Kabul Afghanistan ist wieder in der Hand der Taliban

Die radikal-islamischen Taliban haben nach ihrer überraschend schnellen Einnahme der afghanischen Hauptstadt Kabul die Kämpfe für beendet erklärt. Präsident Ghani hat Afghanistan verlassen.

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Bewaffnete Kämpfer besetzten den Präsidentenpalast in der Hauptstadt
Bewaffnete Kämpfer besetzten den Präsidentenpalast in der Hauptstadt © AP
 

Die radikal-islamischen Taliban haben die Kämpfe um Afghanistan für beendet erklärt. "Der Krieg in Afghanistan ist vorbei", sagte Taliban-Sprecher Mohammed Naim dem Sender Al Jazeera. Zum weiteren Vorgehen äußerte sich Naim überraschend versöhnlich: Man wolle mit allen Beteiligten Frieden, schütze afghanische Persönlichkeiten und diplomatische Vertretungen und suche den Dialog mit der Staatengemeinschaft. Erwartet worden war, dass die Taliban hart gegen Gegner vorgehen.

Am Flughafen von Kabul herrscht Chaos. Hunderte versuchen das Land zu verlassen, nicht zuletzt, weil sich Gerüchte verbreiteten, dass jeder, der es zum flughafen schaffe, auch aus dem Land komme. 

Auch deshalb versuchen weiterhin zahlreiche Afghanen verzweifelt, das Land über den Flughafen Kabul zu verlassen. Dort harrten auch Angehörige westlicher Botschaften aus. Die Evakuierung der US-Botschaft in Kabul ist nach Angaben des Außenministeriums mittlerweile abgeschlossen. Die Evakuierung deutscher Staatsbürger aus der afghanischen Hauptstadt hat ebenfalls begonnen.

Die Extremisten hatten zuvor bei ihrer überraschend schnellen Offensive auch die afghanische Hauptstadt Kabul eingenommen. Bewaffnete Kämpfer besetzten den Präsidentenpalast in der Hauptstadt, wie auf TV-Bildern zu sehen war. Präsident Ashraf Ghani floh laut dem TV-Sender Al Jazeera nach Usbekistan.

"Frieden mit allen Beteiligten"

Taliban-Sprecher Naim sagte, man wolle Frieden mit allen Beteiligten. Sorgen der internationalen Gemeinschaft wollten die Taliban im Dialog lösen. Der Kontakt zu anderen Staaten werde gesucht, da man nicht in Isolation leben wolle. "Wir bitten alle Länder und Organisationen, sich mit uns zusammenzusetzen, um alle Probleme zu lösen." Man werde sich nicht in Dinge anderer einmischen und Einmischung in eigene Angelegenheiten nicht zulassen. Rechte von Frauen und Minderheiten sowie die Meinungsfreiheit würden respektiert, wenn sie der Scharia entsprächen. Die Taliban würden jetzt die Früchte ihrer Bemühungen und Opfer ernten.

"Wir haben das erreicht, was wir gewollt haben, nämlich die Freiheit unseres Landes und die Unabhängigkeit unseres Volkes." Der Politbüro-Chef der Taliban, Mullah Abdul Ghani Baradar, erklärte in einer Videobotschaft, nun folge die wirkliche Bewährungsprobe, bei der die Erwartungen der Menschen erfüllt und ihre Probleme gelöst werden müssten.

Präsident Ashraf Ghani hat Afghanistan verlassen

Der afghanische Präsident Ashraf Ghani soll nach einem Bericht des Nachrichtensender TOLO News Afghanistan unter dem Druck des Taliban-Vormarsches verlassen haben. Laut dem TV-Sender Al Jazeera floh er nach Usbekistan. Wie der Sender unter Berufung auf einen Leibwächter des Politikers berichtet, machte sich Ghani unter anderem mit seinem Stabschef auf den Weg in die usbekische Hauptstadt Taschkent. Er wolle mit seinem Rückzug "ein Blutvergießen verhindern", erklärte Ghani.

