StadtkassaMillionen-Skandal in Klagenfurt: Das steht in der Anklage

1,76 Millionen Euro soll ein, jetzt pensionierter Magistratsmitarbeiter, aus der Klagenfurter Stadtkassa entwendet haben. Wie ihm das gelungen sein soll, führt die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage aus. Die wurde beeinsprucht.

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Insgesamt zehn Zeugen hat die Staatsanwaltschaft für den Prozess geladen. Darunter mehrere Mitarbeiter der Stadt
Insgesamt zehn Zeugen hat die Staatsanwaltschaft für den Prozess geladen. Darunter mehrere Mitarbeiter der Stadt © Weichselbraun
 

Fast 22 Jahre hat ein, mittlerweile pensionierter, Magistratsmitarbeiter Geld aus der Kassa der Stadt Klagenfurt genommen. Davon ist die Staatsanwalt Klagenfurt überzeugt und hat Anfang Juli Anklage gegen den 67-Jährigen eingebracht. Die Ermittler werfen dem Mann – für ihn gilt die Unschuldsvermutung – Untreue unter Ausnutzung einer Amtsstellung vor. Angeklagter Schaden: 1,76 Millionen Euro. Die Staatsanwaltschaft sieht die Causa "nahe an einer Verurteilungswahrscheinlichkeit", so Behördensprecherin Tina Frimmel-Hesse.

Kommentare (12)
Lepus52
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Wer ist Schuld?

Für kriminelle Handlungen ist immer der Täter schuld, ich hoffe das ist Konsens. Das Prüfungs- und Kontrollmechanismen mangelhaft sind, erleichtert nur die kriminelle Handlung und hier ist Handlungsbedarf. Einerseits ist die Qualifikation der Mitarbeiter und die ihnen zur Verfügung gestellten Hilfsmittel und die Prüfungszeit ein Kriterium. Kontolle erfordert ein professionelles Management und das fehlt weitgehend und da spielt die Politik eine gewaltige Rolle zumindest als Vorbild. Es wird in Ausschüssen um Lächerlichkeiten stundenlang diskutiert und gefeilscht (die Arbeitszeit, der anwesenden Mitarbeiter ist meist teurer als der Betrag, um den es geht) und dann werden wieder Projekte in Millionenhöhe unreflektiert (z.B.) Stadion, Hallenbad u.ä. beschlossen, bei denen Millionen an Sparpotential vorhanden wäre.

Civium
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Der Lebensstil dieses Herrn muss doch

aufgefallen sein , oder verdient man als Beamter so viel !?

Phxxxx
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Der Lebensstil des Leiters

der Stadtkasse war absolut unauffällig. Außer einem Faible für Schuhe war nichts bekannt.
Übrigens unter dem legendären KADir. Mostecky wurde bereits bspw. eine Überprüfung der Inkassoblocks eines Abgabenprüfers angeordnet, wenn er sich ein Auto (Mittelklassewagen) gekauft hat.

Lepus52
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Das ist richtig!

Die Kompetenz eines SR Gerhard Mostecky und seine unabhängige Stellung haben (schon aus Furcht vor der Kontrolle) vieles verhindert. Die Manipulationen haben erst 2 Jahre nach seiner Pensionierung begonnen

ulrichsberg2
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Seit der Zeit von MD. Jost, da fällt nicht nur dieser Skandal auf.

Es kann jeder feststellen, dass sich seit dieser Zeit, einiges zum Nachteil der Stadt entwickelt hat.

Phxxxx
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Hervor, Sie sind umzingelt.

Wenn Sie jener Ulrichsberg2 sind, dessen Familienname mit G - wie kärntnerische Hefe beginnt, dann ist alles klar. Nennen Sie Ross und Reiter. Sonst bleibt nur das Zitat "Si tacuisses...

ulrichsberg2
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Klare Beweise:

Öffnen Sie bitte meine digitale - 100 jahr chronik germ Seite - zu finden auf der Google Suchseite und geben Sie mir bitte Ihre neutrale Stellungnahme dazu ab. Auch Ihre Antwort ist mir wichtig - Danke im Voraus,

ulrichsberg2
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Nachtrag zu " Si tacuisses . . .

Man braucht kein Philosoph zu sein, gesunder Menschenverstand, mit genügend Rechtsempfinden genügt, um rechtswidriges Handeln aufzuzeigen. Verhält man sich dazu gleichgültig , dann bleiben für Skandale alle Türen und Tore weiterhin geöffnet.

2ae0034172a8647356c2ff760ba3b141
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22 Jahre lang 1,76 mio. € unter den Augen des Magistratsdirektors gestohlen

und der ist noch immer in Amt und Würden. MLM und Scheider wag(t)en es nicht ihn freizustellen und überhäuften ihn auch noch weiter mit lukrativen Zusatzamterln.
Was weiß Jost von denen, das ihn unantastbar macht?

ulrichsberg2
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Vollkommen richtig.

MD. Jost wird auch von der Justiz geschont. Wie sonst kann es sein, dass Jost durch falsche Zeugenaussage, einen dokumentierten bzw. erwiesenen und schwerwiegenden Amtsmissbrauch ermöglicht hat und auch von der STA Klagenfurt dafür einen Freibrief erhalten hat.
Unglaublich viele weitere Fehlleistungen, sowie Freundschaftsdienste von MD. Jost sind dokumentiert festgehalten und den Politikern bekannt und hier frage ich mich auch - warum traut sich kein Politiker diesem Treiben ein Ende zu setzen ?

Phxxxx
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Verschwörungstheorie auf die Spitze getrieben

Vier Bürgermeister, die WKStA, zwei Richter und nun die gesamte Justiz tanzen nach der Pfeife des MD.
Der Mann ist zu Größerem bestimmt. Am besten geht er nach seiner Pensionierung in einigen Jahren nach Wien oder Washington, wird Bundeskanzler oder engster Berater des amerikanischen Präsidenten.
Verschwörungstheoretiker aller Länder vereinigt euch.

Phxxxx
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Unter den Augen des Kontrollamtes

sind diese Malversationen passiert. Jedes Jahr hat das Kontrollamt die Stadtkasse geprüft. Beanstandet wurde laut KA-Berichten nichts. Von unterschiedlichen Prüfern, denen offensichtlich das fachliche Rüstzeug fehlte. Die offensichtlich gravierenden fachlichen Mängel der Prüfer haben ja auch zu der vom gewesenen KADir. vehement bekämpften Dienstanweisung MLM zur Fortbildung der Mitarbeiter des KA geführt.
Will wjs13 Scheider ebenso schaden, wie seinerzeit Gunzer und Co ? Scheider hat sich seinerzeit in die Causa Jost von sogenannten "Parteifreunden" hineinreiten lassen. Diesen Fehler wird er kein zweites Mal wiederholen..
Übrigens, die Kompetenz der Mitarbeiter des KA wird sich auch durch eine Umwandlung in einen Stadtrechnungshof nicht ändern, soferne nicht eine verpflichtende ständige Fortbildung erfolgt.