Wer hätte gedacht, dass ein backenbärtiger Störenfried einmal eine der beliebtesten Disney-Figuren werden würde?

Als am 25. Mai 1932 der nur wenige Minuten dauernde Kurzfilm "Mickey’s Revue" in den Kinos gezeigt wurde, saß eine alte, einem Hund ähnelnde Figur im Zuschauerraum, und dieser Störenfried mampfte ziemlich laut seine Erdnüsse. Vom US-Trickfilmer Art Babbitt erdacht, erkannte Floyd Gottfredson kaum ein Jahr später das Potenzial, das in der Figur steckte und machte den alten Mann zum jungen Tollpatsch. Aus "Dippy Dawg", wie er damals noch hieß, wurde einige Jahre später Goofy. Als tollpatschiger und bester Freund von Micky Maus hatte er fortan seinen festen Platz im Disney-Universum.

In den Trickfilmen ist Goofy leicht an seiner markanten Stimme und dem charakteristischen Lachen erkennbar, seine aktuelle deutsche Synchronstimme stammt von Walter Alich. Aber Goofy ist nicht einfach nur ein menschenähnlicher Hund und schusseliger Spaßvogel, er ist das Herz vieler Micky-Geschichten, quasi ein Seelenwärmer und Familienmensch.

In den 90 Jahren seines ewig jungen Comic-Lebens hat Goofy aber auch gezeigt, dass er über sich hinauswachsen kann: Mittels Super-Erdnuss, die als Hommage an seine Anfänge zu verstehen ist, verwandelt er sich seit 1967 in Supergoof. Und als James Goof löst er knifflige Kriminalfälle. In sehr langen Geschichten wie in der "Star Wars"-Parodie "Kampf der Galaxien" (Lustiges Taschenbuch 168) oder "Graf Frost und das Zepter der Zeit" (Lustiges Taschenbuch 186) zeigte Goofy seine Qualitäten: Als Kumpel, auf den man sich verlassen kann. Ohne Goofy wäre Mouseton, wie seine Heimatstadt im Original heißt, um einiges ärmer.

Dippy Dawg: So sah Goofy noch zu Beginn seiner Comic-Karriere aus
Dippy Dawg: So sah Goofy noch zu Beginn seiner Comic-Karriere aus
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