Zuvor hatte das Innenministerium berichtet, dass die Taliban bereits mit dem Angriff auf Kabul begonnen hätten. Kabul war die letzte Großstadt des Landes unter Kontrolle der Regierung. Am Wochenende hatten die Taliban die Großstädte Jalalabad im Osten am Sonntagmorgen (Ortszeit) sowie Mazar-i-Sharif im Norden am Samstagabend eingenommen.

Versprechen der Taliban

Auch die Taliban erwarten nach Angaben eines Sprechers eine friedliche Machtübergabe. Es werde zudem eine neue Regierung angestrebt, an der alle Afghanen beteiligt seien, sagt der Sprecher dem britischen Rundfunksender BBC. Er versicherte, dass die Rechte von Frauen respektiert würden. Frauen würden Zugang zu Bildung haben und auch arbeiten sowie alleine das Haus verlassen dürfen. Strafen wie Hinrichtungen, Steinigungen und Amputationen müssten von Gerichten entschieden werden. Medien solle eine kritische Berichterstattung erlaubt werden.

Kurz zuvor hatte der Taliban-Sprecher Sabiullah Mujahid der BBC gesagt, er könne bestätigen, dass es Gespräche mit dem Präsidentenpalast über eine friedliche Machtübernahme gebe. Der Leiter des Hohen Rates für Nationale Versöhnung, Abdullah Abdullah, organisiere diese.

Sicherheit Kabuls angeblich garantiert

Auch der Verteidigungsminister Bismillah Chan Mohammadi erklärte in einer auf Facebook veröffentlichten Videoansprache, er als Vertreter der Streitkräfte garantiere die Sicherheit Kabuls. Die Menschen sollten nicht in Panik verfallen. Es sei bekannt, dass sich der Präsident Ashraf Ghani mit heimischen Politikern getroffen habe und ihnen die Verantwortung übertragen habe, eine autoritative Delegation aufzustellen, die am Montag nach Doha reisen solle, um mit den Taliban eine Einigung über die Afghanistan-Frage zu erzielen. Die Sicherheit von Kabul werde aufrechterhalten, bis eine Einigung erzielt wird, sagte er.

Die radikalislamischen Taliban hatten in den vergangenen Tagen eine afghanische Provinz nach der anderen eingenommen. Die Hauptstadt Kabul blieb daraufhin die letzte Bastion der Regierungstruppen. Die Kämpfer hätten nun Anordnung, an den Toren der Hauptstadt Halt zu machen und nicht in die Stadt einzudringen, erklärte ein Taliban-Sprecher am Sonntag.

In der Taliban-Erklärung vom Sonntag heißt es, die Kämpfer sollten an den Toren der Stadt Stellung beziehen. Da die Hauptstadt Kabul eine große und dicht besiedelte Stadt sei, beabsichtigten die Taliban nicht, sie mit Gewalt oder Krieg zu betreten. Man wolle vielmehr mit der anderen Seite über einen friedlichen Einzug in Kabul verhandeln.

Chaotische Szenen in der Stadt

In Kabul spielten sich chaotische Szenen ab. Es kam zu einer Schießerei vor einer Bank, wie ein Bewohner der Stadt sagte. Viele Menschen versuchten, ihr Erspartes abzuheben, Lebensmittel zu kaufen und zu ihren Familien heimzukehren. Ein Soldat aus Kabul sagte, seine gesamte Einheit habe die Uniformen abgelegt. Soldaten, die aus von Taliban eben eroberten Bezirk der Provinz Kabul kamen, bestätigten, dass sich Kämpfer der Islamisten vor der Stadt befänden.

