Entertainer Thomas Gottschalk hätte in wenigen Tagen eigentlich sein Comeback feiern sollen. Der 75-Jährige ist seit der Bekanntgabe seiner Krebserkrankung im vergangenen November nicht mehr auf der Bühne gestanden. Gottschalk sagte den Termin jedoch kurzfristig ab.

Das jahrzehntelange TV-Gesicht hätte die Preisverleihung des „Goldenen Ochsensepp“ in München moderieren sollen. Die Auszeichnung, die an den Widerstandskämpfer und das Gründungsmitglied der CSU Josef Müller erinnert, soll an den ehemaligen österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) verliehen werden. Der Preis wird zum ersten Mal vergeben.

„Weder für Kurz, noch für jemanden anderen“

Allerdings kam von Gottschalk eine kurzfristige Absage: „Ich werde mich vor dem Herbst nicht öffentlich auf die Bühne stellen, weder für Kurz, noch für jemanden anderen! Danach schauen wir mal, was die Gesundheit macht“, zitiert der „Spiegel“ aus einer E-Mail von Gottschalk. Laut dem künstlerischen Leiter der Verleihung, Holm Dressler, werde die gesamte Veranstaltung auf September verschoben. „Wir planen weiterhin mit Thomas, sofern seine Gesundheit es erlaubt“, erklärt Dressler.

Müller, der 1979 starb, wurde auch „Ochsensepp“ genannt. Der Preis werde laut Website an Persönlichkeiten verliehen, „die sich um die Umsetzung und Verbreitung christlich-sozialer Werte verdient gemacht haben“. Der „Goldene Ochsensepp“ ist der Ehrenpreis des Internationalen Freundeskreis für eine christlich-soziale Politik (IFCSP).

Aggressive, seltene Krebsart

Gottschalk hatte nach mehreren irritierenden Aufritten wie etwa bei der Bambi-Verleihung öffentlich gemacht, an einer aggressiven, seltenen Krebsart zu leiden. Er zog sich aus der TV-Welt zurück. Anfang April hatte er bei einem Familienausflug am Tegernsee gezeigt.

Video: Thomas Gottschalk sagt Bühnen-Comeback kurzfristig ab