Es geht bautechnisch flott voran in Althofen: Anfang 2024 war die Tinte auf den Verträgen trocken, im Oktober folgte der Spatenstich für das neue Kompetenzzentrum und nun lud die Raiffeisenbank Mittelkärnten bereits zur Gleichenfeier auf die Baustelle gegenüber der Stadthalle ein. „Es ist ein besonderer Moment“, betont Vorstand Roland Krall. „Es ist Zeit, zurückzublicken und dankbar zu sein, dass alles hervorragend klappt.“ Er erinnert sich zurück, als er den Erstentwurf des zuständigen Architekten, Stefan Kogler von „Skape Architects“, auf dem Tisch liegen hatte. „Der war schon perfekt und hervorragend durchdacht.“
Auch der Zeitplan sollte eingehalten werden. Die Bank möchte im Oktober, spätestens zum Weltspartag, einziehen. Dass die wirtschaftliche Lage vielerorts nicht rosig ist, sollte das Projekt nicht behindern. Während man sich etwa einen Kilometer weiter bei Flextronics damit befasst, 100 Stellen abzubauen, sollte das Bauvorhaben der Raiffeisenbank nicht durch irgendwelche wirtschaftlichen Turbulenzen verzögert werden. Das bestätigt auch Vorstand Daniel Gradenegger. „Im Normalfall sollte alles passen, damit wir spätestens zum Weltspartag hier sitzen können“, freut er sich.
Die ersten Fenster sind drin
Zehn Millionen Euro fließen in die Errichtung des Gebäudes, in dem mittlerweile sogar die ersten Fenster eingebaut wurden. Auch das Budget werde man einhalten können, meint Architekt Kogler. „Es ist eine tolle Leistung von allen Beteiligten. Mit den regionalen Firmen zusammenzuarbeiten, ist wirklich eine Freude.“ Beim Bau setzt man auf eine möglichst umweltschonende Vorgehensweise. „Drei Viertel des Bauwerks werdeb aus Holz bestehen, außen wird die Fassade mit Photovoltaik-Modulen verkleidet“, schildert der Architekt, der unter anderem die Revitalisierung der Burg Taggenbrunn realisiert hat. „Die Heizung wird außerdem gespeist von einer Grundwärmepumpe.“ Auch Bürgermeister Walter Zemrosser (Liste für Alle) war bei der Feier anwesend und hob hervor, wie „toll und zügig das Projekt gewachsen ist“.
Mit im Gepäck hatte Kogler auch wieder eine Virtual-Reality-Brille. Beim Spatenstich konnte man das Gebäude durch sie bereits von außen sehen, jetzt konnte man schon erblicken, wie es innen aussehen wird. „Das ist immer ein spannendes Feature“, lächelt der Architekt. Die rund 1500 Quadratmeter Nutzfläche erstrecken sich dabei auf vier Geschoße. Nicht alles wird dabei von der Bank selbst genützt, Büroräumlichkeiten werden auch vermietet.
Auch Bau in St. Veit soll pünktlich fertig sein
Übrigens: Die Gleichenfeier wurde passenderweise kulinarisch begleitet vom Wirtepaar Johnny Cuznar und Cornelia Feuerstein. Die beiden haben sich nach 20 Jahren als Geschäftsführer des Hirter Braukellers zurückgezogen und werden im Kompetenzzentrum ihr neues Restaurant betreiben. Dieses werde sich im Erdgeschoß befinden, eine Terrasse für laue Sommerabende soll es ebenfalls geben.
Für die Raiffeisenbank Mittelkärnten ist das Bauprojekt in Althofen aktuell nicht das einzige Vorhaben, auf das man zu achten hat. Auch in St. Veit ist man dabei, die Hauptanstalt am Oktoberplatz zu erweitern. „Auch dort sind wir im Zeitplan“, schildert Gradenegger. Spätestens zum Weltspartag soll der fünf Millionen Euro teure Zubau fertig sein.