Vor einem Jahr wurde bekannt, dass Stefan Pierer als Finanzier des Skigebiets Aflenzer Bürgeralm aussteigt. Die Lifte stehen seither still. Nun nehmen die Sorgenfalten mit dem wackelnden Reha-Zentrum in der Gemeinde weiter zu.

Die Zusammenführung der Standorte Aflenz mit St. Radegund habe finanzielle und versorgerische Vorteile, wird in einer internen Mitteilung der PVA argumentiert. Für Aflenz und die Region wären die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen jedoch zweifelsohne negativ. Das Reha-Zentrum ist einer der größten Arbeitgeber, bringt viele Leute von außerhalb ins ländliche Gebiet.

Zweite Säule des Kurorts

Der Klimawandel wird den Schnee auf der Bürgeralm nicht zurückbringen, einen funktionierenden Skibetrieb wird es wohl nicht mehr geben. Sollte in naher Zukunft nun auch die zweite große Säule des Kurorts wegbrechen, wird es aber eng.

Im Gegensatz zum privat geführten Skigebiet ist die PVA eine Körperschaft öffentlichen Rechts. Ihre Standortpolitik darf sich nicht nur an betriebswirtschaftlichen Kennzahlen orientieren. Sie wird von unser aller Steuergeld finanziert, die Bedeutung der Reha-Einrichtung muss deshalb auch gesamtgesellschaftlich gewürdigt werden. Die ländlichen Regionen sind bereits genügend unter Druck.