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KärntenIst Aufregung um Kuh-Urteil berechtigt?

Die Kühe eines Tiroler Bauern haben auf einem öffentlichen Wanderweg eine Frau getötet. Laut Gerichtsurteil muss der Landwirt den Hinterbliebenen nun Schmerzensgeld bezahlen. Empörung und Sorge bei Bauern, aber auch bei Wanderern sind groß. Zu Recht?

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Je mehr Abstand, desto besser. Vor allem um Kuhherden mit Jungtieren sollten Wanderer einen großen Bogen machen. Erst recht mit Hunden
Je mehr Abstand, desto besser. Vor allem um Kuhherden mit Jungtieren sollten Wanderer einen großen Bogen machen. Erst recht mit Hunden © APA/Barbara Gindl
 

1. War das Tiroler Urteil das erste nach einer Kuh-Attacke? Nein. 2007 wurde ein Wanderer auf dem Falkert von Kühen attackiert und schwer verletzt. Der Bauer wurde zur Zahlung von Schmerzensgeld verurteilt. Die Urteilsbegründung ähnelt jener von Innsbruck: Der Landwirt musste wissen, so der Richter damals, welche Gefahr von Kühen ausgeht, wenn sie Menschen mit Hunden sehen. Selbst, wenn die angeleint sind. Daher hätte er einen Zaun errichten müssen.

Kommentare (11)

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wolframp2004
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Amerikanische Zustände

Spitzen Rechtsverdreher wollen Astronomische Endschädigungen heraushauen, und machen die ganze Bevölkerung unrund. Wieviel Endschädigungen haben von den 400 Verkehrsopfern 2018, wo sicher ein großer Teil davon Fremdverschulden waren erhalten. Die Opfer sind oft nur ein paar Tausender Wert. Ich bin viel auf der Alm mit Hund unterwegs. Ausweichen ist die sicherste Variante ,wenn auch nicht immer, aufgrund eines gut gespannten Stacheldrahtes einfach ist. Und wenn man ein wenig ein Gefühl für die Tiere hat , kann man es schon abschätzen ob sie auf Verteidigung aus sind, oder bei viel begangenen Wegen einen überhaupt ignorieren. Mit einen Stock hält die Tiere ebenfalls leicht auf Abstand,und ruhig bleiben hilft ebenfalls bei Tier und Mensch. Hatte jedenfalls seit ca. 40 Jahren mit Hund auf der Weide noch nie ein Problem. Hoffe das dieses wahnsinnige Urteil nicht Stand hält, und wenn Oberösterreich keine Wanderer mit Hund will, dann eben nicht, gibt ja auch noch andere Bundesländer.

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Kristianjarnig
2
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Wäre ich ein Bauer mit Almanteil...

....würde ich ab jetzt meine Weide umzäunen und mit Besitzstörungsklage drohen. Für jeden.

Speziell Punkt 4 des Verteidigers - also wandert man durch eine Kuhherde ohne das man sich da etwas genauer umschaut.

Unwissen schützt vor Strafe nicht.

Was diese gräßliche amerikanische Art der Geldmacherei nach einem Unglück jetzt in Europa zu suchen hat? Man weiß es nicht. Bringt eine knappe halbe Million jetzt die Ehefrau/Mutter zurück? Wohl eher nicht.

Häßliche Tendenz der wir hier in Europa/Österreich entgegenblicken.

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Landbomeranze
4
19
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Einzäunen "Nein"?

"Müssen nun alle Almweiden und Wanderwege eingezäunt werden? Nein. Dieses Urteil ist eine Einzelfallentscheidung. „Vom Gericht war nicht zu beantworten, welche Sicherungsmaßnahmen generell in Weidegebieten vorzunehmen sind, sondern nur für den konkreten Unfallbereich zu klären, ob die Tiere (...) ausreichend verwahrt waren“, heißt es vom Landesgericht Innsbruck."
Frage: Müssen jetzt alle Bauern einen Sachverständigen beauftragen, der festlegt, ob und welche Sicherungsmaßnahmen vorzunehmen sind, damit der nächste Richter nicht wieder im Einzelfall entscheidet, dass ein bestimmter Bereich eingezäunt oder gesichert hätte werden müssen? Selten eine für die Halter von Almvieh so wenig hilfreiche (dumme) Argumentaion gehört!!!

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moser.otmar
3
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Zäune auf der Alm!

Zäune auf der Alm sollten fast außschließlich nur dem Schutze der Tiere vor Gefahren wie zB. den Absturz und aus Zuchtgründen errichtet werden. Gebäudeschutz und Infrastruktur Schutz sind ebenfalls tollerierbare Gründe! Tourismus und Almwirtschaft gehören zusammen! Nur müssen sich die Menschen an das Verhalten der Tiere gewöhnen und auch akzeptieren! Die Alm ist kein Zoo, wo Menschen und Tiere mit Zäunen und Wällen voneinander getrennt sind! Wo nur priveligierte Tiere wie zB. Hunde die Pfade der Menschen betreten dürfen! Almen sind meist wasserarm. Eingezäunte Wege würden den ungehinderten Zugang der Tiere zu diesen Wasserstellen verhindern, oder zumindest erschweren! Dieses Gericht verwechselte aus irgendwelchen unerklärlichen Gründen den städtischen Zoo mit der Almwirtschaft! Kühe waren im Auge des Gerichtes genau so gefährlich wie Löwen und Tieger! Müssen mit Zäunen gesichert werden. Bären, Wölfe und Schakale
hingegen werden dagegen auf den Almen geduldet. Ihre Beweglichkeit darf unter keinen Umständen eingeschränkt werden! Von ihnen geht ja überhaupt keine Gefahr aus! Fazit Schildach Österreich!

