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Corona Österreich und WeltUS-Studie: Immer wieder Phasen der Distanz bis 2022 möglich

14.185 positiv Getestete in Österreich +++Kurzarbeit für 608.000 Jobs beantragt: Gelder steigen von 3 auf 5 Milliarden+++Kleine Geschäfte, Bau- und Gartencenter feiern eine Wiederauferstehung +++ Erdogan kündigt neues Ausgehverbot an +++ Pandemie-Höhepunkt in den USA diese Woche +++ Alle aktuellen Entwicklungen im Live-Blog!

 

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  • 14.185 Personen sind in Österreich bisher positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden (Stand: Dienstag, 10.30 Uhr).
  • Die Anzahl der Infizierten in den Bundesländern:  Burgenland (270), Kärnten (386), Niederösterreich (2.354), Oberösterreich (2.134), Salzburg (1.174), Steiermark (1.578), Tirol (3.302), Vorarlberg (832), Wien (2.030).- (Stand: Dienstag, 8 Uhr).
  • 384 Personen sind in Österreich an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 7633 sind wieder genesen. 1002 Personen befinden sich in einem Krankenhaus, davon 243 auf einer Intensivstation (Stand: Dienstag, 10.30 Uhr).
  • Bisher durchgeführte Testungen: 151.796 (Stand: Dienstag, 9.30 Uhr).
  • Zahlreiche Geschäfte sperren nach "Shutdown" wieder auf.
  • Kurzarbeit für 608.000 Jobs beantragt: Gelder steigen von 3 auf 5 Milliarden
  • Macron fordert Merkel heraus und bedankt sich bei Österreich
  • Infografiken: Das Coronavirus in Österreich und der ganzen Welt.
  • Psychotherapie Helpline 0720 12 00 12 bietet täglich von 8 bis 22 Uhr kostenfreie Hilfe.

Der gestrige Tag zum Nachlesen

Dienstag, 14. April

US-Studie: Phasen der Distanz bis 2022 möglich

Im Kampf gegen das Coronavirus könnten in den USA einer Studie zufolge bis 2022 immer wieder Phasen von sozialer Distanz notwendig sein. Eine einzige solche Periode dürfte nicht ausreichen, um die Verbreitung des Virus SARS-CoV-2 mittelfristig auf einem für die Krankenhäuser zu schulternden Niveau zu halten, sagte Studienautor Stephen Kissler am Dienstag.

Sollte es keine anderen Behandlungsmethoden geben, müssten immer wieder Phasen der sozialen Distanz verhängt werden. Die Studie der Wissenschaftler der US-Universität Harvard, die im Fachmagazin "Science" veröffentlicht wurde, basiert auf Computermodellen zur Verbreitung des neuartigen Coronavirus. Die Untersuchung basiert auf der Annahme, dass Covid-19 wie die gewöhnliche Grippe künftig saisonal auftreten könnte, mit höheren Ansteckungsraten in den kälteren Monaten.

Eine massive Häufung von Erkrankungen würde Kliniken an ihre Belastungsgrenzen bringen oder überfordern, wie es derzeit der Fall ist, schreiben die Forscher. Maßnahmen wie Vorschriften zum Abstandhalten oder Ausgangsbeschränkungen sollen die Infektionskurve abflachen - und wären demnach vorerst immer wieder nötig.

Allerdings gibt es noch viele unbekannte Faktoren, etwa wann wirksame Medikamente oder ein Impfstoff verfügbar sind, wie die Studienautoren einräumen. Unklar ist auch, ob eine Infektion mit dem Virus bei genesenen Patienten zu Immunität führt - und wie lange diese anhalten würde.

23.21 Uhr: Not-Krankenhaus statt Eurovision-Song-Contest-Finale in der Ahoy-Arena

Die eigentlich für den diesjährigen Eurovision Song Contest vorgesehene Konzerthalle in Rotterdam wird wegen der Corona-Pandemie zum Not-Krankenhaus umgerüstet. Knapp hundert Krankenhaus-Betten würden in der Ahoy Arena aufgestellt, teilte am Dienstag der Gesundheitsdienst der niederländischen Stadt mit. Sie sollten ab Freitag für Patienten bereitstehen.

Die Halle wird zum Krankenlager Foto © (c) APA/AFP/ANP/PIETER STAM DE JONGE (PIETER STAM DE JONGE)

23.00 Uhr: US-Regierung mit Airlines über Milliardenhilfen einig

Die US-Regierung hat sich Insidern zufolge grundsätzlich mit den heimischen Fluggesellschaften auf ein Hilfspaket im Volumen von 25 Milliarden Dollar (23,01 Mrd. Euro) geeinigt. Das Geld solle bei der Zahlung von Löhnen helfen, sagten am Dienstag mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen. Eine Ankündigung werde im Laufe des Tages erwartet.

Es werde damit gerechnet, dass die sechs größten US-Gesellschaften - American Airlines, United Airlines, Delta, Southwest Airlines, JetBlue and Alaska Airlines - die Vereinbarung annehmen. Die Hoffnung auf die Hilfen hatte den Gesellschaften an der Wall Street deutlich Auftrieb gegeben. Die Branche erleidet wegen der Coronavirus-Epidemie hohe Verluste.

22.40 Uhr: Anschober lässt Gesetze und Verordnungen evaluieren

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat auf Kritik reagiert, wonach manche Regierungsmaßnahmen nicht rechtskonform gewesen sein sollen. In der "ZiB2" erklärte er, eine Experten-Gruppe schon am Dienstag zu sich ins Ministerium gebeten zu haben. Diese solle allfällige Unschärfen in Gesetzen, Verordnungen und Erlässen beraten, die man dann auch "selbstverständlich" bereinigen würde.

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22.37 Uhr: Paris bestellt chinesischen Botschafter wegen Corona-Äußerungen ein

Nach kritischen Äußerungen über den Umgang der europäischen Länder mit der Corona-Pandemie ist der chinesische Botschafter in Paris von der französischen Regierung einbestellt worden. Er habe seine "Missbilligung" über "einige kürzlich gemachte Äußerungen von Vertretern der chinesischen Botschaft in Frankreich deutlich gemacht", teilte Außenminister Jean-Yves Le Drian am Dienstagabend mit.

Diese Äußerungen stünden "nicht im Einklang mit der Qualität der bilateralen Beziehungen" zwischen Frankreich und China. "Es gibt keinen Raum für Polemik - und Frankreich setzt sich nachdrücklich für Einheit, Solidarität und größtmögliche internationale Zusammenarbeit ein", erklärte Le Drian in Hinblick auf die Corona-Pandemie.

22.25 Uhr: Kalifornien hält an Ausgangsbeschränkungen fest

Der kalifornische Gouverneur will an den umfangreichen Ausgangsbeschränkungen für die knapp 40 Millionen Einwohner des US-Westküstenstaates zunächst festhalten. Erst wenn die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern und auf den Intensivstationen sinke, könnten die Einschränkungen des öffentlichen Lebens gelockert werden, sagte Gouverneur Gavin Newsom am Dienstag.

22.21 Uhr: Erstmals binnen 24 Stunden mehr als 100 Tote in Türkei

Erstmals seit Beginn der Corona-Krise sind in der Türkei innerhalb von 24 Stunden mehr als hundert Menschen an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Es seien 107 Todesfälle und 4062 Neu-Infektionen registriert worden, teilte am Dienstagabend Gesundheitsminister Fahrettin Koca mit.

Er rief die Türken auf, die von der Regierung verhängten Ausgangs- und Kontaktsperren "ohne jede Ausnahme" einzuhalten.

22.12 Uhr: Deutschland: CDU/CSU verlieren auf hohem Niveau leicht

Für die deutschen Unionsparteien hat sich der Umfrage-Aufschwung der vergangenen Wochen im "Insa-Meinungstrend" zuletzt nicht mehr fortgesetzt. In der am Dienstagabend veröffentlichten Umfrage im Auftrag der "Bild"-Zeitung verlieren CDU und CSU gemeinsam einen halben Prozentpunkt gegenüber der Vorwoche und liegen bei 37,5 Prozent.

Im Vergleich zum Jahresanfang ist das weiterhin ein hoher Wert - vor dem Hintergrund der Corona-Krise hatte die Union in den vergangenen Wochen in Umfragen verschiedener Institute bei der Sonntagsfrage kräftig zugelegt. Der Chef des Meinungsforschungsinstituts Insa, Hermann Blinkert, sagte laut "Bild": "Erstmals seit acht Wochen verliert die Union Stimmen."

Die Grünen verlieren in der Umfrage zwei Punkte und kommen auf 16 Prozent - damit liegen sie gleichauf mit der SPD, die im Vergleich zur Vorwoche unverändert bleibt. Am stärksten zulegen kann in der Erhebung die FDP, für sie geht es 1,5 Punkte nach oben auf sieben Prozent. Die AfD gewinnt einen halben Punkt und kommt auf 10,5 Prozent, auch für die Linke geht es einen halben Punkt nach oben auf 7,5 Prozent. Sowohl die regierende Koalition aus Union und SPD als auch ein schwarz-grünes Bündnis hätte demnach eine Mehrheit.

22.10 Uhr: ZDF heute Journal zeigt die heutige Lage in Deutschland 

21.51 Uhr: Melania Trump rief Frau von Steinmeier an

Elke Büdenbender, die Frau des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, hat mit der First Lady der USA, Melania Trump, über die Lage in der Corona-Pandemie gesprochen. Melania Trump habe am Dienstag bei Büdenbender angerufen, um sich nach der Situation in Deutschland zu erkundigen, teilte das Bundespräsidialamt der Deutschen Presse-Agentur mit.

"Elke Büdenbender bedankte sich bei Melania Trump für diese besondere Geste transatlantischer Freundschaft und übermittelte ihre besten Wünsche: "Ich hoffe sehr, dass sich die Situation in Ihrem Land bald bessert und zum Guten wendet."

21.45 Uhr: Brüssel arbeitet an EU-weit koordinierter Reaktion auf Corona-Krise

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel stellen am Mittwoch (11.00 Uhr) gemeinsam ihre Pläne für eine koordinierte Antwort auf die Corona-Krise vor. Teil davon ist zum einen die "Ausstiegsstrategie" für die Rücknahme der in allen EU-Ländern verhängten Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Zum anderen geht es um eine mittel- und langfristige Reaktion auf die dramatischen wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Am Nachmittag (15.00 Uhr) tagen zudem die EU-Gesundheitsminister per Videokonferenz ebenfalls mit Fokus auf eine koordinierte Rückkehr zur Normalität im Zuge einer Abschwächung der Pandemie. Manche EU-Staaten, allen voran Österreich, haben bereits mit der schrittweisen Lockerung von Ausgangssperren begonnen.

21.40 Uhr: Südkorea wählt inmitten der Corona-Pandemie ein neues Parlament

Inmitten der Corona-Pandemie wird in Südkorea am Mittwoch ein neues Parlament gewählt. Mehr als 40 Millionen Menschen sind aufgerufen, unter strengsten Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen ihre Stimme abzugeben. Unter anderem sollen alle Wähler Schutzmasken tragen, an den Wahllokalen soll es Temperatur-Messstationen geben.

Der Urnengang gilt als Stimmungstest für Präsident Moon Jaen-in. Dieser war wegen seines Handelns in der Corona-Krise anfangs scharf kritisiert worden, inzwischen aber erfährt seine Politik in Umfragen viel Zustimmung. Südkorea war als eines der ersten Länder von der Corona-Pandemie betroffen, zeitweise gab es in dem Land die meisten Infektionen nach China. Inzwischen ist das Virus dank umfangreicher Tests und des konsequenten Aufspürens und Isolierens von Kontaktpersonen deutlich eingedämmt. Das ostasiatische Land gilt anderen Staaten als Vorbild im Umgang mit der Pandemie.

21.30 Uhr: Apple gibt Zugang zu Mobilitätstrends

Apple veröffentlicht Mobilitätstrends aus seinem Kartendienst, um Anhaltspunkte zum Erfolg von Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Coronavirus-Ausbreitung zu liefern. Grundlage ist die Anzahl der Anfragen nach Wegbeschreibungen in den Apple-Karten, wie der iPhone-Konzern am Dienstag mitteilte. Angegeben wird die Veränderung seit dem 13. Jänner dieses Jahres.

21.22 Uhr: Höchste Totenzahl in Frankreich innerhalb eines Tages

Mit mehr als 760 neuen Todesfällen hat Frankreich die bisher höchste Zahl an Covid-19-Todesfällen innerhalb eines Tages verzeichnet. Die Behörden meldeten am Dienstag 762 neue Todesfälle, womit die Gesamtzahl der Toten auf insgesamt 15.729 stieg.

5470 Menschen starben demnach allein in Altenheimen. Landesweit seien mehr als 100.000 Infektionsfälle bestätigt worden, sagte der Generaldirektor für Gesundheit, Jérôme Salomon.

Die Zahl der Intensivpatienten sei am sechsten Tag in Folge um 91 auf 6730 gesunken, sagte Salomon weiter. Trotzdem bleibe die Zahl der schwer erkrankten Menschen sehr hoch. Frankreich ist eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas. Staatspräsident Emmanuel Macron hat die seit Mitte März geltende landesweite Ausgangssperre bis zum 11. Mai verlängert.

21.20 Uhr: Videokonferenz der G7-Staatschefs am Donnerstag

Die USA kündigen für Donnerstag eine Videokonferenz der sieben führenden Industriestaaten (G7) unter der Leitung von Präsident Donald Trump an. Dabei soll es um eine Koordinierung der Maßnahmen gegen die Corona-Krise gehen, sagt ein Sprecher des Präsidialamts am Dienstag.

Die G7-Staats- und Regierungschefs hatten erstmals am 16. März per Video beraten. Auch Deutschland gehört der Gruppe an.

20.45 Uhr: Lockerungen als Erster Schritt zur "neuen Normalität"

 Vier Wochen nach Inkrafttreten der Covid-19-Maßnahmen in Österreich ist der "Shutdown" am Dienstag ein wenig gelockert worden. Während einige Geschäfte und viele Baumärkte fast gestürmt wurden, blieben die Bundesgärten eher leer. Die Regierung verlautbarte indes, dass die tägliche Testkapazität nun 10.000 erreicht hat. Dies werde verstärkt in Alters- und Pflegeheimen und Gesundheitsbereich genutzt.

