Der Grafenbach, ein zumeist unscheinbares Rinnsal, das sich unterhalb des Zettersfelds sammelt und in der Folge bis Lienz schlängelt, birgt enorme Gefahr für Siedlungsräume in der Gemeinde Gaimberg und in der Stadt. Im Katastrophensommer des Jahres 1966, in dem in Osttirol massive Muren Menschenleben ausgelöscht haben und ganze Landstriche verwüstet hinterließen, mussten erhebliche Teile der Stadt evakuiert werden, weil der Grafenbach zur unberechenbaren Walze herangewachsen war: Material im Ausmaß von fünf Hektar Fläche drang damals vom Grüntal aus als Murgang in Richtung Talboden vor.