Der Flughafen in Kabul: Der einzige Weg in und aus der Stadt Foto © AP

Deutschland will am Montag mit der Evakuierung deutscher Staatsbürger und afghanischer Ortskräfte aus Kabul beginnen. Auch Tschechien will Diplomaten und Ortskräfte seiner Botschaft in Kabul in Sicherheit bringen. Sie sollen in den kommenden Tagen von der Armee des NATO-Staats nach Europa ausgeflogen werden, wie das Verteidigungsministerium in Prag am Sonntag bekanntgab. Zwei tschechische Diplomaten harren derzeit noch am internationalen Flughafen in Kabul aus.

Österreich hat kein Botschaftspersonal in Kabul, der Amtsbereich Afghanistan wird von Islamabad aus betreut. Das Außenministerium in Wien weiß aktuell nur von einer Person mit österreichischer Staatsbürgerschaft, die sich derzeit noch in Afghanistan aufhält, wie eine Sprecherin am Sonntag auf APA-Anfrage mitteilte. Das Ministerium stehe mit der Person laufend in Kontakt, eine Ausreise sei geplant, hieß es. Weitere Österreicher hätten sich bisher nicht gemeldet.

Russland will dagegen seine Botschaft vorerst nicht räumen. Eine Evakuierung sei nicht geplant, sagte der Afghanistan-Beauftragte des russischen Außenministeriums, Samir Kabulow, am Sonntag der Agentur Interfax. "Der Botschafter und unsere Mitarbeiter nehmen ihre Aufgaben in aller Ruhe wahr."

Kritik an Biden wächst

Inden USA wächst angesichts des rasanten Eroberungsfeldzugs der radikalislamischen Taliban in Afghanistan die Kritik an Präsident Joe Biden. Nicht nur die oppositionellen Republikaner werfen dem Präsidenten eine katastrophale Afghanistan-Politik vor - schwere Schuldzuweisungen kommen auch von liberalen Medien wie der "Washington Post". Experten warnen, dass Afghanistan zum Schandfleck auf Bidens politischem Erbe werden könnte.

Das Tempo, in dem die Taliban in den vergangenen Wochen Städte und Provinzen in Afghanistan unterworfen haben und jetzt bis nach Kabul vorgedrungen sind, hat die USA unvorbereitet getroffen - das unterstreichen zusammengeschnittene Videos, mit denen US-Medien zuletzt die Afghanistan-Politik Washingtons anprangerten. Hier aktuelle Bilder von Taliban-Flaggen auf den zentralen Plätzen der großen Provinzhauptstädte, dort der US-Präsident, der noch vor wenigen Wochen sagte: "Dass die Taliban alles überrennen und das ganze Land kontrollieren werden, ist extrem unwahrscheinlich."

Angesichts des raschen Vorrückens der Taliban auf Kabul hat Biden die Zahl der US-Soldaten erhöht, die bei der Evakuierung der Botschaft in der afghanischen Hauptstadt helfen sollen. Statt der vorhergesehenen 3.000 Soldaten sollten nun "etwa 5.000 Soldaten" eingesetzt werden, um die Ausreise des Botschaftspersonals und unzähliger ziviler Ortskräfte zu sichern, erklärte Biden am Samstag nach Rücksprache mit seinen Sicherheitsberatern.

Auch die deutsche Regierung bereitet unter Hochdruck eine von der Bundeswehr abgesicherte Evakuierungsaktion in der Hauptstadt Kabul vor. Deutsche Staatsbürger und afghanische Ortskräfte sollen zu Wochenbeginn schnell außer Landes gebracht werden.

Außenminister Heiko Maas sagte der "Bild am Sonntag", dass nun die zügige Evakuierung deutscher Diplomaten und anderer Mitarbeiter das Wichtigste sei. "Wir werden nicht riskieren, dass unsere Leute den Taliban in die Hände fallen. Wir sind für alle Szenarien vorbereitet."

Nach Informationen der Zeitung fliegt die Luftwaffe schon an diesem Montag mit Militärtransportern vom Typ A400M nach Kabul. Voraussichtlich werde es im usbekischen Taschkent Zwischenlandungen geben. Für die Passagiere soll es dann laut "BamS" mit Chartermaschinen weiter nach Deutschland gehen.

