Kindern deutlich geringer und weniger gefährlich sei als bei Erwachsenen oder Betagten.

Am Ende könne die Studienlage auch ergeben, dass "das Risiko der Impfung von Kindern größer ist als das der Erkrankung in dieser Altersgruppe", meinte Montgomery. "Dann wird man sogar von der Impfung abraten müssen." Im Gegenzug müsse der Impfschutz in allen anderen Altersgruppen verbessert werden.

Widerspruch an den Äußerungen Montgomerys

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, hält ein Impfangebot für Kinder und Jugendliche für richtig. "Das stärkste Argument, Zwölf- bis 15-Jährige zu impfen, ist einfach, dass sie auch selbst natürlich einen Schutz haben möchten", sagte Buyx am Mittwoch. Auch bei Jugendlichen gebe es schwere Verläufe und das sogenannte Long-Covid-Syndrom. Hinzukommt die Erkrankung PIMS, dass in seltenen Fällen bei Kindern und Jugendlichen Wochen nach einer Covid-Infektion auftreten kann. Dabei handelt es sich um eine überschießende Reaktion des Immunsystems, die teilweise auch intensivmedizinisch betreut werden muss. 

Wie Kinder-Impfstoffe zugelassen werden

Doch wie werden Impfstoffe für Kinder überprüft? Wie sind derartige Studien designt? Grundsätzlich handelt es sich bei diesen Studien, die Sicherheit und Wirksamkeit in Kindern als Untersuchungsgegenstand haben, um sogenannte Dosisfindungsstudien. Es geht also darum herauszufinden, welche Dosierung des Impfstoffes, der Erwachsenen verabreicht wird, in Kindern die beste Wirkung mit den geringsten Nebenwirkungen hervorruft. Es werden unterschiedliche Dosierungen bzw. ihre Auswirkungen untersucht: Etwa werden Halb- oder Viertel-Dosen verabreicht. Wir haben hier im Detail darüber berichtet

Wie wird Österreich vorgehen?

Österreich wird sich bei der Frage, ob Zwölf- bis 15-Jährige gegen Corona geimpft werden, wie bisher immer an der EU-Arzneimittelbehörde EMA orientieren. "Das Nationale Impfgremium wird anhand dieser Vorgaben fundierte Empfehlungen aussprechen können", hieß es am Mittwoch aus dem Gesundheitsministerium. "Jeder von der EMA zugelassene Impfstoff durchläuft ein präzises und verantwortungsvolles Prüfverfahren. Wenn ein Impfstoff von der EMA zugelassen wird, ist sichergestellt, dass es sich dabei um einen hocheffektiven, sicheren und ausgezeichneten Impfstoff handelt." Letztendlich hätten sich "auch in den vergangenen Monaten die europäischen Empfehlungen durch die EMA stets als wegweisend und sicher erwiesen".

 

Kommentare (15)
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e8560e709a6d235474316d52b35b61a5
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Wieler ( RKI) 2019

Interview: " es kommen Impfungen, wir wissen nicht wie die wirken und was sie bewirken "

CuiBono
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Kurz (was für ein seltsames relatives Wort) einhalten bitte

und die "aus dem Bauch"-Kommentare sein lassen.

Keiner der Poster hier hat auch nur irgendeine solide wissenschaftlich-medizinische Basis für seinen emotionellen Kommentar.

Eine aussagekräftig-relevante Stellungnahme lässt sich nur durch Spezialisten nach zeitaufwändigen Tests an etlichen Tausend Testpersonen präsentieren und ich denke, diese Studien laufen.

Also abregen, sich zurück lehnen und noch etwas abwarten.

Danke.

tubaman58
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Ja emotionslos abwarten

Aber mindestens 3 Jahre, dann haben wir vielleicht die wissenschaftliche Basis - sagt mein Bauchgefühl.

Parsec
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Natürlich emotionslos abwarten…

Es gibt Situationen bei denen das Bauchgefühl der denkbar schlechteste Ratgeber ist!

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Es

ist das " zweite" Gehirn

sakh2000
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Weil hier auch die Influenzaimpfung mit eingebracht wurde ...

ich bin ein Befürworter dieser Impfung, bei uns in der Familie sind alle gegen die Influenza geimpft - seit geraumer Zeit. Diese Impfung ist in ihrer ursprünglichen Form schon 1942 verabreicht worden und ständig verbessert und weiterentwickelt worden. Wir sprechen bei den Covid-19 Vakzinen jedoch von einer wirtschaftlich geprägten und überstürzten Notzulassung ohne jegliche Langzeiterfahrung. Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Influenza ja - Covid-19 auf keinen Fall an Kinder verabreichen.

Hapi67
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Argumente

Buyx, hält ein Impfangebot für Kinder und Jugendliche für richtig. "Das stärkste Argument, Zwölf- bis 15-Jährige zu impfen, ist einfach, dass sie auch selbst natürlich einen Schutz haben möchten", sagte Buyx am Mittwoch.

Boyx weiß es nicht besser oder er sagt bewusst die Unwahrheit.

Das stärkste Argument für Jugendliche und auch vieler Erwachsener sich impfen zu lassen, ist die Teilnahme am normalen sozialen Leben.
Das stärkste Argument auf der Gesundheitsseite sind Lobbyismus, Geld und Gier.

Vielen Dank

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GELD

und GIER regiert.

mocoro
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100% richtig

Es ist traurig, aber so versucht die Regierung die Menschen zur Impfung zu zwingen.

mocoro
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Endlich

Endlich mal eine Stimme die gehört wird/werden muss. Es gibt viele Mediziner die in die gleiche Kerbe schlagen, aber bis jetzt wurden sie alle als Verschwörungstheoretiker abgetan.

Zuckerpuppe2000
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Keine Versuchskaninchen

Ich als ( Zahn ) Ärztin lasse meine 15 jährige Tochter im Moment nicht impfen. Kinder gehören nicht zur Risikogruppe. In 1-2 Jahren wird man über den Impfstoff mehr wissen.

sakh2000
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Meine minderjährigen Kinder bekommen

keine Impfung die in wenigen Monaten entwickelt wurde! Ein junger Mensch soll die Chance bekommen einen für die Altersgruppe sicheren Impfstoff zu erhalten.

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Finger

Finger weg von den Kindern !!

tubaman58
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Impfrisiko

Endlich getraut sich jemand den man sicher nicht zu den allgemeinen Impfgegnern zählen kann, die Covid-Versuchsimpfung für Kinder zu kritisieren.

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Hoffentlich

Wird er nicht wd. zurücjgepfiffen, so wie voriges Jahr bei AZ