Die Disziplin bei der Einhaltung der Maßnahmen werde zeigen, wie es mit den Lockerungen weitergeht und ob der Fahrplan zur sogenannten neuen Normalität halten wird, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei der wöchentlichen Pressekonferenz nach dem Ende der Osterfeiertage. Denn wenn sich die Zahlen in eine falsche Richtung entwickeln, "werden wir die Notbremse ziehen, die wir vorgesehen haben". Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) betonte, dass es in Summe durch die schrittweise Öffnung möglicherweise leichte Zuwächse geben wird. "Das Entscheidende ist, wir haben das Virus unter Kontrolle", sagte er.

Der erste Tag der Lockerung verlief weitgehend ruhig, bis auf wenige Ausnahmen: "Die Baumärkte bleiben offen. Man muss nicht alles heute besorgen", riet Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) zwar bei der Pressekonferenz - in den sozialen Medien kursierten indes einige Videos von langen Schlangen auf einem Parkplatz vor einer Wiener Hornbach-Filiale.

20.40 Uhr: Trump traf genesene Corona-Patienten im Weißen Haus

US-Präsident Donald Trump hat im Weißen Haus mehrere genesene Corona-Patienten empfangen und sie zu ihrem jeweiligen Krankheitsverlauf befragt. "Sie haben viel durchgemacht", sagte Trump zu Beginn des Treffens am Dienstag und bezeichnete das Coronavirus als "gemeine Seuche".

"Ich hatte Angst um mein Leben", berichtete Karen Whisett, eine demokratische Abgeordnete in Michigan. Sie erzählte dem Präsidenten auch, dass Familienangehörige trotz einer Infektion mit dem Coronavirus von mehreren Krankenhäusern abgewiesen worden seien.

Ein anderer Betroffener, Darshin Patel, berichtete, er habe im Laufe seiner Erkrankung gelernt, bestimmte Reizwörter wie "Fieber" zu benutzen, um von den Ärzten ernstgenommen zu werden und um schließlich einen Test zu bekommen. "Zu akzeptieren, dass ich es hatte, war, denke ich, das schwierigste", sagte er.

20.35 Uhr: In Tirol nur 19 Neuerkrankungen in 24 Stunden

In Tirol sind in den vergangenen 24 Stunden nur 19 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden, 61 sind hingegen wieder genesen. Damit waren mit Stand Dienstagabend 1.161 Personen infiziert und weitere 2.134 wieder genesen, teilte das Land mit. Von Montag- bis Dienstagabend waren zudem keine weiteren Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus zu verzeichnen.

Die Screening-Straße in Innsbruck übersiedelte mit Dienstag indes zur Olympiahalle, da die Kfz-Werkstätte am Baggersee, in welcher die Screening-Straße bisher zu finden war, wieder benötigt wird. Die Zufahrt zur neuen Screening-Straße erfolgt über den Parkplatz West am Gelände der Olympiaworld. Tirolweit wurden insgesamt sechs stationäre Einrichtungen für Screenings eingerichtet.

20.30 Uhr: Hausärzte sollen bei Bewertung von Risikopersonen wichtiger werden

Personen mit besonders hohem Risiko schwer an dem Coronavirus zu erkranken sollen die Möglichkeit zu Homeoffice oder eine Dienstfreistellung erhalten, gab die Regierung vor knapp zwei Wochen bekannt. Offen ist noch, wie diese Risikopatienten identifiziert werden sollen. Nun soll eine Lösung gefunden worden sein: Den Hausärzten soll eine tragende Rolle zukommen, berichtet der "Kurier".

Bereits in Kürze soll ein Leitfaden herausgegeben werden, in welchem verschiedene Krankheitsbilder aufgelistet werden, und der dem Arzt eine Handlungsanleitung bietet. Diese Liste sei von Fachleuten erstellt worden und soll dem Vernehmen nach sehr genau sein. Einfacher Bluthochdruck etwa reicht nicht aus, um in die Risikogruppe zu fallen, so der "Kurier".

20.03 Uhr: Promikoch Mörwald kritisiert Kurz & Co für Corona-Krisenmanagement

Der Promikoch, Restaurant- und Hotelbetreiber Toni Mörwald hat in einem Schreiben an Bundeskanzler Sebastian Kurz, Tourismusministerin Elisabeth Köstinger und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (alle ÖVP) mit den Corona-Hilfen der türkis-grünen Bundesregierung abgerechnet. Das Schreiben versetzt laut "Kurier" wegen "mit seiner total angriffigen Wortwahl" ins Staunen.

"Bitte verwendet nicht mehr 'wir haben sofort geholfen'"! Einfach gelogen! Unglaublicher Unsinn!", schreibt der Unternehmer laut dem Zeitungsbericht (online). In dieser Tonart werden demnach zehn Punkte aufgezählt, die Mörwald der Regierungsspitze an den Kopf werfe.

Unter anderem gehe es um Mörwalds heftigen Unmut über die Kurzarbeit. Ihn störe, dass der Staat nicht die gesamten Lohnkosten übernimmt. "Ihr habt per Gesetz unsere Betriebe geschlossen, daher bitte ich um den sofortigen Schadenersatz zu 100% und nicht zu 90 oder 80 oder 50%, einfach zu 100%".

19.46 Uhr: Warum Magnas Neustart ein Testlauf für ganz Europa ist

In Europa stehen fast alle Autofabriken still. Deshalb schaut die  Autobranche gerade jetzt auf Magna in Graz. Dort ist ein Teil des Werks – die Fertigung des Mercedes G – unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen hochgefahren worden. Mit 2500 Mitarbeitern, auch jenen aus Slowenien und Ungarn. Unser Kollege Didi Hubmann war exklusiv vor Ort.

19.38 Uhr: Daniel Brühl setzt in Corona-Krise auf tröstende Lyrik und Instagram

Der deutscher Schauspieler Daniel Brühl (41) lädt dazu ein, während der Krise online Gedichte zu teilen. Bei Instagram las er zum Beispiel "Frühling" von Else Lasker-Schüler und "Morning at the Window" von T. S. Eliot. "Poesie und Lyrik haben etwas Tröstendes in diesen schweren Zeiten", ließ er am Dienstag über eine Filmagentur mitteilen.

Die Idee sei ihm gekommen, als er bei seiner Lieblingsbuchhandlung zur Unterstützung Bücher bestellt habe. Auf dem Account @poetryforlocals und unter dem Hashtag #poetryforlocals könne jeder sein Lieblingsgedicht posten oder vortragen. Und damit auch dazu aufrufen, einen Shop, ein Cafe oder Restaurant in der Nachbarschaft zu unterstützen, oder einfach "Grüße an die Liebsten senden".

19.24 Uhr: Abholzung in Amazonien nahm während Corona-Krise enorm zu

Im Schatten der Covid-19-Pandemie ist die Abholzung in Amazonien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 50 Prozent gestiegen. Darauf deuten brasilianischen Medienberichten zufolge die vorläufigen Zahlen des Nationalen Instituts für Weltraumforschung (Inpe) für die ersten drei Monate dieses Jahres hin.

Das Inpe wertet Satellitenbilder aus, um Abholzung und Brandrodung zu erfassen. Mit einer schnellen Erhebung untersucht es die Veränderungen des Waldes in Echtzeit. Die Zahlen des Inpe geben so auch einen Hinweis darauf, wie sich die offizielle Entwaldungsrate bezogen auf ein Jahr entwickeln könnte. Die Rate bezieht sich auf den Zeitraum von August bis Juli.

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19.17 Uhr: USA: Shutdown kostet Wirtschaft täglich Milliarden

Die Kontaktbeschränkungen im Kampf gegen die Viruskrise kosten die US-Wirtschaft nach Einschätzung eines führenden US-Währungshüters pro Tag viele Milliarden Dollar. Täglich seien das vielleicht rund 25 Mrd. Dollar (23,01 Mrd. Euro) an entgangener Wirtschaftsleistung, sagte der Chef des Fed-Bezirks von St. Louis, James Bullard, am Dienstag.

Diese Politik könne daher nicht ewig beibehalten werden. Das Land benötige unbedingt eine Ausweitung der Tests auf das Coronavirus sowie Strategien zum Risikomanagement, um die Wirtschaftsaktivitäten wieder hochzufahren.

Ein Neustart der Wirtschaft werde aber nicht kraft "Verkündung" irgendeines Politikers erfolgen, sagte Bullard. Haushalte und Unternehmen müssten Wege finden, das tägliche Leben wieder aufzunehmen "wissend, dass der Virus da draußen ist." Entscheidend seien umfangreiche Tests auf den Erreger oder andere Maßnahmen, um die mit dem Virus einhergehenden Gefahren zu verringern.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet aktuell damit, dass die US-Wirtschaft wegen der Virus-Krise in diesem Jahr um 5,9 Prozent schrumpfen wird. US-Präsident Donald Trump will sich nach den Worten von Wirtschaftsberater Larry Kudlow in den nächsten ein bis zwei Tagen zum Neustart der amerikanischen Wirtschaft äußern.

18.50 Uhr: Tägliche Anzahl der Toten in Italien stieg wieder an

In Italien ist am Dienstag die Zahl der täglich gemeldeten Todesopfer wieder gestiegen. 602 Todesfälle wurden innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, womit die Gesamtbilanz der Gestorbenen seit Beginn der Ausbreitung in Italien auf 21.067 Opfer anwuchs, teilte der italienische Zivilschutz am Dienstag mit.

Die Zahl der Infizierten stieg auf 104.291. Die Zahl der neuen Infizierten erreichte den niedrigsten Stand seit Ausbruch der Epidemie. 28.011 Covid-19-Kranke liegen in den italienischen Spitälern, davon 3.186 auf der Intensivstation, 74 weniger als am Montag. Die Zahl der Patienten in Heimisolierung betrug 73.094 Personen, das sind circa 70 Prozent aller positiv getesteten Personen. Die Zahl der Genesenen stieg auf 37.130.

18.46 Uhr: Filmfestival Cannes heuer in anderer Form

Das Filmfestival Cannes wird heuer definitiv nicht in der ursprünglichen Form stattfinden. Nach der gestrigen Rede des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron sei die angedachte Verschiebung auf Ende Juni oder Anfang Juli keine Option mehr, hieß es am Dienstag in einer Presseerklärung des Festivals.

Dennoch suche man intensiv nach einer Möglichkeit, das Festival und seine verschiedenen Teile wie den Marché du Film oder die Parallelsektionen Semaine de la Critique und Quinzaine des Réalisateurs in der einen oder anderen Form realisieren zu können, hieß es. Die allererste Priorität müsse aber die Lösung der durch das Coronavirus verursachten Gesundheitskrise haben. Man hoffe trotzdem bald über die voraussichtliche Gestalt der Festival-Ausgabe 2020 Bescheid geben zu können.

18.30 Uhr: Trump wirft US-Gouverneuren "Meuterei" vor

US-Präsident Donald Trump hat Gouverneuren im Streit um mögliche Lockerungen der strengen Corona-Regelungen eine "Meuterei" vorgeworfen. Der Gouverneur von New York stellte sich offen gegen Trump. Er würde einer Anordnung des Republikaners nicht Folge leisten, wenn sie die Bürger seines Bundesstaates gefährden würde, sagte der Demokrat Andrew Cuomo am Dienstag dem Sender CNN.

Trump schrieb am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter in ironischem Tonfall, der Abenteuerfilm "Meuterei auf der Bounty" sei einer seiner Lieblingsfilme. Eine "gute, altmodische Meuterei ab und an" sei "aufregend und belebend anzuschauen, insbesondere wenn die Meuterer so viel vom Kapitän benötigen". Das sei "zu einfach".

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18.21 Uhr: EU-Leitlinien: Mülltrennung auch für Patienten daheim

Vorsicht beim Umgang mit Müll von Corona-Patienten: Taschentücher, Atemmasken und ähnliche Wegwerfartikel sollten auch bei einer Behandlung zuhause getrennt gesammelt und in Müllsäcken verschlossen werden. Diese Empfehlung gehört zu den am Dienstag publizierten Leitlinien zur Entsorgung von Müll in der Corona-Krise der EU-Kommission.

Die Richtlinien der EU

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Zwar sehe die EU-Gesundheitsbehörde ECDC keinen Hinweis auf ein Infektionsrisiko bei üblicher Entsorgung, heißt es darin. Dennoch würden spezielle Vorkehrungen empfohlen. So sollte im Zimmer eines Corona-Patienten zuhause ein eigener Abfallbehälter stehen. Schutzkleidung oder Handschuhe von Betreuern sollten getrennt davon ebenfalls im Zimmer des Patienten gesammelt werden. Sind die Sackerln erst verschlossen, müssten sie aber nicht getrennt entsorgt werden.

Insgesamt kämpften die Müllentsorger in der EU mit einigen Schwierigkeiten, so die EU-Kommission. Dazu gehörten auch Personalmangel und die erhöhte Menge medizinischer Abfälle. Die regelmäßige Abholung von Haus- und Biomüll müsse aber sichergestellt werden, um Gesundheitsrisiken zu vermeiden, heißt es in den Leitlinien. Abfalltrennung sei wichtiger denn je, damit nur unbedenkliche Abfälle ins Recycling kämen.

18.00 Uhr: Nur ein neuer Coronavirus-Fall in Vorarlberg

In Vorarlberg ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen am Dienstag um lediglich einen Fall auf 858 angewachsen. 33 Erkrankte befanden sich in Spitalsbehandlung, davon zehn auf der Intensivstation, informierte die Landessanitätsdirektion. Bisher sind in Vorarlberg sieben Personen mit oder an einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Von den bis jetzt durchgeführten 6.596 Testungen brachten 5.738 ein negatives Ergebnis. Laut Sozialministerium galten in Vorarlberg am Dienstag 637 Personen als wieder genesen.

17.51 Uhr: Keine neuen Todesfälle in Oberösterreich 

In Oberösterreich waren am Dienstag den zweiten Tag in Folge keine neuen Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 zu beklagen. Auch die sonstigen Zahlen waren weitgehend positiv. Kurzfristig bestand aber die Befürchtung, dass Flüchtlinge, die beim Versuch die Grenze nach Deutschland zu queren aufgegriffen worden waren, infiziert sein könnten. Am Abend gab es dann Entwarnung.

17.45 Uhr: Zahl der Todesfälle in Großbritannien bei über 12.000 

Mit mehr als 770 neuen Todesfällen innerhalb eines Tages ist die Zahl der in Großbritannien an der Lungenkrankheit Covid-19 verstorbenen Menschen auf insgesamt mehr als 12.000 gestiegen. Die britische Regierung meldete am Dienstag 778 neue Todesopfer, womit die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle anstieg. Einen Tag zuvor hatten die Behörden noch 717 neue Todesfälle registriert.

