Die Kärntner Dietlinde Schober und Walter Wrulich waren Mitte April auf der Autostrada bei Udine in Richtung Triest unterwegs. Vor der Autobahnabfahrt in Richtung Grado gerieten sie auf ihrer Urlaubsfahrt ins Visier von Spiegeltrick-Betrügern: „Wir sind gerade bei Udine Süd auf die Autobahn aufgefahren und schon kurz danach überholte uns ein cremefarbener Lancia“, berichtete Schober der Kleinen Zeitung. Während des Überholvorgangs gab es einen Knall, der Lenker des Lancia schnitt die Kärntner und versuchte sie mit Handzeichen zur nächsten Pannenbucht zu lotsen.

Ziel der Kriminellen: Urlaubern Geld für vermeintlich beschädigte Seitenspiegel aus den Taschen zu ziehen. Die Kollision täuschen die Spiegeltrick-Betrüger vor, indem sie die Autos der Opfer mit Gegenständen beschießen oder bewerfen. „In unserem Fall wurden wir wahrscheinlich mit einer Airsoftpistole beschossen“, erzählte Schober. Die Kärntner reagierten allerdings richtig, fuhren ohne anzuhalten weiter und brachten den Betrugsversuch sofort zur Anzeige. Diese führte die italienische Polizei nun auf die Spur der Täter: „Die Carabinieri haben mich heute angerufen, zwei Männer wurden festgenommen“, teilte Dietlinde Schober der Kleinen Zeitung mit.

Zwei Festnahmen

Das bestätigt der Kleinen Zeitung auch das „Carabinieri Commando Stazione Manzano“: „Nach Auswertung aller Überwachungskameras konnten zwei Personen, beide wurden als Lenker des besagten Lancia ausgemacht, festgenommen werden.“ Die Ermittlungen seien allerdings noch am Beginn, so die Auskunft der ermittelnden Beamten, Details könnten aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht bekannt gegeben werden.

Für Schober trotzdem bereits ein doppelter Erfolg: „Wir konnten mit unserer Erfahrung viele andere Urlauber warnen und nun wurden sogar zwei Täter aus dem Verkehr gezogen. Die sind gefährlich, als wir sie filmten flüchteten sie mit mehr als 180 Sachen durch den dichten Verkehr. Gefährdeten uns und alle anderen Verkehrsteilnehmer. Je eher sie von der Straße geholt werden, umso besser“, sagt Schober.