Man sieht sie mit freiem Auge von Lignano aus und viele fahren mit ihren Booten hin: Die Isola della Marinetta, die auch Muschelinsel genannt wird, dient als Naherholungsgebiet. Auf ihr stehen Gebäude, die einmal der Fischindustrie gedient haben. Doch die Firma schlitterte in den Konkurs. Das Gelände wurde daraufhin versteigert. Den Zuschlag erhielt am 3. Oktober des Vorjahres ein in Lignano ansässiger Gastro-Unternehmer. Er zahlte für die Insel 3,287 Millionen Euro. Der Erwerb ließ Ängste laut werden, dass die Muschelinsel in Zukunft mit Hotel und Badestränden dem Massentourismus zum Opfer fallen könnte.

Gemeinde Marano Lagunare

In den vergangenen Tagen trafen sich laut der Friauler Tageszeitung „Messaggero Veneto“ Vertreter der Gemeinde Marano Lagunare, in deren Hohheitsgebiet die Insel fällt, mit den neuen Eigentümern. „Wir haben betont, dass die Insel für die Gemeinde einen großen Wert darstellt. Familien aus Marano bevölkern sie speziell im Sommer. Deshalb haben wir darauf gepocht, dass das weiterhin möglich ist. Vor allem muss auch der Strand für die Nutzung durch die Bevölkerung erhalten bleiben“, sagt Bürgermeister Mauro Popesso.

Bauernhof und Restaurant

Bei dem Treffen einigte man sich auf eine naturnahe touristische Nutzung. So sollen die noch bestehenden Gebäude in Zukunft einen mit Solarpanelen ausgestatteten Bauernhof mit Restaurant beherbergen und Räumlichkeiten, die Platz für Workshops bieten, sowie Flächen, die von der Allgemeinheit kostenlos genützt werden können.