Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Fast drei Monate 14-Jährige war unschuldig in Haft: Republik zahlte Entschädigung

Junge Kärntnerin wurde 2017 zu Unrecht als Anführerin eine Jugendbande verurteilt. "Sie saß 85 Tage in Haft", sagt ihr Anwalt Philipp Tschnernitz. Nach einem langen Rechtsstreit bekam sie nun 3800 Euro Haftentschädigung.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Das Mädchen war in der Justizanstalt Klagenfurt
Das Mädchen war in der Justizanstalt Klagenfurt © KLZ/Weichselbraun
 

Ein 14-jähriges Mädchen saß rund drei Monate lang unschuldig in Untersuchungshaft. Nach einem langen Rechtsstreit wurde die Kärntnerin nun für ihre Zeit im Gefängnis entschädigt: „Sie bekam 3800 Euro von der Republik“, sagt Philipp Tschernitz, der Anwalt des Mädchens.
85 Tage lang sei die Jugendliche unschuldig in der Justizanstalt Klagenfurt in Haft gewesen. Warum sie dafür nicht mehr als 3800 Euro Wiedergutmachung erhält, liegt an der Gesetzeslage. „Laut dem strafrechtlichen Entschädigungsgesetz stehen Betroffenen pro Tag Freiheitsentzug 20 bis 50 Euro zu“, erklärt der Rechtsanwalt. Ursprünglich habe die Finanzprokuratur – das ist sozusagen der Anwalt der Republik – seiner Mandantin überhaupt nur 1740 Euro Entschädigung angeboten. Erst nachdem Tschernitz die Republik auf 4900 Euro geklagt hat, bekam er außergerichtlich 3800 Euro angeboten. „Wir haben das angenommen, um dem Mädchen einen Prozess und den damit verbundenen Stress zu ersparen“, betont der Anwalt. Denn seine Mandantin habe in den vergangenen Jahren schon genug mitgemacht.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass zu diesem Artikel keine Kommentare erstellt werden können.

Forenregeln lesen
vandiemen
1
27
Lesenswert?

Es kann nicht sein...

...wenn jemand unschuldig veruteilt wurde und dann in Haft gewesen ist, dass man dann mit der Republik um Haftentschädigung kämpfen muss. Wo Menschen arbeiten passieren Fehler. Wenn ein Richter aufgrund von fehlenden Gegenbeweisen ein Fehlurtei ausspricht, so ist nach Gegendarstellung der Sachlage sofort die Enthaftung vorzunehmen. Die Entschädigung soll sofort ohne wenn und aber an den/die Betroffene/n ausgezahlt werden. Und ein Entschuldigungsschreiben seitens der Republik wäre auch mal angebracht.

Zwiepack
2
7
Lesenswert?

Das war kein Gerichtsurteil

Untersuchungshaft, steht im Artikel!