17.43 Uhr: Kam Coronavirus aus dem Labor? Warum das nicht plausibel ist!

Die Hypothese kam fast zeitgleich mit dem Erreger auf: Seit Monaten schwirrt die Behauptung herum, das neuartige Coronavirus sei gar nicht natürlichen Ursprungs, sondern menschengemacht - als eine Art Biowaffe. Ist da etwas dran?

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17.08 Uhr: Bundesgärten wieder geöffnet - Andrang war überschaubar 

Nach wochenlanger Aufregung war es am Dienstag so weit: Die im Zuge der Covid-Ausgangsbeschränkungen geschlossenen Bundesgärten wurden geöffnet. Sämtliche Anlagen in Wien und Innsbruck sind wieder frei zugänglich. Allerdings gab es Kontrollen bei den Einlässen. Und auch so manch geschlossenes Tor sorgte für Unmut, wobei der Andrang generell gering ausfiel.

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17.01 Uhr: UNO unterstützt Kampf gegen Virus in Afrika 

Um afrikanische Länder im Kampf gegen Covid-19 zu unterstützen, hat die UNO ein Logistik-Zentrum für den Transport von medizinischer Ausrüstung in Äthiopien eingerichtet. Von Addis Abeba aus würden Flugzeuge des Welternährungsprogramms (WFP) mit Ausstattung wie Masken, Handschuhen und Beatmungsgeräten von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 32 Länder Afrikas anfliegen, teilte das WFP mit.

Der erste Flieger werde voraussichtlich noch am Dienstag nach Dschibuti am Horn von Afrika fliegen. Man hoffe, künftig auch medizinisches Personal zu befördern und medizinische Notevakuierungen durchzuführen. Unterstützt wird die Initiative von der Regierung Äthiopiens und der Afrikanischen Union (AU).

Fast alle afrikanische Staaten haben nun Fälle von Covid-19 bestätigt. Viele Länder haben schwache Gesundheitssysteme und nicht ausreichend Mittel, um etwa genug medizinische Ausrüstung zu beschaffen. Die Sorge ist groß, wie diese Staaten die Ausbreitung des Coronavirus bewältigen werden.

16.52 Uhr: Deutschland ist in Corona-Zeiten sicherstes Land in Europa

In der Corona-Krise ist Deutschland nach der Analyse einer britischen Denkfabrik das sicherste Land in Europa. Weltweit liegt die Bundesrepublik nach einem Vergleich der Deep Knowledge Group (DKG) auf Platz zwei. Israel führt das globale Ranking an, Österreich landetet auf Platz zwölf, ist aber im Europa-Vergleich Dritter. Insgesamt 40 Staaten wurden in dem Ranking gelistet.

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16.45 Uhr: Kurz-Aussagen sorgen bei Opposition für Wirbel

Die Opposition hat Kritik an Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wegen dessen Äußerungen zur Verfassungskonformität der Covid-Gesetze geübt. Kurz hatte am Dienstag klar gemacht, dass er keine Reparatur der eilig beschlossenen Gesetze und Verordnungen, die möglicherweise nicht verfassungskonform sind, plant, weil diese ohnehin nicht auf Dauer gelten sollen.

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16.37 Uhr: Österreicher leben seit Krise laut Umfrage gesünder 

Glaubt man den Eigenangaben der Österreicher, so leben rund zwei Drittel seit der Coronakrise gesünder. Sie machen allerdings weniger Sport als vor der Krise. Zudem werden häufiger frische Speisen zubereitet, Essen bewusster zu sich genommen und ein Viertel der Befragten achtet auch mehr auf die Körperhygiene.

16.34 Uhr: WHO warnt: Alkohol schützt nicht gegen Virus 

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO räumt mit der mancherorts verbreiteten Annahme auf, alkoholische Getränke könnten gegen das neuartige Coronavirus schützen. "Angst und Fehlinformationen haben einen gefährlichen Mythos erzeugt, dass der Konsum von hochprozentigem Alkohol das Covid-19-Virus abtöten kann. Das tut er nicht", teilte das Regionalbüro am Dienstag in Kopenhagen mit.

Vielmehr solle der Zugang zu alkoholischen Getränken während der Zeit von strikten Corona-Maßnahmen wie Ausgangssperren und Selbstisolation beschränkt werden, mahnte die Organisation an. Es sei schließlich bekannt, dass Alkohol schlecht für die Gesundheit im Allgemeinen sei und das Risiko von Verletzungen und Gewalt erhöhe. Der Alkoholkonsum werde zudem mit einer Reihe von Erkrankungen in Verbindung gebracht, die eine Person anfälliger für Covid-19 machen könnten. "Deshalb sollten Menschen ihren Alkoholkonsum zu jeder Zeit und besonders während der Covid-19-Pandemie minimieren." Alkohol ist nach WHO-Angaben jährlich weltweit für drei Millionen Todesfälle verantwortlich, rund eine Million davon in der europäischen Region.

16.31 Uhr: Lombardei denkt an Start der "Phase 2" im Mai 

Während die Zahl der Covid-19-Infektionen sinkt, denkt die Lombardei an die "Phase 2" im Kampf gegen die Pandemie - die Wiederaufnahme der produktiven Tätigkeiten und die Lockerung der Ausgangssperre ab dem 4. Mai. "Wir sind in einer positiven Phase. Wir bereiten uns auf eine Wiederöffnung vor", sagte der Gesundheitsbeauftragte der italienischen Region, Giulio Gallera, dem TV-Sender "SkyTg24".

"Die Lage in der Lombardei ist heute wesentlich besser. Die Zahl der neuen Infizierten und der Patienten auf der Intensivstation ist rückläufig", erklärte Gallera. Jetzt sei es wichtig, die Zahl der neuen Infektionen in Mailand zu drücken, wo weiterhin ein Zuwachs gemeldet wurde.

Die Gesundheitsberufe zahlen in Italien einen hohen Preis für ihren Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie. Weitere sechs Ärzte sind zuletzt der Lungenkrankheit Covid-19 erlegen. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Epidemie am 20. Februar gestorbenen Ärzte auf 115, berichtete die italienische Ärztekammer. Hinzu starben acht Apotheker.

16.30 Uhr: Turkish Airlines verlängert Flugstopp

Die halbstaatliche Fluggesellschaft Turkish Airlines hat ihren Flugstopp wegen der Coronavirus-Krise verlängert. Internationale Flüge würden bis 20. Mai ausgesetzt, teilte die türkische Airline am Dienstag mit. Die Maßnahme galt zuvor bis 1. Mai. Inlandsflüge sollen demnach nach jetziger Planung am 1. Mai wieder aufgenommen werden.

16.18 Uhr: Keine Ausnahme für Gassigehen mit Schildkröte in Rom

Gassigehen mit der Schildkröte wollten Polizisten in Rom nicht als Ausnahme für die weiterhin geltende Corona-Ausgangssperre gelten lassen - und haben einer 60-jährigen Frau dafür eine saftige Strafe aufgebrummt. Die Frau habe eine "einzigartige Rechtfertigung" für ihren Spaziergang am Ostermontag vorgebracht, teilte die Polizei am Dienstag mit. Sie habe ihre Schildkröte spazieren führen wollen. Die Beamten warfen der 60-Jährigen jedoch vor, "ohne gerechtfertigten Grund" das Haus verlassen zu haben. Deswegen müsse sie 400 Euro Strafe zahlen, sagte der Beamte Nunzio Carbone.

16.11 Uhr: Schulen in Island bald zurück im Normalbetrieb 

Island will als drittes Land Skandinaviens nach Dänemark und Norwegen seine in der Corona-Krise ergriffenen Maßnahmen lockern. Ab dem 4. Mai sollen die bisher mit Einschränkungen geöffneten Schulen im Land wieder zum Normalbetrieb zurückkehren, wie Ministerpräsidentin Katrin Jakobsdottir und Gesundheitsministerin Svandis Svavarsdottir am Dienstag bekanntgaben. 

16.07 Uhr: Auch Nacktbadende müssen in Tschechien Mundschutz tragen 

Ein FKK-Strand an einem Baggersee in Tschechien hat es in Corona-Zeiten zu weltweiter Berühmtheit gebracht. Selbst der US-Nachrichtensender CNN berichtete inzwischen über einen Aufruf der örtlichen Polizei an die Nacktbadenden, doch bitte einen Mundschutz zu tragen. Unter dem Motto "Nackter Körper - Ja, unverhüllter Mund - Nein" hatten die Ordnungshüter ihre Ermahnung ins Internet gestellt.

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16:02 Uhr: ABC-Soldaten desinfizierten NÖ Landtagssaal 

Zwei Trupps der ABC-Abwehrkompanie aus Mautern haben am Dienstag laut Bundesheer den Sitzungssaal des NÖ Landtags in St. Pölten desinfiziert. Die Mandatare treten am Donnerstag zusammen, um das "NÖ Covid-19-Gesetz" zu beschließen. Statt 56 Abgeordneten werden in Zeiten des Coronavirus nur 39 anwesend sein. Experten der ABC-Abwehreinheiten des Bundesheeres hätten den Sitzungssaal einer Grundreinigung unterzogen,

15.58 Uhr: Morgen Entscheidung bei Quarantäne über Altenmarkt 

Im Seniorenwohnheim Altenmarkt im Salzburger Pongau sind am Dienstag bei den Bewohnern und Mitarbeitern Coronatest-Abstriche genommen worden. Die Ergebnisse lagen am Nachmittag noch nicht vor, hieß es im Büro von Gesundheitsreferent LHStv. Christian Stöckl (ÖVP). Sie sind Basis für die Entscheidung, ob die bis Mittwoch befristete Quarantäne über die Gemeinde verlängert wird oder ausläuft. 

15.55 Uhr: EU-Kommission präsentiert am Mittwoch Exit-Strategie 

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wird morgen den "Fahrplan" mit Empfehlungen für EU-Staaten für einen stufenweisen Ausstieg aus den Notfallmaßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie vorstellen. Das kündigte ihr Sprecher Eric Mamer am Dienstag an. Ursprünglich hätte der Plan bereits vor Ostern vorgestellt werden sollen, auf Drängen einiger Mitgliedsländer wurde dies aber verschoben.

15.51 Uhr: Merkel und Länderchefs stellen Weichen

Der Kampf gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie tritt am Mittwoch in eine neue Phase: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen dann über erste Lockerungen der strengen Corona-Regelungen entscheiden, die in der derzeitigen Form bis zum 19. April befristet sind. 

15.31 Uhr: Schweden jetzt mit mehr als 1.000 Todesfällen 

In Schweden sind mittlerweile mehr als 1.000 Menschen mit Covid-19-Erkrankung gestorben. Bis zum frühen Dienstagnachmittag gab es in dem skandinavischen EU-Land 11.445 bestätigte Infektionen und 1.033 Todesfälle, wie aus Zahlen der schwedischen Gesundheitsbehörde hervorging.

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15.28 Uhr: Transparente Masken für Gehörlose in Spanien 

Eine Gruppe freiwilliger Helfer hat im südspanischen Jerez de la Frontera mit der Produktion von Schutzmasken für Gehörlose begonnen. Diese haben einen Rahmen aus Stoff, der Mittelteil ist aber aus transparentem Kunststoff, der den Mund sichtbar macht.

Gehörlose oder Menschen, die nur eingeschränkt hören können, müssen zur besseren Verständigung neben der Gebärdensprache auch die Lippen ihres Gegenüber lesen können. Das können sie aber derzeit meist nicht, weil immer mehr Menschen sich im Kampf gegen das Coronavirus mit Mundschutz oder Masken schützen.

15.26 Uhr: Zahl neuer Todesfälle in den USA vorerst rückläufig 

Die Zahl neu erfasster Corona-Todesfälle in den USA ist zuletzt gesunken. Am vergangenen Freitag war in den Vereinigten Staaten der international bisher höchste bekannte Wert registriert worden: Innerhalb von 24 Stunden waren laut Daten der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität mehr als 2.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

Seitdem gingen die Zahlen in den USA über mehrere Tage nach unten. Nach dem Höchstwert von 2.108 Todesfällen am Freitag wurden in den vergangenen Tagen USA-weit innerhalb von 24 Stunden jeweils 1.877, 1.557 und zuletzt 1.509 neue Todesfälle erfasst. Ob damit bereits eine längerfristige Trendwende eingeleitet ist, ist jedoch unklar.

Die Vereinigten Staaten sind gemessen an absoluten Zahlen aus den offiziellen Statistiken derzeit das weltweit am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land. Mehr als eine halbe Million Infektionen und mehr als 23.000 Tote sind offiziell erfasst. Wie für viele Länder gehen Experten auch für die USA von einer sehr hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle aus.

15.21 Uhr: Broadway-Star macht New Yorkern Mut 

Broadway-Shows sind in der Corona-Krise geschlossen, doch das hält den New Yorker Musicalstar Brian Stokes Mitchell nicht von seinem täglichen Auftritt ab.

15.13 Uhr: Coronavirus zwingt Schüler aufs Meer: Heimfahrt mit Segelschiff 

Sechs Wochen auf einem Segelboot durch die Karibik? Dazu Schulunterricht an Bord? Das klingt wie ein unvergessliches Abenteuer. Als 25 niederländische Schüler Anfang März in Amsterdam ins Flugzeug stiegen, konnte keiner ahnen, wie unvergesslich diese Reise werden sollte. Durch die Corona-Krise saßen die Schüler plötzlich fest.

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14.49 Uhr: Der "Tik Tok Doc" hellt die Stimmung auf

Bilder aus US-Krankenhäusern verheißen derzeit meist nichts Gutes. Anders die Videos des jungen US-Arztes Jason Campbell. Die Tanz-Clips des "Tik Tok Doc" mit Mundschutz und OP-Kleidung begeistern Hunderttausende und hellen die Stimmung in der Corona-Krise zumindest für ein paar Augenblicke etwas auf.

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14.46 Uhr: Sanofi und Glaxo arbeiten gemeinsam an Impfstoff 

Die Pharmakonzerne Sanofi und GlaxoSmithKline wollen gemeinsam an einem Impfstoff gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 arbeiten. Erste klinische Tests für einen Kandidaten sollen in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres beginnen, wie es bei der Vorstellung der Pläne am Dienstag von Sanofi hieß. Sollten diese erfolgreich verlaufen, könne ein Impfstoff in der zweiten Jahreshälfte 2021 verfügbar sein. 

