Wer dieser Tage beim Billa im Villacher Karawankenweg einkauft, bemerkt wahrscheinlich die vielen jungen Menschen, die dort die Regale bestücken, die Feinkosttheke betreuen und an der Kassa sitzen. Zum 13. Mal findet aktuell die Billa-Aktion „Lehrlinge führen Märkte“ statt. Die Führungskräfte übergaben Montagmittag die Filiale an 27 Lehrlinge, die eigens aus ganz Kärnten und Osttirol angereist sind, um für eine Woche die Leitung des Marktes zu übernehmen.

Teamwork und neue Erfahrungen

Österreichweit werden in dieser Woche sieben Billa-Filialen komplett von Lehrlingen geleitet. Bereits vergangene Woche fand eine Auftaktveranstaltung statt, bei der sich die Teilnehmenden kennenlernen und die ersten Aufgaben untereinander verteilen konnten. Dann war es so weit, das Stammpersonal konnte nach Hause gehen, der Nachwuchs übernahm das Ruder. Die Aktion erfolgt jedes Jahr nach dem gleichen Prinzip: Alle Lehrlinge von Billa können sich bewerben, die Ausgewählten leiten dann eine Woche lang eigenständig eine Filiale in ihrem Bundesland. Begleitet wird das Ganze von einer internen Challenge: In diesem Jahr dreht sich alles um den „Muttertag“ – jene Lehrlinge, die die Verkaufszahlen ihrer Filiale unter diesem Motto am stärksten steigern, dürfen sich am Ende als Gewinnerinnen und Gewinner feiern lassen.

27 Lehrlinge leiten in dieser Woche die Billa-Filiale Karawankenweg
27 Lehrlinge leiten in dieser Woche die Billa-Filiale Karawankenweg © KK/Patrick Sommeregger-Baurecht

Gloria Legat (18) ist bereits zum zweiten Mal dabei. „Man kann so viel von dieser Aktion mitnehmen. Was man bisher vielleicht nicht konnte, lernt man in dieser Woche“, erzählt sie und betont den guten Zusammenhalt des Teams. Dieser ist auch entscheidend für den Erfolg, denn ohne Teamarbeit läuft nichts: Innerhalb der Abteilungen und darüber hinaus muss perfekt zusammengearbeitet werden. „Bei dieser Aktion bin ich zum ersten Mal während meiner Ausbildung richtig aufgeregt“, gibt der 17-jährige Tristan Leutgeb zu, der normalerweise in Feldkirchen arbeitet. „Man lernt hier so viele Menschen kennen und das ist sicher positiv, denn man sieht sich ja bekanntlich immer zweimal im Leben“, sagt er.

Neue Wege für den Nachwuchs

Eine, die erst kürzlich ihre Ausbildung begonnen hat, ist Lisa Staber (19). Sie erzählt: „Ich hatte zunächst einen normalen Job bei Billa als Übergangslösung. Der Kundenkontakt und das ganze Umfeld haben mich dann aber so begeistert, dass ich mich entschlossen habe, hier meine Lehre zu machen.“ Bei Billa können derzeit zehn verschiedene Lehrberufe erlernt werden, darunter Einzelhandelskauffrau- oder Einzelhandelskaufmann mit verschiedenen Schwerpunkten wie Lebensmittel, Feinkost und digitaler Verkauf. Dominique Heitzinger (21) absolviert eine Lehre zur Konditorin in einer Billa-Filiale in Klagenfurt und hat in dieser Woche die Gelegenheit, sich in ganz anderen Aufgabenbereichen zu beweisen. Fragt man die Auszubildenden nach ihren Karrierezielen, hört man ehrgeizige Pläne. So möchte etwa Sarah Gutsche (18) einmal Verkaufsleiterin oder Marktmanagerin werden. Für ambitionierte Nachwuchskräfte bietet Billa das einjährige Weiterbildungsprogramm „Zukunftstalente“ an, das nach dem erfolgreichen Lehrabschluss absolviert werden kann.

Lehrlinge als Zukunft der Branche

Wie viele Branchen kämpft jedoch auch der Lebensmittelhandel mit Nachwuchssorgen. Tobias Jordan, Vertriebsleiter für Kärnten und Osttirol, betont allerdings die Bedeutung der Lehrlinge: „Unser Ziel ist es, in Kärnten und Osttirol jedes Jahr rund 100 neue Lehrlinge aufzunehmen. Sie sind die Basis für unsere Zukunft und wir möchten ihnen auch Perspektiven bieten, daher gibt es unter anderem auch diese wichtige Aktion.“ 38 Lehrlinge haben ihre Ausbildung bei Billa Kärnten in diesem Jahr bereits begonnen, 62 offene Stellen sind noch zu besetzen.