Der deutsche Innenminister Horst Seehofer hält den Bundeswehreinsatz in Afghanistan für gescheitert und rechnet mit einer neuen Fluchtbewegung nach Europa. "Was im Moment in Afghanistan geschieht, ist ein Desaster", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen" (Montag). "Das große Ziel war es, die Lebensbedingungen für die Menschen zu verbessern und Stabilität ins Land zu bringen. Heute muss man leider festhalten: Das ist gescheitert."

Schallenberg und Nehammer planen Afghanistan-Konferenz

Außenminister Alexander Schallenberg und Innenminister Karl Nehammer (beide ÖVP) planen eine Afghanistan-Konferenz mit den zentralasiatischen Nachbarländern des Krisenlandes und einigen EU-Ländern, um möglichst zielsicher Hilfe vor Ort bieten zu können. Die Konferenz ist für Ende August oder Anfang September in virtueller Form geplant, wie eine Sprecherin Schallenbergs der APA mitteilte. Auf welcher Ebene die Länder vertreten sein werden, sei "noch in Ausarbeitung", hieß es.

Aus dem Innenministerium hieß es, Ziel der Konferenz sei, die Region zu stärken bzw. die unmittelbaren Nachbarstaaten Afghanistans. Darauf habe auch der gemeinsame Brief Österreichs mit Deutschland, Dänemark, Niederlande, Belgien und Griechenland abgezielt - "nicht nur auf Abschiebungen". Die sechs EU-Länder hatten vor rund einer Woche in einem Brief an die EU-Kommission zu einer Fortsetzung der Abschiebungen nach Afghanistan gedrängt, um in erster Linie straffällig gewordene Afghanen aus der EU zu bringen. Deutschland, Dänemark und die Niederlande haben die Abschiebungen mittlerweile wegen der Lage in Afghanistan offiziell ausgesetzt. Die Länder seien auch Partner für die geplante Konferenz.

"Hilfe vor Ort kann nur im Gleichklang mit den Partnern vor Ort funktionieren," erklärte Schallenberg in einer Stellungnahme gegenüber der APA. "Konflikt und Instabilität in der Region wird früher oder später auch auf Europa und somit auf Österreich überschwappen." Nehammer ergänzte: Um die illegale Migration in Richtung Europa - und somit auch nach Österreich - einzudämmen, brauche es einen "ganzheitlichen Ansatz". Das vordringliche Ziel müsse es daher sein, die Nachbarstaaten Afghanistans bei der Bewältigung dieser "schwierigen Aufgaben" zu unterstützen. Es gelte, diesen Staaten zu helfen und gemeinsam mit ihnen zu verhindern, dass Schlepper Profit aus dem Leid der Menschen schlagen. "Solidarität heißt für uns, jenen Menschen zu helfen, die Schutz brauchen - aber auch konsequent gegen jene vorzugehen, die diese Hilfe missbrauchen."

 

Kommentare (99+)
Eagle67
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Der Westen (die westliche Sicht auf die Welt) hat verloren, wir sollten das respektieren!

Die schnelle Machtübernahme der Taliban wäre ohne Zustimmung der afghanischen Bevölkerung nicht möglich gewesen! Der Traum des Westens einer Demokratie westlichen Zuschnitts ist somit geplatzt. Das sollten wir endlich respektieren! Demoktratie westlichen Zuschnitts hat in muslimischen Staaten noch nie funktioniert (siehe arabischer Frühling) und kann auch nicht mit größtem militärischem Druck herbeigebombt werden. Lassen wir die Afghanen also doch endlich so leben, wie sie wollen und hören wir auf ihnen einzureden, dass das nicht richtig wäre! Vor allem blauäugige, linke Interessengruppen in Europa (Medienhäuser und Nachrichtensender) sollten das zur Kenntnis nehmen!