14.41 Uhr: IWF senkt Prognosen wie noch nie

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat wegen der Coronakrise seine Schätzungen für die Weltwirtschaft innerhalb weniger Monate so stark gesenkt wie nie zuvor. "Die Welt hat sich in den vergangenen drei Monaten dramatisch verändert", hieß es am Dienstag im IWF-Weltwirtschaftsausblick. 2020 werde vermutlich die schlimmste Rezession seit der Großen Depression in den 1930er Jahren bringen.

14.38 Uhr: Mehr als 120.000 Covid-19-Tote weltweit 

Die Zahl der Todesopfer ist in der Coronavirus-Krise weltweit auf mehr als 120.000 gestiegen. Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP vom Dienstag erlagen nach Behördenangaben inzwischen 120.013 Menschen dem neuartigen Coronavirus, das im Dezember erstmals in China bei Menschen festgestellt worden war.

Der am stärksten von der Pandemie betroffene Kontinent ist Europa mit fast 81.500 Todesopfern. Das sind fast 70 Prozent der Toten weltweit. Die Vereinigten Staaten sind mit 23.649 Toten das am stärksten betroffene Land der Welt, gefolgt von Italien mit 20.465 Toten, Spanien mit 18.056 Todesfällen und Frankreich mit fast 15.000 Corona-Toten.

14.36 Uhr: Undisziplinierter Italiener sammelte neun Strafzettel 

Ein undisziplinierte Ingenieur aus der italienischen Adria-Stadt Riccione ist schon neun Mal wegen Verstößen gegen die Ausgangssperre bestraft worden.

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14.31 Uhr: Mehr als 200 Menschen in Altersheim in Ungarn infiziert

In einem Altersheim in Budapest haben sich inzwischen mehr als 200 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Zehn Senioren starben bisher, wie Ungarns oberste Amtsärztin Cecilia Müller am Dienstag in Budapest bekannt gab. Der Ausbruch in dem Heim im Stadtteil Rakoskeresztur war in der Vorwoche bekannt geworden. Müller hatte am Donnerstag von mehr als 100 Erkrankten und fünf Toten gesprochen.

14.25 Uhr: Härtefallfonds: Anträge für zweite Phase ab 20. April möglich 

Die zweite Phase beim Härtefallfonds für Selbstständige startet nächste Woche. Das Geld - bis zu 2.000 Euro drei Monate lang - soll ab 20. April online beantragt werden können, teilte die Wirtschaftskammer am Dienstag mit. Das Finanzministerium hat zuvor die Richtlinien dafür fertiggestellt. Insgesamt steht für betroffene Kleinunternehmer ein 2 Mrd. Euro schwerer Fördertopf zur Verfügung.

14.17 Uhr: Papstbrief zu Grundgehalt sorgt für Aufsehen 

Papst Franziskus sorgt mit einem Vorschlag, einkommensschwachen Berufstätigen nach Überwindung der Corona-Krise ein Grundeinkommen zuzugestehen, für viel Aufstehen.

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14.08 Uhr: Bundesheer reduziert vorübergehend Auslands-Truppen

Das Bundesheer reduziert als Reaktion auf die Corona-Krise vorübergehend die Einsatzstärken der Auslandseinsatzkontingente. Dies geschehe "im Gleichklang mit anderen europäischen Truppenstellern und in Absprache mit den internationalen Organisationen", so das Verteidigungsministerium am Dienstag in einer Aussendung. Die Einsatzfähigkeit der jeweiligen Missionen blieben weiterhin sichergestellt. 

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14.02 Uhr: Wiener Taxilenker kaufen nun auch für Kunden ein

Botenfahrten per Taxi sind nicht neu und boomen derzeit. Nun ist es jedoch möglich, den Lenker auch gleich den Einkauf besorgen zu lassen. Der Taxidienst 31300 bietet in Wien ein entsprechendes Service an. Der Fahrer holt dabei die Wunschliste direkt vom Kunden, begibt sich zum nächsten Nahversorger oder Supermarkt und kauft die bestellten Artikel ein, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Verrechnet werden dabei eine Fahrt um 13 Euro sowie ein Pauschalbetrag von 10 Euro für die Zeit des Einkaufs.

13.58 Uhr: Vier Verkehrstote am Osterwochenende 

Von Karfreitag bis Ostermontag sind bei Verkehrsunfällen auf Österreichs Straßen vier Menschen getötet worden. Im Vergleich zum Vorjahr gab es am heurigen Osterwochenende auch bedingt durch die derzeitige Coronavirus-Pandemie einen deutlichen Rückgang bei Unfällen, Verletzten, Toten, Geschwindigkeitsübertretungen sowie angezeigte alkoholisierte Lenker, so die Daten des Innenministeriums.

So passierten an diesen vier Tagen österreichweit 164 Unfälle, 2019 waren es noch 406 gewesen. Dabei gab es heuer 171 Verletzte (2019: 490) und vier Tote (2019: acht).

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13.44 Uhr: 2.246 Anzeigen und 380 Organmandate über Ostern

Am Osterwochenende sind von Samstag bis einschließlich Montag österreichweit 2.246 Anzeigen und 380 Organstrafverfügungen wegen Verstößen gegen das Covid-19-Maßnahmengesetz von der Polizei ausgestellt worden. Das sagte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) bei der Regierungspressekonferenz am Dienstag. "Die Menschen haben sich vorbildlich daran gehalten", betonte der Minister.

13.41 Uhr: Neugeborene in Bangkok bekommen Gesichtsschutz

Um sie vor dem neuartigen Coronavirus abzuschirmen, bekommen Babys auf den Entbindungsstationen in Bangkok einen eigens gefertigten Gesichtsschutz.

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13.35 Uhr: Vatikan verlängert Vorsichtsmaßnahmen bis 3. Mai 

Der Heilige Stuhl hat am Dienstag erneut alle aufgrund der Corona-Pandemie getroffenen Sicherheitsmaßnahmen verlängert, wie der Vatikan bekannt gab. So passt sich der Vatikan an die am Freitag von Italien beschlossenen Verlängerung des Lockdowns an. Der Vatikan hat bisher acht Infektionsfälle gemeldet. 

13.31 Uhr: WHO warnt: Pandemie-Höhepunkt noch nicht erreicht 

Der Höhepunkt der Coronavirus-Pandemie ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch nicht erreicht. 90 Prozent aller Fälle würden in Europa und den USA registriert, sagte eine WHO-Sprecherin. In Europa gebe es ein gemischtes Bild: In einigen Ländern lasse die Ausbreitung des Virus leicht nach. Großbritannien und die Türkei dagegen verzeichneten weiter einen Anstieg der Fälle.

In China bestehe die größte Gefahr darin, dass das Virus aus anderen Ländern eingeschleppt werde. Mit einem Impfstoff solle man nicht vor einem Jahr oder noch später rechnen, so die WHO.

13.25 Uhr: Tour-de-France-Start am 27. Juni nicht möglich 

Die Organisatoren der Tour de France arbeiten an einer Verschiebung des Rad-Klassikers. Ein Start wie geplant am 27. Juni in Nizza sei nicht mehr möglich, teilten die Veranstalter der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag mit.

13.18 Uhr: Zuwachsraten in Spanien werden immer kleiner 

Der Coronavirus-Hotspot Spanien erzielt im Kampf gegen die Pandemie weiterhin Erfolge. Das vom Erreger SARS-CoV-2 schwer betroffene Land meldete am Dienstag mit 1,8 Prozent die niedrigste Zuwachsrate bei den Neuansteckungen seit Beginn der Krise. Das sind 0,3 Prozentpunkte weniger als am Vortag, obwohl wegen des sogenannten Wochenendeffekts ein Anstieg in Vergleich zum Montag erwartet worden war.

Vor zwei Wochen lag die Rate noch bei über 20 Prozent. In ganz Spanien gilt seit gut vier Wochen und noch mindestens bis Mitternacht des 25. April eine sehr strenge Ausgangssperre.

13.12 Uhr: Tägliche Testkapazität auf 10.000 erhöht 

Die tägliche Testkapazität auf das Coronavirus in Österreich liegt mittlerweile bei 10.000. Dafür gebe es genug Reagenzien, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Dienstag. Wie bereits mehrfach angekündigt, sollen weiter bzw. nunmehr zielgruppenorientiert einerseits Mitarbeiter in Gesundheitsbereich und im Handel sowie Personal und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen getestet werden.

13.07 Uhr: 20.000 OP-Masken aus China im Burgenland eingetroffen 

20.000 OP-Masken aus China sind am Dienstag in Eisenstadt eingetroffen. Bei den Masken handle es sich um ein Geschenk der chinesischen Partnerregion Hunan, betonte die burgenländische Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf (SPÖ) in einer Aussendung. Sie seien in Kooperation mit dem Außenministerium auf dem Luftweg nach Österreich transportiert worden.

12:55 Uhr: Schrittweise Lockerung in mehreren Ländern Europas 

Frankreich hat wegen der Corona-Krise die Ausgangssperre um vier Wochen verlängert, die deutsche Regierung berät am Mittwoch über eine Lockerung der Schutzmaßnahmen. Andere europäische Staaten haben bereits erste vorsichtige Schritte in Richtung einer Normalisierung unternommen. In Österreich begann mit der Teilöffnung des Handels die "zweite Etappe" im Kampf gegen das Virus.

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12.48 Uhr:  Deutscher Handel drängt auf möglichst rasche Öffnung der Geschäfte 

Der deutsche Einzelhandel drängt auf eine möglichst rasche Öffnung aller Geschäfte. "Der Einzelhandel muss flächendeckend wieder öffnen dürfen, sobald dies gesundheitspolitisch vertretbar ist", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Wenn die Geschäfte in den Innenstädten noch lange flächendeckend geschlossen bleiben müssten, drohe "eine gewaltige Pleitewelle und somit ein bleibender Schaden für unsere vitalen Stadtzentren", warnte Genth einen Tag vor der für Mittwoch erwarteten Entscheidung von Bund und Ländern über eine Lockerung der strengen Regeln in der Coronakrise.

12.47 Uhr: Rosenbauer macht aus Feuerwehrhelm Gesichtsschutz 

Der oö. Feuerwehrausstatter Rosenbauer hat einen auf einem Feuerwehrhelm basierenden Gesichtsschutz entwickelt, der Menschen mit viel sozialem Kontakt in Coronazeiten helfen soll sich zu schützen. Allerdings: Das ab 20. April um 20 Euro netto erhältliche Teil sei "keine persönliche Schutzausrüstung", die "Verwendung erfolgt in ausschließlicher Verantwortung der Träger", wird betont.

Der Gesichtsschutz Foto © ROSENBAUER

Gedacht ist das Produkt laut Unternehmen für alle, die häufig Kontakt mit anderen Personen haben - etwa Handelsangestellte, Paketzusteller, Einsatzkräfte oder Beschäftigte im Gesundheitswesen. Der Helm lasse sich werkzeuglos - auch mit Handschuhen - verstellen, sei gut durchlüftet und soll auch für Brillenträger geeignet sein. Die komplette Einheit könne einfach gereinigt und desinfiziert werden, so Rosenbauer. Die Nachfrage sei groß.

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12.44 Uhr: Coronavirus macht PC-Branche zu schaffen 

Die PC-Branche hat zum Jahresauftakt nach ersten Berechnungen der Marktforscher von Gartner infolge der Coronakrise den größten Einbruch seit 2013 verbucht. Erst habe der Produktionsstopp in China im Jänner die Geschäfte gelähmt. Dann konnte die Branche der weltweit gestiegenen Nachfrage für Equipment für Unterricht und Arbeit von Zuhause nicht nachkommen, erklärten die Marktforscher. "Der wichtigste Einflussfaktor für den Rückgang der PC-Auslieferung war der Ausbruch des Coronavirus, der zu Störungen bei Angebot und Nachfrage von PCs führte", sagte Gartner-Forschungsdirektor Mikako Kitagawa.

Nach vorläufigen Ergebnissen von Gartner sank der weltweite PC-Absatz im ersten Quartal um 12,3 Prozent auf 51,6 Millionen Einheiten. Nach drei aufeinanderfolgenden Wachstumsquartalen verzeichnete der weltweite PC-Markt damit den stärksten Rückgang seit 2013. Marktführer blieb der chinesische Lenovo-Konzern mit einem Marktanteil von 24,4 Prozent und 12,6 Millionen verkauften Geräten, gefolgt von den US-Konzernen HP mit einem Marktanteil von 21,5 Prozent und Dell mit 19,7 Prozent.

12.41 Uhr: Paketzusteller dürfen nicht sonntags arbeiten 

Paketzusteller dürfen einem Berliner Gericht zufolge ihre Mitarbeiter auch in der Coronakrise nicht an Sonn- und Feiertagen beschäftigen. Mehrere private Paketdienste unterlagen mit entsprechenden Eilanträgen, wie das Verwaltungsgericht in der Hauptstadt am Dienstag mitteilte.

Sie hatten für die Osterfeiertage wegen des aktuell erhöhten Paketaufkommens und des hohen Krankenstands eine Ausnahme des im Arbeitszeitgesetz geregelten Beschäftigungsverbots für Sonn- und Feiertage erwirken wollen.

12.39 Uhr: Kroatische Journalisten bei Gottesdienst attackiert 

In der kroatischen Adriametropole Split wurden am Sonntag zwei Journalistinnen angegriffen, als sie einen Gottesdienst filmten, der wegen der Corona-Einschränkungen eigentlich nicht stattfinden hätte dürfen. In Zusammenhang mit dem Zwischenfall zeigte die Polizei laut Medienberichten vier Personen an.

12.25 Uhr: Papst ruft zur Einheit auf

Der Papst hat angesichts der Coronakrise zu Einheit und Eintracht gemahnt. Nur so könne die schwierige Zeit überwunden werden, sagte Franziskus am Dienstag laut Kathpress bei seiner Frühmesse in der vatikanischen Residenz Santa Marta. Die Pandemie bringe nicht nur gesundheitliche Gefahren mit sich. Ein weiteres Problem seien Spaltungstendenzen und Uneinigkeit.

"Lasst uns beten, dass der Herr uns die Gnade der Einheit unter uns schenkt, damit uns die Schwierigkeiten dieser Zeit die Gemeinschaft unter uns entdecken lassen", so der Papst. Es gehe "um die Einheit, die über jede Spaltung siegt".

12.19 Uhr: Kurzparkzonen in einzelnen Städten aktiv

Mit der ersten Lockerung der Maßnahmen haben auch einzelne Städte wieder mit der Überwachung von Kurzparkzonen begonnen. Wie der ÖAMTC mitteilte, wird in den Landeshauptstädten Eisenstadt und Bregenz, aber etwa auch in den niederösterreichischen Gemeinden Perchtoldsdorf und Mödling ab Dienstag wieder kontrolliert.

