Der Grafenbach, ein zumeist unscheinbares Rinnsal, das sich unterhalb des Zettersfelds sammelt und in der Folge bis Lienz schlängelt, birgt enorme Gefahr für Siedlungsräume in der Gemeinde Gaimberg und in der Stadt. Im Katastrophensommer des Jahres 1966, in dem in Osttirol massive Muren Menschenleben ausgelöscht haben und ganze Landstriche verwüstet hinterließen, mussten erhebliche Teile der Stadt evakuiert werden, weil der Grafenbach zur unberechenbaren Walze herangewachsen war: Material im Ausmaß von fünf Hektar Fläche drang damals vom Grüntal aus als Murgang in Richtung Talboden vor.
Geschiebesperre schützt Lienz
Vom Grafenbach geht erst in fünf Jahren keine Gefahr mehr aus
2021 gerieten 14 Hektar in Bewegung. Mit Hochdruck errichtete die Wildbach- und Lawinenverbauung in Gaimberg eine neue Geschieberückhaltesperre.
© Christoph Blassnig