Die Machtübernahme der Taliban ist übrigens laut übereinstimmenden Nachrichtenmeldungen des heutigen Tages friedlich vonstattengegangen. Vergessen sollte man auch nicht, dass die Taliban gegen die Anhänger des IS sehr konsequent vorgehen, was auch im Interesse des Westens liegen sollte, also von mehreren möglichen Übeln noch das geringere ist.

Russland hat übrigens seine Botschaft in Kabul demonstrativ nicht geräumt und bietet sich als Gesprächspartner für die Taliban an! Russland hat nämlich aus seinem Afghanistantrauma vor 30 Jahren gelernt und eingesehen, dass man Gesellschaften nicht ändern kann, die sich nicht ändern wollen. Der Islam und seine Idiologie hat in diesem Land gewonnen, respektieren wir das!

Sam125
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Ja,die"Ratten"verlassen das sinkende Schiff! Doch das musste nach dem Abzug der

US Streitkräfte ja sowieso jeden Einzelnen klar gewesen sein,dass radikale Islamisten nur darauf gewartet haben,dass die verhassten westlichen Ungläubigen endlich das Land verlassen,denn die Talibanmachthaber zwingen jeden ihre kranke Ideologie auf und der nicht dafür ist,wird mittels Anwendung der "SCHARIA"sofort bestraft,oder eliminiert!Für Frauen und Mädchen,wird es noch um einiges schlimmer werden,wie es ja eh schon ist und die Männer werden sich dem strengen Regime der Taliban unterordnen und das Land wird zum Armenland verkommen,so wie es schon alle GOTTESSTAATEN sind!Und wir haben straffällig gewordene Afgahnen im Land,die man nicht mehr abschieben kann!Wenn Tolerante sich gegen Intolerante nicht zur Wehr setzen,so wird die tolerante Gesellschaft zerstört und mit ihr stirbt auch die TOLERANZ!Lest die Geschichten von Ayaan Hirsi Ali und der deutschen Imamin Seyran Ates, wie die Islamisten vorgehen!Beide bekommen Todesdrohungen und müssen beschützt werden!

zill1
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Taliban

Die Russen sind aus Afghanistan geflohen ! Die Amis sind jetzt geflohen ! Egal ob Irak oder Afghanistan! Die Amis haben überall schwere Kriegsverbrechen begangen und mehr Chaos hinterlassen als Gute Sachen gemacht! Wer die Berichte über zuvile Opfer der Amis gesehen hat fragt sich halt was die Taliban noch schlimmer machen kann !

david965bc
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d

Die Islamisten verschlechtern den ruinierten Ruf den Islam noch mehr, weil sie zeigen, das die Moslems sich dagegen nicht wehren. Und das heißt für den Westen, das es gefährlich ist, wenn Moslems eine Bevölkerungsmehrheit haben, weil sie sich nicht gegen die Islamisten wehren und lieber das erdulden.

Womöglich wäre es sinnvoller gewesen, die USA hätte afghanische Frauen als Soldaten ausgebildet, muslimische Männer sind unfähig. Das heißt, wenn das Bundesheer Muslime aufnimmt, dann eher muslimische Frauen als muslimische Männer.

Sam125
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david1965bc! Ja die Frauen müssen alles machen,doch oftgenug dürfen sie

nichteinmal in die Schule gehen und sie dürfen auch nicht ohne männliche Begleitung aus dem Haus gehen!! Die Frauen und Mädchen sind diejenigen die dieser radikake Wahnsinn am schlimmsten trifft!! Es ist an der Zeit, dass Europa aufwacht und genau hingeschaut wird wer da alles zu uns kommt!! Denn die Frauenrechte werden auch bei uns von solchen Typen beschnitten und die Frauen sind die Leibeigenen ihrer Väter, Männer und Brüder!! Wenn Tolerante sich gegen Intolerante nicht zur Wehr setzen, so wird die tolerante Gesellschaft zerstört und mit ihr stirbt auch die TOLERANZ!! Österreich und ganz Europa wacht endlich auf !