Darüber, wo sich Kurzparkzonen befinden, wie hoch die Gebühren sind und wie bezahlt werden kann, gibt eine kostenlose ÖAMTC-App Auskunft. Sie bietet aktuelle Informationen von über Kurzparkzonen in 37 Städten.

 

12.15 Uhr: Dilemma der Exit-Strategien: Flickenteppich droht

Bei der Frage, wie man die Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus lockern kann, gleicht das Vorgehen der EU-Staaten einem Rennen: Wer legt das erste und beste Konzept vor? Auf EU-Ebene schaffen Österreich und Dänemark bereits Fakten: In der Alpenrepublik dürfen kleine Läden ab dem heutigen Dienstag öffnen, verbunden mit einer Mundschutzpflicht.

In Dänemark nehmen Kindergärten und Schulen bis zur 5. Klasse ab Mittwoch wieder den Betrieb auf. Dagegen verlängert Frankreich die drastischen Ausgangssperren bis zum 11. Mai. Damit droht bei den Lockerungen der Beschränkungen des öffentlichen Lebens dasselbe europaweite Auseinanderfallen wie bei den Verschärfungen in den vergangenen Wochen, nur in die umgekehrte Richtung - und eine neue Debatte an den EU-Binnengrenzen.

Genau deshalb arbeitet die EU-Kommission nach Angaben von EU-Diplomaten an einem Kriterienset für eine Exit-Strategie - das sie auf Bitten der am meisten betroffenen Staaten aber erst jetzt nach Ostern vorlegt.

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12.08 Uhr: Polizei durchsuchte lombardische Seniorenheime

Die Polizei hat am Dienstag das Seniorenheim "Pio Albergo Trivulzio" durchsucht, in dem wegen des Coronavirus vermutlich über 100 Menschen ums Leben gekommen sind. Durchsucht wurden auch die Büros anderer Seniorenheime in der Lombardei, berichteten italienische Medien, Dokumente wurden beschlagnahmt.

Die Untersuchung wurde nach Anzeigen von Familienangehörigen der Todesopfer und Mitarbeitern des Seniorenheims eingeleitet. Es wird vermutet, dass Sicherheitsvorkehrungen ignoriert worden sein könnten. Das italienische Gesundheitsministerium entsendete Inspektoren zur Kontrolle der Lage im "Pio Albergo Trivulzio", das zu den größten Altersheimen Italiens zählt.

Unter anderem wird geprüft, warum aus Spitälern entlassenen infizierte Coronavirus-Patienten in Abteilungen des "Pio Albergo Trivulzio" eingeliefert worden seien. Dadurch sei die Gesundheit der Heimbewohner aufs Spiel gesetzt worden, lautet der Verdacht der Mailänder Staatsanwaltschaft.

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12.02 Uhr: Bald Lockerungen für Sport, Anschober rechnet mit mehr Infektionen

Im Bundeskanzleramt fand sich auch heute - an Tag 1 der Lockerungen - die Regierung ein, um über Aktuelles zur Corona-Krise zu informieren. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wolle nach Ostern mit einer positiven Nachricht beginnen: "Wir sind auf Kurs." Die aktuellen Zahlen der Erkrankten und jener, die im Krankenhaus sind, entwickeln sich gut, was den Österreicherinnen und Österreichern zu verdanken sei. Diese Entwicklung mache es auch möglich, dass heute erste Lockerungen in Kraft treten können.

Der Kanzler kündigte zudem an, Ende April eine Entscheidungen darüber zu treffen, wann und wie die Schulen wieder geöffnet werden. Dann könne man die Entwicklung besser abschätzen, aktuell sei das noch zu früh.

Morgen werde er neue Maßnahmen für die Sportstätten präsentieren, vor allem Outdoor-Aktivitäten mit ausreichend Abstand werden "wohl wieder schneller dran kommen" als jene in geschlossenen Räumen. Details werden morgen verkündet. 

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11.44 Uhr:  Zwei weitere Todesfälle in Südtirol, insgesamt 217

In Südtirol ist die Anzahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus am Dienstag auf 217 gestiegen - um zwei mehr als am Vortag. Insgesamt wurden in der autonomen Provinz bisher 2.180 Personen positiv getestet, teilte der Südtiroler Sanitätsbetrieb mit. 552 Personen galten wieder als genesen.

204 Personen wurden in den regulären Abteilungen der sieben Krankenhäuser des Südtiroler Sanitätsbetriebes, den vertragsgebundenen Kliniken sowie in der Einrichtung Gossensaß betreut. 26 Patienten mussten auf den Intensivstationen der Südtiroler Krankenhäuser behandelt werden. Weitere acht Intensivpatienten wurden in Spitälern in Österreich und Deutschland versorgt.

 

11.14 Uhr: Deutsche Datenschützer wenden sich gegen Empfehlungen

Die Empfehlungen der deutsche Nationalakademie Leopoldina zu einer möglichen Lockerung von Kontaktbeschränkungen wegen des Coronavirus stoßen auf Kritik. Der Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar warnte im "Handelsblatt" vor einer "Aufweichung der Datenschutzregelungen" der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die auch in der gegenwärtigen Situation "nicht gerechtfertigt" sei.

"Die DSGVO sieht zum Schutz der allgemeinen Gesundheit bereits weitreichende Eingriffstatbestände vor, die insbesondere durch die nationalen Gesetzgeber ausgefüllt werden können", sagte Caspar, Landesdatenschutzbeauftragter in der norddeutschen Stadt Hamburg . Die Wissenschafter der Leopoldina-Akademie hatten vorgeschlagen, auf europäischer Ebene die Datenschutzregelungen für Ausnahmesituationen zu überprüfen und gegebenenfalls "mittelfristig" anzupassen.

 

11.06 Uhr: Bei Statistiken ist Vorsicht geboten

Den größten Wert in Corona-Zeiten haben - neben Klopapier - wohl Zahlen. Auf einmal rufen Menschen, die mit Mathematik und Statistik wenig am Hut haben, mehrmals täglich Daten zu Coronavirus-Fällen ab. Und jeder scheint zu wissen, was exponentielles Wachstum ist und hofft, die Kurve möge sich schnell und ausreichend abflachen. Statistiker warnen davor, sich allzu sehr auf die Zahlen zu verlassen.

Zahlen vermitteln aufgrund ihrer scheinbaren Exaktheit ein Gefühl von Sicherheit. Das kann gerade in der Coronakrise ein fataler Fehlschluss sein.

>> Mehr zu den Statistiken

 

10.53 Uhr:  Salvinis Lega macht Druck für Produktionsneustart

Der Chef von Italiens Lega, Matteo Salvini, macht Druck auf die Regierung in Rom für einen Neustart der Produktion. "Während Italien zum Großteil geschlossen ist, öffnet Österreich die Geschäfte, in Deutschland und Frankreich, in Polen und in der Türkei arbeiten die Fabriken. Dies bedeutet, dass jemand das Coronavirus ausnutzt, um mit unseren Unternehmen auf illoyale Weise zu konkurrieren", so Salvini.

"Wir werden alles Erdenkliche unternehmen, damit die Betriebe so rasch wie möglich in Sicherheit wieder produzieren können. Weitere Wochen oder Monate geschlossen zu bleiben, wird zum wirtschaftlichen Desaster führen. Ich höre von Plänen, den Lockdown bis Mai zu verlängern. Das ist meiner Ansicht nach nicht mehr erträglich", sagte Salvini im Interview mit dem TV-Sender "TeleLombardia".

"In der Lombardei und in Venetien leidet die Produktion mehr als anderswo. Man muss das Virus mit Energie und Intelligenz bekämpfen", erklärte Salvini.

>> Mehr zur Lage in Italien

 

10.31 Uhr: Andrang in den Baumärkten

In ganz Österreich stürmen die Menschen derzeit die Baumärkte. Wie hier in Tirol:

Oder hier in Stadlau...

 

10.20 Uhr: Warum Raucher besonders gefährdet sind

Raucher zählen zur Risikogruppe für einen schweren Verlauf von Covid-19: Dafür gibt es immer mehr Belege in wissenschaftlichen Studien und auch das deutsche Robert-Koch-Institut zählt Raucher zur Gruppe jener Menschen, die ein erhöhtes Risiko tragen.

Ein erster Überblick über die aus China verfügbaren Daten zeigt eine drastisch erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf bei Raucherinnen und Rauchern: Je nach Studie erhöht sich die Gefährdung um das Doppelte bis 14-Fache. Experten schlossen aus den vorliegenden Daten, dass Rauchen als Risikofaktor für eine schwere Covid-19-Erkrankung zählt - unabhängig davon, wie alt man ist.

>>Der Experte gibt Tipps, wie der Ausstieg gelingen kann

 

10.17 Uhr: Aktuelle Kennzahlen aus Wien

Die Landessanitätsdirektion Wien und der medizinische Krisenstab der Stadt Wien informieren regelmäßig über die aktuellen Fallzahlen und weitere Kennzahlen zum Covid-19-Virus:

Stand Dienstag, 14. April 2020, 08.00 Uhr, sind in Wien 2.065 Erkrankungen bestätigt. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle beträgt 78. Eine Frau (91 Jahre) und zwei Männer (81 bzw. 83 Jahre) sind im Krankenhaus verstorben.

560 Personen sind gesundet und genesen. 

 

10.13 Uhr: Deutscher Minister: Kein Datum für Wiederöffnung des Einzelhandels

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich zurückhaltend zu einer möglichen Wiederöffnung von Geschäften in der Corona-Krise geäußert. Im ARD-Morgenmagazin vermied er es am Dienstag, einen Termin für mögliche Lockerungen der strengen Regeln zu nennen.

"Ich möchte den Ministerpräsidenten nicht vorgreifen, das ist eine Entscheidung von 16 Bundesländern", sagte Altmaier. Die Landesregierungschefs wollen am Mittwoch mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen beraten.

 

9.59 Uhr: Französische Wirtschaft bricht 2020 um 8 Prozent ein

Die französische Wirtschaft schrumpft nach Prognose von Finanzminister Bruno Le Maire wegen der Corona-Krise stärker als bisher angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um acht Prozent fallen, sagte der Politiker am Dienstag dem Sender BFM TV. Bisher war von einem Minus um sechs Prozent ausgegangen worden.

"Die Eindämmungsmaßnahmen sind länger, als man hätte voraussehen können", sagte Le Maire. "Offensichtlich werden sie sich stärker auf unser Wachstum auswirken." Damit würde die Krise das Land wirtschaftlich stärker treffen als Deutschland: Die führenden Institute sagen Europas größter Volkswirtschaft im laufenden Jahr lediglich einen etwa halb so starken Einbruch von 4,2 Prozent voraus.

 

9.51 Uhr: Chinas Exporte schrumpften weit weniger stark als erwartet

Der Rückgang der chinesischen Exporte hat sich im März inmitten der Corona-Pandemie überraschend stark verlangsamt. Die Ausfuhren fielen um 6,6 Prozent zum Vorjahresmonat, wie die Zollbehörde am Dienstag in Peking mitteilte.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten einen mehr als doppelt so starken Einbruch erwartet, nachdem es im Jänner/Februar ein Minus von 17,2 Prozent gegeben hatte.

>> Mehr zu China!

 

9.46 Uhr: Nach Corona-Infektionen in Tirol: Tausende wollen nun klagen

Beim Verbraucherschutzverein (VSV) haben sich über 4.500 Personen gemeldet, die in Tirol Anfang März Ski-Fahren waren und sich dabei mit dem Coronavirus angesteckt haben. Mit 3.246 Meldungen und damit 71 Prozent aller stellen deutsche Ski-Fahrer das Gros der Beschwerden. Doch es gibt aus nahezu allen europäischen Staaten Meldungen.

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9.38 Uhr: Polen will Beschränkungen für Wirtschaft ab Sonntag lockern

Polen will die Beschränkungen für die Wirtschaft ab Sonntag schrittweise wieder lockern. "Vom 19. April an werden wir langsam damit beginnen, die Wirtschaft wieder anzufahren", sagte Gesundheitsminister Lukasz Szumowski dem Radiosender RMF FM.

Regierungssprecher Piotr Müller erklärte, zunächst würden wahrscheinlich die Einschränkungen für Geschäfte gelockert. Entscheidungen würden am Dienstag oder am Mittwoch getroffen.

 

9.17 Uhr:  Italien überlegt "Phase 2", Buchhandlungen wieder offen

Für den italienischen Handel, der seit dem 10. März zum Lockdown gezwungen ist, hat am Dienstag eine neue Phase begonnen. Neben Supermärkten, Apotheken, Trafiken und wenigen anderen lebenswichtigen Aktivitäten dürfen in mehreren italienischen Regionen Buchhandlungen, Schreibwarenshops und Geschäfte, die Baby- und Kinderkleidung verkaufen, wieder öffnen.

Auch im Bereich der Holzwirtschaft aktive Betriebe dürfen die Produktion wieder starten. Buchhandlungen bleiben allerdings noch in den Regionen Lombardei, Piemont und Kampanien geschlossen. Diese Gebiete haben sich aus Sicherheitsgründen für eine weitere strenge Fortsetzung des Lockdowns entschlossen.

Die Regierung von Premier Giuseppe Conte, die am Freitag eine Verlängerung des strikten Ausgangsverbots bis zum 3. Mai beschlossen hatte, arbeitet indes mithilfe einer neueingerichteten Taskforce an der sogenannten "Phase 2", die den Neustart der produktiven Tätigkeiten unter Vorsichtsmaßnahmen vorsieht. Insiderinformationen zufolge könnten nach dem 3. Mai die Modebranche, die Autoproduktion sowie die Metallindustrie die Produktion wieder aufnehmen. Über diese Möglichkeit führt die Regierung Conte Gespräche mit den Gewerkschaften, die in den nächsten Tagen vertieft werden sollen, hieß es in Rom.

>> Zur Lage in Itlalien

 

8.53 Uhr: Leitfaden Videokonferenz

Erkenntnisse aus dem Homeoffice: Die Technik ist ein Hund und dieser sollte nicht durchs Bild hecheln, wenn man Chef und Kollegen am Schirm hat. Aber es stellen sich noch andere Fragen: Wo soll man hinschauen? Wie unterbreche ich Kollegen, die das Gespräch an sich reißen? Ein Leitfaden für die berufliche „Zeit im Bild“.

>> Hier geht es zum Leitfaden!