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Ifrogmi
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liegt die alm ...

... im bereich eines wildkorridors (europaweite wanderwege der wildtiere), darf gar nicht abgezäunt werden (FFH-Richtlinie, Berner Konvention, usw.).
diese almen wachsen dann halt auch noch zu.

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paulrandig
3
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Okay, hier steckt eindeutig wichtige Information im Artikel.

Man könnte also sagen, beim Betreten des öffentlichen Weges durch die Kühe handelt es sich fast um so etwas wie Emissionen von der Weide des Bauern, die er verhindern hätte müssen. Zum Beispiel durch einen Zaun. Wenn mein Regenwasser auf fremden Grund rinnt, muss ich das auch verhindern. Oder wenn mein Hang auf eine öffentliche Straße zu rutschen droht.

Andererseits wiederum kann man das auch moralisch statt rechtlich betrachten: Hier gibt es viele Besucher, die Busunternehmern, der Bergbahn, dem Ausflugslokal und der Gemeinde viel Geld bringen, indem sie von der alpinen Kulturlandschaft mit Bergen, Almen - und Kühen! - profitieren. Der Bauer profitiert im Gegensatz dazu kaum, soll aber dann die Kosten tragen, um die Touristen, also die touristischen Melkkühe vor seinen Kühen zu schützen.
Gerade in diesem speziellen Fall, gerade an diesem speziellen Ort wäre eher Fingerspitzengefühl gefragt.

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wollanig
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Wenn man sich ein wenig mit der Sache beschäftigt hätte,

wäre für jeden der schreienden Hysteriker klar gewesen, dass es sich um einen speziellen Fall mit einer Örtlichkeit handelt, die nichts mit den üblichen Wanderwegen über Weiden etc. zu tun hat, von denen überall gefaselt wurde. Aber die Mühe machten sich weder die Aufmerksamkeit heischenden Politiker, Kämmerer etc. noch die auflagenge..... Medienvertreter.
Von den dümmlichen "Shitstorms" in den sozialen Medien will ich gar nicht erst anfangen.

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moser.otmar
4
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Dieses Urteil zieht einen Rattenschwanz an Unklarheiten nach sich!

Touristisch erschlossene Almen und ihre 100derte Km Wegenetze müssten evaluiert werden ob sie diesem Urteil entsprechen oder nicht! Das würde unzumutbare Kosten verursachen! Nur weil ein Richter Almen mit städtischen Zoos verwechselt! Die Zuchttiere müssen laut Richter hinter Zäune wie im Zoo! Bären, Wölfe, Luchse, Schakale und zweibeinige illegale Grenzgänger dürfen hingegen ungehindert diese Wege benützen ... da sie ja anderen Gesetzen unterliegen und von ihnen ja bekanntlich keine Gefahr ausgeht!

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wollanig
16
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CuiBono

Sie scheinen etwas nicht verstanden zu haben. Hysterische Emotionen kamen und kommen nicht von mir, sondern aus der gesamten Medienlandschaft, der Politik und den sozialen Netzwerken. Und das offensichtlich ohne sich auch nur im Geringsten mit dem tatsächlichen Sachverhalt und dem Urteil im Speziellen beschäftigt zu haben. Und anscheinend trifft das auch auf Sie zu oder Sie verstehen neben meinem Posting auch den Artikel nicht. Dann weiterhin viel Spaß beim Wehklagen über den Untergang der Almwirtschaft oder des Wandertourismus.

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fon2024
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andaman

wollaunig wen man zu blöd ist ,wie man sich mit einen Hund auf der Almweide verhalten muß dann kann man nicht den Bauer bestrafen.

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CuiBono
7
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@wollanig

Schön, Sie haben Ihre Meinung.
Und drücken die auch aus.
"...schreienden Hysteriker...gefaselt...Aufmerksamkeit heischende...auflagenge...dümmliche Shitstorms...".

Irgendwie erinnert mich das daran, wie der Fladerer schreit "Haltet den Dieb".
Ich weiß, der Vergleich ist nicht ganz passend aber woher kommt eigentlich Ihre kundgetane Hyperventilation?

Ich kann nur dazu raten, die Atemfrequenz runter zu fahren, laaaangsames tieeeefes Durchatmen hilft da ungemein und dann die Ereiferung (oder soll ich schreiben "Geiferung"?) einzustellen und Mitmenschen zuzugestehen, auch eine (andere) Meinung zu haben.

Probieren Sie es einfach.
Tut nicht weh.

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