Zeitgenosse
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Unsere Werte werden am

Hindukusch verteidigt , waren die Phrasen vor zwanzig Jahren, jetzt versuchen wir das letzte Flugzeug zu erreichen.

HRGallist
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Präsident außer Landes

„Große“, staatstragende Worte aus einem sicheren Exil, das für viele seiner vielbeschworenen Landsleute ein vergeblicher Wunschtraum bleiben wird. Mit „um Blutvergießen“ zu verhindern, meint er wohl zu allererst sein eigenes, kostbares Blut. Wäre es nicht denkbar gewesen, an der Spitze seiner Regierungsmannschaft mit der weißen Fahne in der Hand den „Siegern“ entgegenzutreten? Wohl zu viel Patriotismus, den er von seinen Landsleuten verlangt. Hat es vor 75 Jahren z.B nicht geheißen: „Deutschland hat mich nicht verfient“. Trifft das nicht auf alle Autokraten und Diktatoren zu? Übrigens wurde Erich Honecker auch rechtzeitig ausgeflogen. Nur Cesucescu hat es nicht mehr geschafft, und der hat seine Diktatur mit seinem und dem Leben seiner Frau bezahlt.

JohannAmbros
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Wen interessiert

Afghanistan? Dieses Land ist verloren und außer Drogen und Kriege hat es keine Bedeutung. Die Taliban können nach meiner persönlichen Meinung dort machen was sie wollen. Jahrzehnte Krieg hat dort nichts gebracht dieses Land muss für den Rest der Welt aufgegeben werden. Ein zweites Nordkorea…

neuernickname
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@JohannAmbros Da Talibanland ein Rückzugsgebiet für international tätige Terrororganisationen

wie z.B. die Al Kaida oder auch die Reste der IS-"Kämpfer" ist, ist es auch ein weltweites Problem, das schon morgen auch für uns in Österreich aktuell werden kann. Auch noch heute nacht.
Ich geh davon aus, dass radikale Islamisten den Triumph über den Westen noch groß "feiern" werden.
Ich weiß dass es Verharmloser auf allen Seiten gibt, die das ganze als mittelasiatische Folklore mißverstehen, welche uns hier nicht tangiert. So etwas gibt es nicht mehr, seit die gesamte WElt vernetzt ist.

Nordkorea ist auch eine Gefahr für die Welt - so das Land eine Atombombe besitzt und die auch in die Luft bringt. "Kleinteiliger" Terrorismus wie im Fall Afghanistan ist aus Nordkorea eher nicht zu erwarten.

Unrechtsregime sind immer gefährlich in einer vernetzten Welt.
Menschlich gesehen ist ein "Hinter mir die Sintflut"-Denken auch nicht sonderlich begrüßenswert.

JohannAmbros
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Bitte nehmen

sie sich die Geschichte Afghanistan zur Brust.

Lodengrün
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Wenn Sie

nicht sehen was das für Konsequenzen hat haben Sie wenig Weitsicht.

JohannAmbros
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Weitsicht

Ich bin jetzt 53, kenne Afghanistan nur als Kriegsland und Drogenhochburg. Mir fehlt tatsächlich die Fantasie für einen positiven Weitblick für dieses Land….

Lodengrün
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Zunächst

ist kein Land auf diesem Planeten isoliert zu betrachten. Und wenn sie im Artikel lesen das dort gesteinigt, amputiert…wird, frage ich Sie ob Sie das menschlich nicht berührt und weiterhin zum Satz: „ was geht mich nichts an“ veranlasst.