 

8.45 Uhr: Kleinste Frau der Welt kämpft gegen Corona-Pandemie

Die kleinste Frau der Welt hat sich in Indien in den Kampf gegen das neuartige Coronavirus eingereiht. Die gerade einmal 62,8 Zentimeter große Jyoti Amge erschien am Montag an verschiedenen Orten der Stadt Nagpur und dankte unter anderem Polizisten für ihre Arbeit. Zugleich rief sie die Menschen auf, sich regelmäßig die Hände zu waschen und Schutzmasken zu tragen.

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8.39 Uhr: Moskau: Haus verlassen nur mit digitalem Passierschein

Im Kampf gegen das Coronavirus in Russland will Kremlchef Wladimir Putin auch die Erfahrungen des Militärs nutzen. Das russische Verteidigungsministerium hat Experten aus den Streitkräften zu Hilfseinsätzen nach Italien und Serbien entsandt.

Die russische Hauptstadt ist so stark wie keine andere Region in Russland von dem Virus betroffen – mit 70 Prozent der landesweiten Fälle. Moskau hat strenge Ausgangssperren verhängt, damit sich das Virus nicht ausbreitet. Nach Anhaben der Stadt sind bereits Strafen von 15.000 Rubel (knapp 200 Euro) wegen Verstoßes gegen die Selbstisolation verhängt worden. So seien Bürger ohne triftigen Grund auf der Straße gewesen – mehr als 100 Meter von der Wohnung entfernt.

In Moskau, der größten Stadt in Europa, sind seit Montag zum Beispiel für den Gang zur Arbeit oder zum Arzt Passierscheine nötig. Wie die Stadt mitteilte, wurden bis zum Abend 1,8 Millionen dieser digitalen Ausgangsscheine ausgestellt. Es habe mehrere Cyberattacken gegeben, was die Arbeit verzögere, hieß es.

>> Mehr zur Lage in Russland

 

8.34 Uhr: Kunden sorgen für lange Schlangen in den Baumärkten

Vor dem Obi-Baumarkt in Bruck an der Mur hatte sich bereits um 8 Uhr früh eine Schlange an Kunden gebildet.

>>Das berichtet Redakteur Franz Pototschnig bei seinem Lokalaugenschein

 

8.23 Uhr:  Passagieraufkommen am Flughafen Wien brach im März um 66 Prozent ein 

Die Zahl der Passagiere ist am Flughafen Wien wegen der Coronavirus-Pandemie um knapp zwei Drittel eingebrochen. Im März sind um 65,8 Prozent weniger Fluggäste in Wien-Schwechat gestartet oder gelandet. Seit Ende Februar ist die Krise für den größten heimischen Airport spürbar. Im April dürfte sich der Abwärtstrend nochmals verstärken. Die außertourlichen Rückholflüge sind bereits abgeschlossen.

Der Passagierrückgang habe sich auch im April weiter fortgesetzt. "Die bisherigen April-Zahlen zeigen einen weiteren Rückgang der Passagierzahlen um rund 99 Prozent gegenüber dem Vorjahr", teilte die börsenotierte Betreibergesellschaft am Dienstag mit. Der Flughafen Wien ist mit dieser Entwicklung nicht alleine. Auch die anderen Flughäfen der Flughafen Wien AG, Malta und Kosice, verzeichneten Einbrüche in ähnlicher Höhe.

In Wien wurden im März noch rund 800.000 Reisende gezählt. Vor einem Jahr waren es noch 2,4 Millionen Passagiere.

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8.06 Uhr: Pressekonferenz der Bundesregierung im Bundeskanzleramt um 11.00 Uhr

Um 11.00 Uhr informieren Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Innenminister Karl Nehammer über Aktuelles zum Coronavirus. 

>> Wir berichten am 11 Uhr live!

 

8.01 Uhr: Trump reklamiert absolute Entscheidungsmacht für sich

Im Streit über eine Lockerung der Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den USA hat Präsident Donald Trump die Entscheidungshoheit für sich reklamiert. Er habe bei der Frage der Wiederöffnung Amerikas infolge der Coronavirus-Epidemie die "allumfassende Macht", sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) im Weißen Haus.

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7.54 Uhr: Australien und Neuseeland halten an Maßnahmen fest

Trotz erster Erfolge im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus halten Australien und Neuseeland an den verhängten Ausgangs- und Reisebeschränkungen fest. Das Land sei noch "viele Wochen" davon entfernt, Auflagen wie etwa Abstandsregeln aufheben zu können, sagte Australiens Premierminister Scott Morrison am Dienstag. Geduld sei das Gebot der Stunde.

Morrison verwies auf Länder wie Singapur und Südkorea, die nach ersten Erfolgen im Kampf gegen das Virus Reise- und andere Beschränkungen aufgehoben und dann eine zweite Infektionswelle erlebt hatten.

In Australien ist die Zahl neuer Fälle deutlich zurückgegangen. Von Sonntag bis Montag wurden lediglich 63 Neuinfektionen registriert, der niedrigste Zuwachs seit einem Monat. Die Gesamtzahl der Fälle liegt bei rund 6.400 bei einer Bevölkerung von 25 Millionen.

Neuseeland verzeichnete am Dienstag acht neue Fälle des Coronavirus, das ist der niedrigste Anstieg seit mehr als drei Wochen. 

 

7.43 Uhr: Indien verlängert Ausgangsbeschränkungen bis 3. Mai

Indien verlängert die Ausgangssperren wegen des Coronavirus um mindestens zweieinhalb Wochen. Die ursprünglich bis Dienstag befristete Maßnahme werde bis mindestens 3. Mai verlängert, sagte Premierminister Narendra Modi am Dienstag. In wirtschaftlicher Hinsicht zahle das Land zwar einen "hohen Preis" für die Ausgangssperren, aber Menschenleben seien wichtiger.

Der Bundesstaat Maharashtra, in dem auch die Finanzmetropole Mumbai liegt, ist mit mehr als 1600 Infektionsfällen und mehr als 110 Toten besonders stark betroffen. Zudem herrscht große Besorgnis angesichts einer möglichen Ausbreitung des Virus in den dicht besiedelten Slums der Großstädte.

In Indien sind mittlerweile 10.363 Infektionsfälle bestätigt. 339 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Ansteckung gestorben.

 

7.41 Uhr: Erneut mehr als 1.500 Tote binnen 24 Stunden in den USA

In den USA sind nach einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität vom Montagabend (Ortszeit) in einem Zeitraum von 24 Stunden erneut mehr als 1.500 Menschen mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus in den USA laut der Universität in Baltimore auf mehr als 23.500.

Die USA sind inzwischen das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land der Welt. Mehr als 550.000 Menschen sind laut der Johns-Hopkins-Universität mit dem neuartigen Erreger Sars-Cov-2 infiziert. Die im internationalen Vergleich sehr hohen Infektionszahlen sind aber auch darauf zurückzuführen, dass in den USA besonders viel getestet wird.

Zentrum der Pandemie in den USA ist der Bundesstaat New York, wo bereits mehr als 10.000 Menschen an der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 starben

 

7.35 Uhr: Hochumstritten: Spaniens riskantes Ende des "Winterschlafs"

Obwohl es zu den von der Seuche am ärgsten betroffenen Ländern zählt, fährt auch Spanien seine Wirtschaft wieder hoch. Doch die Normalisierung auf Raten ist hochumstritten.

>> Mehr zu den Lockerungen in Spanien

Corona-Pandemie: Der lange Weg zurück

ÖSTERREICH

Lebensmittelketten, Apotheken und Trafiken waren von den Sperren ohnehin nicht betroffen, nun dürfen auch Tankstellen-Waschstraßen, Kfz- und Fahrradwerkstätten, Baustoff-, Eisen- und Holzhandel, Pfandleihanstalten und der Handel mit Edelmetallen, Bau- und Gartenmärkte (unabhängig von der Größe) sowie kleinere Händler, wenn der Kundenbereich im Inneren höchstens 400 Quadratmeter beträgt, ihre Pforten öffnen. Die Öffnungszeiten sind auf 7.40 Uhr bis 19.00 Uhr beschränkt. Händler, die zu viele Kunden ins Lokal lassen, müssen mit bis zu 3.600 Euro Strafe rechnen.

Vom 1. Mai an sollen alle Geschäfte, Einkaufszentren und Friseure folgen dürfen. Ein Zeitplan zur Öffnung von Hotels und Gastronomie soll Ende April stehen. Großveranstaltungen wird es voraussichtlich bis Ende Juni nicht geben.

 

 

(c) APA/EXPA/ JOHANN GRODER (EXPA/ JOHANN GRODER)

DÄNEMARK

Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sprach von einer "ersten vorsichtigen Phase" der Öffnung: In einem ersten Schritt werden von Mittwoch an Kinderkrippen, Kindergärten sowie die Schulen für Kinder bis zur fünften Klasse wieder öffnen. Damit will die dänische Regierung zunächst die Eltern entlasten, die sich bisher neben der Arbeit auch noch um ihre jüngeren Kinder kümmern mussten.

Alle weiteren Maßnahmen hat Frederiksen im selben Atemzug um vier Wochen verlängert: Die dänischen Grenzen, auch die nach Deutschland, bleiben vorläufig bis zum 10. Mai dicht. Gleiches gilt - Frederiksen zufolge zumindest bis zur nächsten Phase der Öffnung - für Restaurants, Cafés, Kneipen sowie Theater und weitere Freizeiteinrichtungen. Versammlungen mit mehr als zehn Personen sind weiter verboten, Großveranstaltungen bis Ende August untersagt.

 

(c) APA/AFP/Ritzau Scanpix/PHILIP DAVALI (PHILIP DAVALI)

TSCHECHIEN

In Tschechien dürfen seit Donnerstag erste Geschäfte wieder öffnen. Es gab sogleich einen Ansturm der Kunden auf Hobby-und Baumärkte, weil viele in der Zeit der Ausgangsbeschränkungen ihren Garten oder ihr Haus auf Vordermann bringen wollen. In den Tagen nach Ostern will die Regierung einen Plan für die weitere Lockerung der Corona-Maßnahmen vorlegen. "Die Verbote werden nicht wild, sondern kontrolliert aufgehoben", sagte Ministerpräsident Andrej Babis in einer TV-Ansprache. Der Schulbetrieb soll frühestens Ende Mai wiederaufgenommen werden.

Die Regierung hat zwar weitere Ausnahmen beim geltenden Ein- und Ausreiseverbot in Aussicht gestellt, eine Öffnung der Grenzen für den Reiseverkehr scheint aber aktuell nicht zur Debatte zu stehen: "Ich denke, dass das sicherlich keine Frage der nächsten Wochen ist - vielleicht nicht einmal der nächsten Monate", sagte Gesundheitsminister Adam Vojtech im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

 

(c) APA/AFP/MICHAL CIZEK (MICHAL CIZEK)

LITAUEN

Auch im EU-Land Litauen keimt Hoffnung auf. Regierungschef Saulius Skvernelis hatte mehrfach betont, dass das Verhalten der Bevölkerung über die Feiertage entscheidend für mögliche Lockerungen der geltenden strengen Corona-Maßnahmen sei. Das Osterwochenende könnte ein "Wendepunkt" werden, nach dem bei einer stabilen Situation eine schrittweise Rückkehr zur Normalität erfolgen könnte, sagte er am Karfreitag. Am Mittwoch will die Regierung einen Vier-Phasen-Plan vorlegen. Auch ein vorläufiger Zeitplan soll präsentiert werden.

Zunächst aber mussten die knapp drei Millionen Bewohner des katholisch geprägten Baltenstaats über Osten auf die üblichen Familienbesuche verzichten. Auf Anordnung der Regierung waren Reisen in andere Städte und Gemeinden außerhalb des eigenen Wohnsitzes untersagt. Seit Freitag gilt zudem nun eine Mundschutzpflicht in der Öffentlichkeit - im Vorgriff auf die vorgesehenen Lockerungen. Den Anfang sollen Maßnahmen für kleine Unternehmen machen.

 

(c) APA/AFP/PETRAS MALUKAS (PETRAS MALUKAS)

NORWEGEN

Die Norweger folgen bei ihrem Weg aus dem Corona-Zustand teilweise ihren skandinavischen Freunden aus Dänemark - und wagen sich noch ein Stück darüber hinaus: Zwar werden die Kindergärten erst am 20. und die Schulen für Erst- bis Viertklässler am 27. April geöffnet, wie Regierungschefin Erna Solberg vor Ostern ankündigte. Doch der Plan aus Oslo geht noch ein bisschen weiter: Zum einen dürfen die Norweger vom 20. April an wieder auf ihren geliebten Hütten übernachten, zum anderen dürfen unter anderen Friseure, Physiotherapeuten und Psychologen noch im April die Arbeit wiederaufnehmen. Die Grenzen des Landes bleiben weiter zu. Norweger, die in ihre Heimat zurückkehren, müssen weiter 14 Tage in Quarantäne.

(c) AP (Heiko Junge)

SPANIEN

Hunderttausende Spanier durften am Montag erstmals nach zwei Wochen wieder zur Arbeit fahren. Der sogenannte Winterschlaf, mit dem die Regierung den Kampf gegen die Pandemie intensiviert hatte, ging in jenen Regionen zu Ende, in denen der Ostermontag kein Feiertag ist, zum Beispiel in Madrid. Von der umstrittenen Verschärfung der Ausgangssperre waren vor allem Baugewerbe und Industrie betroffen gewesen.

Ministerpräsident Pedro Sánchez warnte allerdings am Sonntag, es gebe noch keine echte Abschwächung der Ausgehsperre. "Erste Lockerungen wird es frühestens in zwei Wochen geben. Und die werden schrittweise und vorsichtig sein", sagte er. Die 47 Millionen Bürger dürfen somit weiterhin weder spazieren gehen noch Sport im Freien treiben.

Im von der Pandemie schwer betroffenen Land war der Alarmzustand samt Ausgangssperre jüngst bis Mitternacht des 25. Aprils verlängert worden. Die positive Tendenz im Kampf gegen das Virus hielt auch über Ostern an. Am Montag meldeten die Behörden knapp 3500 neue Infektionsfälle, die niedrigste Zahl seit dem 20. März.

