Mitten in der beeindruckenden Landschaft der Teuchl, einem kleinen Ortsteil der Gemeinde Reißeck, blüht seit Jahren ein besonderes Juwel. Der Blumengarten von Hermina Tiller ist ein farbenfroher Blickfang. In diesem Jahr hat sie sich zum ersten Mal bei der Blumenolympiade beworben, die von den Kärntner Gärtnern in Kooperation mit dem Land Kärnten, der Landwirtschaftskammer Kärnten und der Kleinen Zeitung als Medienpartner veranstaltet wird. Sie holte sich direkt den Gemeindesieg in der Kategorie „Bauernhöfe und Buschenschanken“.
„Beim Einkaufen hat mich jemand angesprochen und gefragt, warum ich nicht einmal bei der Blumenolympiade mitmache“, erzählt Tiller, die sich daraufhin dazu entschlossen hatte, den Schritt zu wagen. Die Liebe zur Gartenarbeit wurde ihr in die Wiege gelegt. „Das Gärtnern habe ich von klein auf von meiner Mutter gelernt, und auch die Liebe zu den Blumen hat sie mir mitgegeben.“ Einige der zwischen 15 und 20 verschiedenen Blumenarten, die in ihrem Garten blühen, stammen sogar noch von den Pflanzen ihrer Mutter.
Der dankbare Tirolerhut und gefräßige Hirsche
Mitte April beginnt sie mit der Aussaat. Einige Blumen, wie beispielsweise der Mohn, keimen von allein. „Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue, was alles von selbst wieder aufblüht. Das ist wie ein kleines Geschenk der Natur“, sagt Tiller. Ihre Balkonblumen kauft sie Mitte Mai und pflanzt sie wenige Tage später aus. Besonders stolz ist sie auf den sogenannten Tirolerhut – ihre absolute Lieblingsblume: „Es ist eine sehr dankbare Pflanze, die nicht viel Pflege braucht und dennoch wunderschön blüht.“ Die Pflege des Gartens nimmt viel Zeit in Anspruch, doch Tiller macht alles allein, vom Jäten bis zum Gießen. Täglich ist sie in ihrem Garten anzutreffen.
Ihre Pflanzen schützt sie sogar vor gefräßigen Hirschen, die es immer wieder auf die Blumen abgesehen haben. „Das ist manchmal eine echte Herausforderung, aber ich lasse mich nicht unterkriegen“, sagt sie bestimmt. Ein echter Geheimtipp für ihre blühende Pracht ist ihr selbst gemischter Dünger aus Hühnermist und Erde. Die Mühe bleibt nicht unbemerkt: Spaziergänger und Radfahrer halten oft am Straßenrand an, um die Blumenvielfalt zu bestaunen oder ein Foto zu machen. „Ich freue mich jedes Mal, wenn jemand stehen bleibt und sich an meinem Garten erfreut. Es ist schön, wenn die Arbeit geschätzt wird.“ Und auch die Jury der Blumenolympiade konnte sie überzeugen. Obwohl es für den Regional- oder Landessieg nicht gereicht hat, haben die Gemeindesieger und Gemeindesiegerinnen sehr schöne Gärten präsentiert.