Telefon-, SMS- oder WhatsApp-Betrüger sind in Kärnten derzeit wieder sehr aktiv. Vor wenigen Tagen wurde eine 82-jährige Klagenfurterin um ihr Erspartes gebracht. Ein angeblicher Polizist behauptete, ihre Tochter habe einen Verkehrsunfall verursacht und müsse nun eine Kaution in Höhe von 100.000 Euro hinterlegen. Tatsächlich übergab die Pensionistin einem unbekannten Mann Bargeld, Golddukaten und Schmuck im Wert von mehreren Zehntausend Euro. "Derzeit ist wieder ein Anstieg von Anzeigen feststellbar", sagt Lisa Sandrieser, Sprecherin der Landespolizeidirektion Kärnten. Auffallend ist jedoch, dass die Abholung, also die persönliche Übergabe von Wertgegenständen, rückläufig ist. Stattdessen fordern die Betrüger lieber per SMS oder WhatsApp von angeblichen Verwandten (Tochter-Sohn-Trick) Geld per Überweisung. Eine 70-jährige Klagenfurterin und eine 64-jährige Oberkärntnerin wurden zuletzt Opfer dieser Masche.
Hunderte Kärntner betroffen
Massiver Anstieg bei Missbrauch von Rufnummern
Telekom-Regulierungsbehörde ortet spürbare Zunahme bei Beschwerden. Die Täter versuchen, Betrugsmaschen mit echten, vergebenen Telefonnummern durchzuführen, Opfer sind machtlos. Die Hintergründe.
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