Osttirols Bahnreisende dürfen sich freuen. Ab 6. Oktober werden zwei Direktverbindungen zwischen Lienz und Wien mit modernen Railjet-Garnituren geführt. Damit sollen Fahrgäste künftig von mehr Komfort, zusätzlicher Ausstattung und einem verbesserten Reiseerlebnis profitieren.

Die neuen Railjets verkehren ab 6. Oktober täglich zu folgenden Zeiten:

Wien Hbf – Lienz: 8.24–14.06 Uhr und 14.24–20.06 Uhr
Lienz – Wien Hbf: 7.53–13.36 Uhr und 15:53–21.36 Uhr

Ab Dezember: noch schnellere Fahrt durch die Koralmbahn

Mit dem europaweiten Fahrplanwechsel am 14. Dezember geht auch die Koralmbahn in Betrieb. Dadurch verkürzt sich die Fahrzeit zwischen Lienz und Wien um 23 Minuten auf künftig rund 5 Stunden und 19 Minuten. Außerdem wird eine der Lienzer Verbindungen künftig mit einem der ersten rundum modernisierten Railjets bedient – inklusive neuen Sitzen, USB-Anschlüssen, größerer Klapptische und optimierten Kinderwagenabstellplätzen. Lienz ist damit die erste Tiroler Stadt, in der diese modernisierten Garnituren regelmäßig halten. „Wir können den Fahrgästen auf der Südstrecke viele Verbesserungen bieten – modernisierte Fahrzeuge, kürzere Reisezeiten und eine deutliche Qualitätssteigerung“, betont ÖBB-Personenverkehrs-Vorständin Sabine Stock.

© ÖBB

Zwei neue Nahverkehrsverbindungen enden vorerst in Greifenburg

Für Aufregung sorgte zuletzt die Meldung, dass zwei wichtige Tagesrandverbindungen – morgens ab Lienz und abends ab Wien – künftig in Greifenburg enden sollen. Laut einem Bericht des Osttiroler Boten liegt dem jedoch eine Verwechslung zugrunde: „Es wird ab Fahrplanwechsel im Dezember einen zusätzlichen Nahverkehrszug der Linie S6 (Frühzug: Greifenburg-Weißensee ab 5.01 Uhr – Villach an 5.57 Uhr) und (Spätzug: Villach ab 21.37 Uhr – Greifenburg-Weißensee an 22.40 Uhr) geben“, teilt ÖBB-Sprecher Herbert Hofer gegenüber dem Osttiroler Boten mit. Diese beiden Verbindungen könnten aus betrieblichen Gründen vorerst nicht bis Lienz verlängert werden. Damit Fahrgäste dennoch am frühen Morgen und späten Abend nach Lienz gelangen, laufen aktuell Gespräche zwischen den ÖBB und den betroffenen Verkehrsverbünden. Hofer kündigt an: „Mit dem Fahrplanwechsel 2026/27 werden die beiden angesprochenen Nahverkehrszüge jedenfalls bis nach Lienz geführt“.

Dauerhafte Sicherung der Direktverbindungen gefordert

Trotz dessen bleibt die Kritik an der Situation groß. Landtagsabgeordnete und Bürgermeisterin Elisabeth Blanik fordert eine dauerhafte Sicherung der Direktverbindungen, ebenso wie Tourismusobmann Franz Theurl. Auch ÖVP, Grüne, FPÖ und Liste Fritz verlangen eine klare Zusage, dass alle Direktverbindungen dauerhaft bis Lienz geführt werden.