JohannAmbros
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Respektiere Sie

Bitte meine persönliche Meinung und beginnen Sie bitte nicht mich zu belehren oder falsch zu zitieren. Verwenden Sie doch bitte ihren Namen und verstecken Sie sich nicht hinter ihrem Lodenmantel.

neuernickname
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@JohannAmbros Andernorts schreiben Sie - auch an lodengrün:

"Sie haben keine Ahnung

Übernehmen Sie doch bei Ihnen zuhause diese Straffälligen Vergewaltiger. Oder sind Sie selbst einer von denen ?"

ich frage mich schon, ob Sie meinen mit einem derartigen Diskussonsstil den Respekt, den Sie fordern, verdienen.

Nicht falsch verstehen - Meinungsfreiheit ist ein Menschenrecht - aber ihre Art zu diskutieren ist meiner Ansicht nach unter aller Kanone.
Das ist meine MEinung und ich hoffe, dass sie diese respektieren.

Gute Nacht

JohannAmbros
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Sehr gut 👍🏻 Respekt

Es steht Ihnen Frei nach Afghanistan auszuwandern und zu helfen dieses Land zu einem besseren zu machen. Meine Meinung mit der Bitte um Respekt.

neuernickname
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@JohannAmbros

Eine Reise nach Afghanistan würde eher Ihnen guttun. Vielleicht lernens dann mehr über die Gesinnung, die Sie persönlich umtreibt und fangen an umzudenken und lernen, dass Sie nicht allein auf der Welt sind und auch irgendwann mal die Hilfe anderer brauchen werden.

Zeitzeuge
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Johann Ambros

Ihre Birne sollte man so lange mit Steinen bewerfen bis sie kapieren was steinigen bedeutet und erfahren wie sich das anfühlt.
Solche menschenverachtende Kommentare habe ich noch nie gelesen.
Akzeptieren sie meine Meinung!

Balrog206
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Zeitzeuge

Warum solche Worte versteh ich nicht ganz , aber bei so viel Einsatz deinerseits solltest besser eine Uniform anziehen u ab das Land befreien !!!

JohannAmbros
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Danke

für das Geistreiche Kommentar, Applaus 👏🏻
Gott sei Dank bin ich Österreicher und lebe auch in Österreich. Meine Birne dankt es mir. Außer ich habe Gewalt von Ihnen zu Fürchten. Woher kommen Sie ??

Lodengrün
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Ich habe Sie

nicht belehrt und wüsste auch nicht wo ich Sie zitiert hätte. Ich habe Sie lediglich ersucht auf bestimmte Dinge Ihren Fokus zu richten.

JohannAmbros
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Na dann wird ja gut sein….

mein lieber Mensch….

ikennminetguataus
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Ich fürchte, demnächst wird nicht …

… mehr Abschieben von AfghanInnen(!) das Thema sein, sondern Aufnehmen. Und von wem die erste politische Forderung nach Schutz für Flüchtlinge vor dem Taliban-Regime kommt, dürfte auch nicht schwer zu erraten sein.

plolin
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Jetzt erst recht!

Aufnehmen - ja, aber wenn sie sich nicht benehmen oder straffällig werden - sofort zurück. Ohne wenn und aber.

GlebNershin
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Wenn die Taliban alles kontrollieren, wird Afghanistan sicherer als es jetzt ist

Kein Grund, Abschiebungen dauerhaft auszusetzen.

Die Taliban sind nicht mehr die gleichen wie vor 20 Jahren und haben ihre Lektion gelernt. Statt Steinigung ist jetzt Teeren und Federn angesagt, immerhin ein Fortschritt.

Hinter den Kulissen wurde schon seit Jahren mit den Amerikanern kooperiert. Dass Kollaborateure fliehen, ist normal; alle anderen haben wenig zu befürchten.

Schaumal1
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Ach so!

Dann ist's ja gut. Die Taliban haben also ihre Lektion gelernt. Das Erschießen von Kindern und Vergewaltigen von Frauen ist wohl nur ein kleiner Ausrutscher. Hauptsache, man hat wenig zu befürchten.
Sie schon. Sie leben ja auch nicht dort. Da haben Sie Glück!

 
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