Es gibt brutale Comics wie Frank Millers "Sin City". Dann gibt es sehr brutale, aber höchst gelungene Comics wie "Something is Killing the Children" von James Tynion. Und dann gibt es "BRZRKR" – der erste Comic von "Matrix"-Superstar Keanu Reeves – eine Blut- und Beuschel-Orgie, die ihresgleichen sucht.
Dabei legte Band 1 nicht nur einen höchst erfolgreichen Start in den USA hin (650.000-mal verkauft), sondern ist auch eine sehr gelungen erzählte und nicht unoriginelle Geschichte. Vor 80.000 Jahren suchte ein von allen Seiten bedrohter Stamm Hilfe bei seinen Göttern: In einer Höhle kommt es zur göttlichen Zeugung von B, der nach seiner Geburt alsbald von seinem Clan als Waffe eingesetzt wird: Unute. "BRZRKR" ist unsterblich, kann sich selbst heilen und ist mit unerschöpflichen Kräften ausgestattet. Im 21. Jahrhundert kämpft er als Söldner für die US-Regierung, die ihm verspricht, dass man ihm dabei hilft, seinen sehnlichsten Wunsch zu erfüllen: sterblich zu sein.
Die Story des Schlächters B wurde von Reeves, Mit-Autor Matt Kindt, Zeichner Ron Garney und Coloring-Artist Bill Crabtree als fan-finanzierte Kickstarter-Kampagne ins Leben gerufen: 1,5 Millionen Dollar wurden gespendet. Mittlerweile hat sich Netflix für einen Kinofilm (mit Reeves) sowie eine Anime-Serie die Rechte gesichert. B entpuppt sich nicht nur als Kriegs-, sondern auch als Geldmaschine.