Erst massive Klagen über den Direktbus zwischen Lienz und Innsbruck, dann die Rückzugsankündigung einer ÖBB-Tochter als Co-Betreiber der Verbindung, schließlich die Voranmeldung der Westbahn, ab Ende 2026 ihre Südstrecke von Wien bis Osttirol zu verlängern: Das Wechselbad von Hiobsbotschaften und Jubelmeldungen für Öffi-Nutzer im Bezirk hat Kneippsche Kalt-Warm-Wirkungen. Doch hinter dem kommenden Wettbewerb verbirgt sich noch eine weit größere landespolitische Dimension. Denn das Klein-Klein von VVT, Ötztaler Verkehrsgesellschaft, Postbus AG und ihrem allenfalls Osttiroler Ersatz ist symptomatisch für Jahrzehnte währende Visionslosigkeit und Strategieschwäche in Innsbruck.