(c) APA/AFP/JAVIER SORIANO (JAVIER SORIANO)

ITALIEN

Bei den Italienern wird über eine "Phase 2" gesprochen, doch zunächst wurden die strengen Ausgangsbeschränkungen für die 60 Millionen Einwohner bis zum 3. Mai verlängert. Sie gelten in dem stark von der Pandemie getroffenen Land seit dem 10. März. Die nicht lebensnotwendige Produktion ist gestoppt. Viele Läden sowie alle Restaurants und Bars sind zu, während der Lebensmittelhandel, die Apotheken, Tankstellen und anderes stets offen waren im ganzen Land. Gleich nach Ostern sollen nun einige Geschäfte, etwa Buch- und Schreibwarenläden, zusätzlich öffnen. Die besonders heftig betroffene Lombardei will diese Läden nicht so schnell wieder aufmachen, auch andere Regionen erlassen derzeit eigene Spezialbestimmungen.

Darüber hinaus hat die Regierung angekündigt, dass ein Expertengremium die schrittweise Rückkehr zur Normalität planen soll. Es ist vorgesehen, dass Unternehmen den Anfang machen, bevor die Maßnahmen für die Menschen gelockert werden. Die Schulen könnten bis nach den Sommerferien, also bis September, geschlossen bleiben.

 

(c) AP (Andrew Medichini)

CHINA

China scheint das Schlimmste hinter sich zu haben, aber von einer Rückkehr zur Normalität lässt sich nicht sprechen. Die Schulen sind weiter geschlossen, sollen voraussichtlich aber bis Ende April öffnen. Weiter wird im Land überall Fieber gemessen. Alle Chinesen sollen unverändert Mundschutz tragen.

Im Ursprungsort der Pandemie in Wuhan in Zentralchina sind nach zweieinhalb Monaten Abriegelung die Bewegungsbeschränkungen für die elf Millionen Bewohner aufgehoben - sofern sie in einer Corona-Gesundheits-App auf ihrem Handy einen grünen Code nachweisen können. Wer Kontakt zu Infizierten hatte, wird da automatisch auf Rot gesetzt und darf nicht reisen. Die Angst vor einer "zweiten Welle" der Infektionen geht um - besonders durch heimkehrende Chinesen und andere Reisende aus dem Ausland. Die große Mehrheit der neuen Ansteckungen sind solche "importierten Fälle".

 

(c) APA/AFP/STR (STR)

IRAN

Präsident Hassan Ruhani will die Corona-Vorschriften "unter besonders strengen hygienischen Auflagen" in drei Phasen lockern. In der ersten Phase wurde am vergangenen Samstag zunächst in den Provinzen die Arbeit in Wirtschaftsbereichen mit geringem Gefährdungsrisiko wieder aufgenommen. In der zweiten Phase soll dies eine Woche später (18. April) dann auch in der Hauptstadt Teheran passieren. Die Lockerungen gelten insbesondere für Produktionsstätten sowie Unternehmen des Dienstleistungssektors.

Ausgenommen sind weiterhin fast zwölf Branchen, bei denen die Ansteckungsgefahr besonders hoch ist, darunter Kaufhäuser und Einkaufspassagen, Restaurants und Cafés, Kinos und Theater, alle Sportanlagen sowie Friseure und Schönheitssalons. Auch die Schulen, Universitäten und Kitas bleiben zu, genauso wie religiöse Stätten wie Mausoleen und Moscheen. Freitagsgebete finden bis auf Weiteres auch nicht mehr statt. Je nach Erfolg der ersten beiden Phasen soll dann über die Wiedereröffnung der verbotenen Branchen entschieden werden.

 

(c) APA/AFP/ATTA KENARE (ATTA KENARE)

GROSSBRITANNIEN

In GROSSBRITANNIEN ist der Höhepunkt der Pandemie noch nicht erreicht. Es wird daher nicht damit gerechnet, dass die Ausgangsbeschränkungen gelockert werden. Gleiches gilt für FRANKREICH, wo Experten immer wieder betonen, dass derzeit noch nicht der richtige Moment sei, um über Lockerungen nachzudenken.

(c) AP (Kirsty Wigglesworth)

USA

In den USA, wo bis zum Montag mehr als 22 000 Todesfälle und damit so viele wie in keinem anderen Land der Erde gemeldet wurden, ist noch keine Lockerung beschlossen. Präsident Donald Trump will voraussichtlich am Dienstag ein Expertengremium vorstellen, das darüber beraten soll, wann und wie das Land wieder zum Normalbetrieb zurückkehren kann. Trump hat es damit eilig, vor allem weil die US-Wirtschaft unter dem aktuellen Stillstand schwer leidet. Aber er will sich dazu den Rat von parteiübergreifenden Fachleuten aus verschiedenen Teilen des Landes holen. "Das ist mit Abstand die größte Entscheidung meines Lebens", meinte der US-Präsident

(c) AP (Wong Maye-E)

NIEDERLANDE

In den NIEDERLANDEN müssen die bis zum 28. April geltenden Corona-Maßnahmen nach Angaben von Regierungschef Mark Rutte zumindest nicht verschärft werden. In POLEN und in UNGARN ist eine Lockerung vorerst weiter außer Sichtweite: Die Polen müssen von Donnerstag an zusätzlich zu den bestehenden Schutzmaßnahmen in der Öffentlichkeit Mundschutz tragen, in Ungarn hat Ministerpräsident Viktor Orban vor Ostern die Ausgangsbeschränkungen auf unbestimmte Zeit verlängert.

 

(c) APA/AFP/ANP/KOEN VAN WEEL (KOEN VAN WEEL)

SÜDOSTEN EUROPAS

Im Südosten Europas gibt es derzeit noch keine konkreten Fahrpläne. Dort hat sich SLOWENIEN noch am weitesten vorgewagt: Regierungschef Janez Jansa kündigte vor einer Woche an, es werde momentan der Neustart der Industrie- und Gewerbebetriebe, von Teilen des Dienstleistungssektors, des Einzelhandels und des öffentlichen Verkehrs geprüft. In SERBIEN sagte Präsident Aleksandar Vucic am Montag, dass der Ausnahmezustand - mit besonders rigorosen Maßnahmen - Ende April oder im Mai aufgehoben werden könnte. Und in KROATIEN hat die Regierung vor Ostern einige Maßnahmen geringfügig gelockert: Geschäfte dürfen jetzt etwas länger geöffnet haben, einige Märkte wurden geöffnet. Weitere Lockerungen sind nicht geplant.

 

(c) APA/AFP/JURE MAKOVEC (JURE MAKOVEC)

AFRIKA

AFRIKA hat die ersten Corona-Fälle mit großer zeitlicher Verzögerung zum Rest der Welt registriert, die Fallzahlen auf dem Kontinent sind mit knapp 14 000 bestätigten Infektionen und etwa 750 Todesfällen noch überschaubar. Viele afrikanische Regierungen haben schnell und entschlossen reagiert: Mittlerweile gibt es in fast allen Ländern unterschiedlich strikte Restriktionen. Südafrika etwa hat gerade erst sein Ende März verhängtes Ausgeh-, Alkohol- und Tabakverbot um zwei Wochen, Nachbarstaat Botsuana den nationalen Notstand um sechs Monate verlängert. Die Ausnahme auf dem Kontinent ist Tansania: Präsident John Magufuli hat ein Ausgehverbot bisher ausgeschlossen und lässt die Landgrenzen offen.

 

(c) AP (Jerome Delay)
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7.32 Uhr: Türkei lässt wegen Corona Tausende Gefangene frei

Das türkische Parlament hat einen umstrittenen Gesetzentwurf zur Freilassung Zehntausender Strafgefangener wegen der Corona-Krise bewilligt. Der Entwurf sei durch die Annahme durch die Abgeordneten "zu Gesetz geworden", hieß es in einer offiziellen Twitter-Botschaft des Parlaments in Ankara am Montagabend. Das Gesetz sieht die Freilassung von rund 90.000 Insassen aus überfüllten Gefängnissen wegen der Coronavirus-Pandemie vor. Ausgenommen davon sind politische Gefangene.

>> Mehr zur Lage in der Türkei

 

7.28 Uhr: Wo und wie Konsumenten jetzt wieder einkaufen dürfen

Viele Geschäfte öffnen am Dienstag erstmals nach vier Wochen Zwangspause. Was beim Einkaufen zu beachten ist.

>>Frage und Antwort zum Einkaufen

>> Diese Grazer Geschäfte haben wieder geöffnet

 

7.25 Uhr: China testet zwei neue Impfstoffe an Menschen

China lässt einem Medienbericht zufolge zwei experimentelle Impfstoffe zur Bekämpfung des neuen Coronavirus für Humantests zu. Die Impfstoffe würden von einer in Peking ansässigen Einheit der Sinovac Biotech und dem Institute of Biological Products, einer Tochtergesellschaft der staatlichen China National Pharmaceutical Group in Wuhan entwickelt, berichtet die Nachrichtenagentur Xinhua.

>> Mehr zu den Tests

 

7.21 Uhr: EU-Kommissionsvize schlägt Wiederaufbaufonds in Billionenhöhe vor

Um die gesamteuropäische Wirtschaft nach der Corona-Krise wieder anzukurbeln, hat EU-Komissionsvizepräsident Vadis Dombrovskis einen europäischen Wiederaufbaufonds in Billionenhöhe in Aussicht gestellt. Der Fonds könne mit Anleihen finanziert werden, die mit einer Bürgschaft der EU-Mitgliedstaaten unterlegt würden, sagte Dombrovskis dem Handelsblatt vom Dienstag. Im Gespräch sei eine Größenordnung von bis zu 1,5 Billionen Euro.

 

7.15 Uhr: Trump: US-Einreisestopp aus Europa bleibt bestehen

Der Einreisestopp der USA für Ausländer aus Europa bleibt vorerst bestehen. Italien und Spanien gehe es in der Corona-Krise noch immer nicht gut und Frankreich habe gerade erst Maßnahmen zur Eindämmung des Virus verlängert, sagte US-Präsident Donald Trump am Montagabend (Ortszeit) im Weißen Haus. Derzeit gelte ein "sehr starker" Einreisestopp und dieser bleibe in Kraft, bis es den Ländern besser gehe, sagte Trump.

 

7.08: Kurzarbeit für 608.000 Jobs beantragt: Gelder steigen von 3 auf 5 Mrd

Der Run auf die Kurzarbeit hält in Österreich wegen der Corona-Krise unvermindert an. Mittlerweile sind für die Arbeitsplätze von 608.607 Menschen entsprechende Anträge gestellt worden, um gut 200.000 mehr als Anfang voriger Woche. Deshalb werden die Mittel für die Kurzarbeits-Unterstützungen ein weiteres Mal aufgestockt, von 3 auf 5 Milliarden Euro, erfuhr die APA aus dem Arbeitsministerium.

Bis Freitag sind 53.646 Anträge auf Corona-Kurzarbeit beim Arbeitsmarktservice (AMS) eingelangt. Davon wurden 40.704 als hinreichend befunden, bei den restlichen 12.942 fehlen noch Daten. Allein die 40.704 Anträge sichern 608.607 Jobs ab. Genehmigt wurden bis Freitagabend 20.651 Anträge mit einer Bewilligungssumme von 2,8 Mrd. Euro. Damit ist bereits mehr als die Hälfte der Anträge mit ausreichender Information bewilligt, und die Zahl der Genehmigungen hat sich binnen einer Woche verdreifacht, so das Ministerium. Anfang vergangener Woche wurde das Kurzarbeits-Budget von 1 auf 3 Mrd. Euro erhöht, erstmals waren die Mittel Ende März von 400 Mio. auf eine Milliarde Euro angehoben worden.

>> Mehr zur Kurzarbeit!

 

06:45 Uhr: Macron fordert Merkel heraus

Emmanuel Macron will in der Corona-Krise mehr Mut und Ehrgeiz von seinen EU-Partnern sehen. Für Europa sei die Pandemie mit Zehntausenden Toten ein "Augenblick der Wahrheit" und ein "Augenblick der neuen Grundlage", sagte der französische Staatschef seinen Landsleuten am Montagabend in einer rund 30-minütigen TV-Ansprache. "Ich werde versuchen, uns in Europa Gehör zu verschaffen, um mehr Einheit und Solidarität zu haben", lautet das Credo des 42-Jährigen.

Frankreich gehört wie Italien und Spanien zu den Ländern, die in der Krise für eine gemeinsame europäische Schuldenaufnahme über die sogenannten Corona-Bonds eintreten. Für Deutschland und die Niederlande ist das Thema von Gemeinschaftsanleihen für den wirtschaftlichen Wiederaufbau des Kontinents aber tabu.

Zudem  bedankte sich der Präsident bei den europäischen Ländern Österreich, Deutschland, Schweiz und Luxemburg für die Aufnahme französischer Akutpatienten.

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1.10 Uhr: Bau- und Gartencenter feiern mit Bundesgärten eine Wiederauferstehung

Am heutigen Dienstag sperren zahlreiche Handelsgeschäfte nach einem einmonatigen "Shutdown" wieder auf.

Seit heute dürfen Tankstellen-Waschstraßen, Kfz- und Fahrradwerkstätten, Baustoff-, Eisen- und Holzhandel, Pfandleihanstalten und der Handel mit Edelmetallen, Bau- und Gartenmärkte (unabhängig von der Größe) sowie kleinere Händler, wenn der Kundenbereich im Inneren höchstens 400 Quadratmeter beträgt, ihre Pforten öffnen.

Es gilt Masken- und Abstandspflicht, bei großem Andrang kann es zu Blockabfertigungen kommen. Einkaufszentren, Gastronomie und Hotellerie müssen sich noch gedulden. 

Mit Beginn der Maßnahmen-Lockerungen dürfen auch die umstrittenen 230 von insgesamt rund 12.500 Hektar öffentlich zugänglicher Grünflächen in Wien wieder betreten werden (zum Verständnis: ein Hektar entspricht 10.000 Quadratmetern). Bei den bisher fehlenden zwei Prozent handelt es sich um die fünf Wiener Bundesgärten.

Neu geregelt wurde zudem, dass neben Begräbnissen künftig auch Hochzeiten nur im engsten Familienkreis stattfinden dürfen.

0.25 Uhr: Testkapazitäten in Österreich werden ab heute erhöht

Mit der vorsichtigen, schrittweisen Öffnung mancher Geschäfte in Österreich werden nach den Osterfeiertagen auch die Testkapazitäten auf das Coronavirus erhöht. "Wir haben nun immer mehr Kapazitäten und konnten die Logistikkette entscheidend verbessern", kündigte Rudolf Anschober am Wochenende an.

Einen Schwerpunkt bilden dabei Tests in Alters- und Pflegeheimen, wo Hochrisikopatienten leben. Dort sollen Bewohner und Personal untersucht werden, ob sie möglicherweise mit SARS-CoV-2 infiziert sind. Derzeit liegt die Gesamtzahl der Tests bei annähernd 150.000, durchschnittlich sind es rund 5.000 Tests pro Tag. Die Laborkapazitäten in Österreich würden laut Anschober mittlerweile für die Abwicklung von 20.000 Testungen pro Tag ausreichen, jedoch waren in der vergangenen Woche noch die dafür benötigten Reagenzien knapp. Der Minister hatte Nachschub versprochen.

0.10 Uhr: Britische Regierung will Maßnahmen noch nicht lockern

Außenminister Dominic Raab, der den an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankten Premierminister Boris Johnson vertritt, sagte am Montag in London, trotz einiger "positiver" Entwicklungen sei der "Höhepunkt" der Virus-Ausbreitung in Großbritannien noch nicht erreicht.

Die britische Regierung muss bis Donnerstag über eine Verlängerung der seit 23. März geltenden Ausgangssperre entscheiden. Die Maßnahme galt zunächst für drei Wochen, ihre Verlängerung gilt als sehr wahrscheinlich. Wenn die Einschränkungen zu früh gelockert würden, drohe eine "zweite Welle" an Infektionen.

Die Zahl der Virus-Toten in Großbritannien war am Montag auf insgesamt 11.329 gestiegen. Binnen eines Tages starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums 717 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus. Von Samstag auf Sonntag waren 737 Todesfälle gezählt worden. In den beiden vorangegangen Tagen waren jeweils knapp tausend Tote gezählt worden.

Die tatsächliche Zahl dürfte noch weitaus höher liegen, da nur die Opfer in Krankenhäusern gezählt werden, nicht aber beispielsweise in Alten- und Pflegeheimen. Die Zahl der bestätigten Infektionen in Großbritannien liegt inzwischen bei insgesamt 88.621.

Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

Kommentare (33)
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DP2GC9QZ0B65VJJE
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Mehr Infizierte durch Öffnung

Jetzt werden mit der Öffnung wieder mehr Tests eingesetzt und zwar verstärkt in Altersheimen !
Da werden die Infizierten wieder ansteigen und so mancher Journalist und Politiker wird das im Zusammenhang mit der Öffnung bringen ....

Irgendeiner
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Die Infektionen werden auch absolut

durch die Öffnung ansteigen, die Frage ist nur,wie hoch,sie machen Blindflug.

DP2GC9QZ0B65VJJE
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Mehr Infizierte durch Öffnung

Jetzt werden mit der Öffnung wieder mehr Tests eingesetzt und zwar verstärkt in Altersheimen !
Da werden die Infizierten wieder ansteigen und so mancher Journalist und Politiker wird das im Zusammenhang mit der Öffnung bringen ....

balor
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Alkohol hilft nicht gegen Corona - mag sein!

Was oder Wer schützt uns aber vor der "WHO"?
Seit Wochen der Panikmache dieser "Organisation" ausgeliefert! Und es ändert sich nichts!!!
Bin dafür, dass wir sie umtaufen auf Welt-Hysteriker-Organisation - oder vielleicht auch Welt-Hirnwäscher-Organisation!!!

Irgendeiner
11
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Ach komm,die haben rechtzeitig gewarnt,

was willst du daß sich ändert,was zu tun lag an den Regierungen und in Europa habens so ziemlich alle verschieden schlecht reagiert,ein Virus kannst nicht laufenlassen wie Basti zwei Wochen aber abschalten kannst es auch nicht.Die gute Nachricht ist,saufen darfst trotzdem, gegen Corona hilft es halt nicht.

Landbomeranze
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Lieber Irgendeiner, ich habe schon vor Wochen die WHO kritisiert,

weil sie 1. am Gängelband der Pharmariesen und 2. am Gängelband der Chinesen hängt. Ich hätte da etwas für sie, das stammt nicht von mir, sondern von Joachim Käppner, Süddeutsche Zeitung (heute), die ja nicht unbedingt auf meiner Linie liegt aber natürlich muss man auch andere lesen, damit man sich ein halbwegs ausgewogenes Bild machen kann: "...Offenbar kriecht die WHO, deren Unabhängigkeit jetzt doch so wichtig ist, zu Kreuze, um bloß kein Wort zu äußern, welches das Regime in Peking als Hauch von Kritik auslegen könnte. Die Volksrepublik, die ökonomisch einen Raubtierkapitalismus und innenpolitisch einen spätkommunistischen Überwachungsstaat betreibt, nimmt übergroßen Einfluss auf die Organisation. Sie tut dies auch, um ihre Version der Coronakrise zu verbreiten: Die Volksrepublik habe die Pandemie besiegt und sei nun der Helfer und beste Freund aller betroffenen Staaten....". Selbstverständlich kann man auch darüber diskutieren. Können sie, indem sie sich bei der Süddeutschen einloggen. Mich würden die Antworten der dortigen Leser auf ihre Feststellungen interessieren.

Irgendeiner
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Weißt du,Pomi,ganz kurz zuerst zum Unwesentlichen,ich bin als Poster ein EPU,klein aber mein,und ich werde nicht noch wie schon einmal vorgeschlagen die Presse oder die Süddeutsche beglücken,nicht weil ichs nicht könnte sondern weil ich begrenzt Zeit habe und hier kaum zu Rande komme und als Anhänger Leopold Kohrs dort wichtig bin wo mich das Leben hingestellt hat und da bin ich zu Deiner Freude.Und zur Sache.Ob die WHO Gelder von Pharmariesen kriegt weiß ich nicht,das die Pharmafirmen selbst an Hedgefonds hängen die etwa in den USA diese jetzt auf Verteuerung der Medizinartikel gedrängt haben weiß ich.Und ich wüßte gerne,welche Kritik die WHO an China anbringen sollte,für die Zoonose können

die nichts und versendet haben die an andere auch, nicht beschlagtnahmt wie die Deutschen oder die USA.Ich les das ein bißchen als Versuch die Chinamänner jetzt vom Markt zu drängen nachdem man dort gerne und mit mehr Gewinn produzieren ließ.
Weißt Du,die haben natürlich eine Art von Parteidiktatur und haben auch Oligarchen groß werden lassen,aber spätkommunistisch ist die perfide Methode nicht,die hat auch bei uns Liebhaber,die arbeiten nicht mit Repression
die arbeiten mit einem Bonuspunktesystem und machen die Leute so restlos stromlinienförmig,du mußt dir Zugang durch Wohlverhalten erwerben,das ist urkapitalistisch,nicht staatskapitalische Unterdrückung.Aber das hat mit der Pandemie nichts zu tun.
Und lustig find ich das mit dem Raubtierkapitalismus,hier haben eine Pandemiebekämpfung verzögert wegen der Bilanzen, in Deutschland durchaus auch,weißt Du wenn einer der die Welt am eigenen Wirtschaftsprimat bemißt,auf Kosten von Menschenleben,daß dem anderen ders auch tut als Vorwurf zuruft,wirds komisch.
Ich seh das ganz anders,pomi, die Chinamänner sind was sie sind und sie waren unseren Tolmen gut genug um hier die Löhne zu drücken und dort herstellen zu lassen um Gewinne zu maximieren und ich war ein Idiot weil ich aufs Lokalitätsprinzip hinwies,jetzt kommen die Bilanzmauler drauf wie fragil das ist
aber nehmen sich nicht selbst an der Dummnase sondern zeigen auf die Chinesen.Weils vorher und nachher gleich dumm sind.

schadstoffarm
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Du musst nicht persönlich werden

Nur weils dir dein Allheilmittel madig machen.

VH7F
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Alkohol hilft nicht?

Die Who hat keine Ahnung. Das wurde schon von Trump bestätigt und der muss es wissen 👍🍻

hermannsteinacher
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Dass im APIRL nichts hilft,

war zu erwarten.

martin8330
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WHO: Alkohol schützt nicht vor dem Coronavirus.

Einfach nur lächerlich. Ich bin seit einigen Wochen nicht unter die Zwei-Promille-Grenze gekommen und mir geht es super und ich habe jetzt auch mehr Platz, die Frau ist komischerweise ausgezogen.

sev57
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Hab auch schon befürchtet

die letzten Wochen umsonst gesoffen zu haben. Glück gehabt.

willfurth
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Ein Vergleich...

Mir ist ein bildlicher Vergleich für unsere aktuelle Situation eingefallen (Moralphilosophie?):

Ein unbremsbarer Zug fährt auf eine sichtbare Gruppe von 10 Personen (bei uns alte Mitbürger) zu, die er erfassen und töten wird.
Davor gibt es aber eine Weiche mit der ich den Zug umlenken kann.
Kurz vor der Weiche bekomme ich jedoch die Information, dass auf dem zweiten Weg 100 Personen (Wirtschaftsschaden) stehen, die für mich aber aktuell unsichtbar sind.

Jetzt kann jeder für sich entscheiden, ob er die Weiche umlegt oder nicht.
Allen, die die Weiche jetzt sofort umlegen möchten (mich eingeschlossen), möchte ich aber zu bedenken geben, dass Informationen falsch sein und wir nicht in die Zukunft sehen können...

Das sind die aktuellen Fronten, auch hier im Forum. Nachdem die Entscheidung in jedem Fall nicht leicht ist, sollte man davon absehen, die jeweiligen "Gegner" zu diffamieren.....

Irgendeiner
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Nein,oh nein,

Menschenleben haben immer Priorität, das andere ist eine Konvention namens Geld das ohnehin nur durch Übereinkunft etwas ist, und darüber daß Kapsch den schwedischen Weg wollte und als Magisterl der BWL biologisch taulos die Vorsicht bei einer weltweiten Pandemie zur Hysterie erklärte weils auf die Bilanzen geht, genau wie Scheuch von Wienerberger,werma dann noch reden.Die Idee ist in sich krank.

Irgendeiner
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Außerdem weißt Du verwechselst Du absichtvoll eine

vermeidbare tödliche Krankheit mit unbeabsichtigen Nebeneffekten von Wirtschaftsschwankungen die ihrerseits vermeidbar gewesen wären, wenn ich vorrechne wieviele Menschen auf Grund unseres Wirtschaftssystems in Dreitweltstaaten schon verstorben sind, müßtmas dauerhaft stillegen.

erstdenkendannsprechen
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sorry,

hätte rot sein sollen.

Mein Graz
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@willfurth

Also verstehe ich das richtig:
Auf dem einen Gleis stehen 10 Personen, die der Zug töten würde - das Virus
Auf dem anderen Gleis stehen 100 Personen, die der Zug töten würde - Tote auf Grund der marodierenden Wirtschaft.

Meinst du damit, dass durch den Shut down 10 Mal mehr Menschen sterben werden als durch das Virus?

willfurth
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Bei Untersuchungen zur Auswirkung...

...des Börsencrash von 2008 kam man auf eine Zahl von ca. 500.000 Opfern/Toten weltweit als direkte Folge.
So ganz unrealistisch dürfte die Zahl also nicht sein?

Mein Graz
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@willfurth

Dank User Miraculix11 habe ich diesen Artikel auch lesen können.
Die Überschrift lautete:
"Gefährliche Finanzkrise
Hohe Arbeitslosigkeit KÖNNTE während der Finanzkrise weltweit zu einer halben Million Krebstoten zusätzlich geführt haben. Besonders groß scheint das Problem da, wo es keine allgemeine Krankenversicherung gibt."

Und ein Absatz faszinierte mich besonders:
"Als die Forscher die Analyse erneut starteten und dabei berücksichtigen, welche Staaten ihren Bürgern eine allgemeine Krankenversicherung anboten, war der Zusammenhang zwischen steigender Arbeitslosigkeit und steigenden Todesraten nur noch schwach. Je mehr Menschen unabhängig von ihrer beruflichen Situation Zugang zu medizinischer Versorgung haben, desto weniger sterben in Krisenzeiten, schlussfolgern die Forscher."

Man kann halt aus jedem Bericht das raus lesen, was man lesen will.

checker43
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@willfurth

Also dann ist die Entscheidung einfach. 500.000 Opfer weltweit aufgrund der wirtschaftlichen Einschränkungen gegenüber Millionen Opfern weltweit ohne Maßnahmen gegen Covid.

SagServus
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So ganz unrealistisch dürfte die Zahl also nicht sein?

Der Börsencrash 2008 war ein rein wirtschaftlicher und ohne Nebeneinflüsse einer Epi- oder Pandemie.

Wie haben die Experten Trump dazu gebracht umzuschwenken doch Maßnahmen gegen das Virus zu starten?

In dem man ihm vorgerechnet hat um wie viel mehr die Wirtschaft im Nachhinein geschädigt ist als mit einem vorzeitigen Shutdown.

Dein Trolley-Problem ist also nicht nur eines zwischen dem aufwiegen von Alten Leuten gegenüber Wirtschafstreibenden.

Weil so wie es laut den Prognosen derzeit ausschaut, heißt das Trolley - Problem eher 10 Alte + 100 Wirtschaftstreibende oder 1000 Alte + 10000 Wirtschaftstreibende aus.

samro
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zahl

woher haben sie diese zahl der 500000 opfer?
und wie kam es zu den toten?

Mein Graz
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@willfurth

Kann ich dazu bitte eine Quelle haben, ich informiere mich immer gerne selbst.
Danke.

samro
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quelle

ob da noch eine quelle kommt?
da bin ich mal gespannt.

Miraculix11
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Ich hab die Quelle nach 2 min gefunden



Die globale Wirtschaftskrise hat einer Studie zufolge zwischen 2008 und 2010 weltweit zum Tod von zusätzlich einer halben Million Menschen durch Krebs beigetragen. Zahlreiche Patienten hätten nicht mehr angemessen behandelt werden können, weil sie arbeitslos geworden oder Einschnitte im Gesundheitswesen vorgenommen worden seien, heißt es in der im Magazin "The Lancet" veröffentlichten Studie des Londoner Imperial College.

Die Wissenschaftler werteten Statistiken der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Weltbank aus den Jahren 1990 bis 2010 aus. Daten aus 75 Ländern mit einer Gesamtbevölkerung von mehr als zwei Milliarden Menschen flossen in die Analyse ein. Die Forscher wollten wissen, ob Arbeitslosigkeit und schwankende Ausgaben für das Gesundheitswesen die Krebssterblichkeit beeinflusst hatten.
"Der Spiegel" 26.05.2016

erstdenkendannsprechen
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es ist halt so,

dass krebspatienten auch nicht behandelt werden können und keine vorsorgeuntersuchungen stattfinden, wenn alles mit coronapatienten belegt ist...

 
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