Debatte entflammt Öffnet der Handel am 4. Adventsonntag? Bischof ist gegen eine Sonderlösung

Stimmen aus der Unternehmerschaft wollen, dass Handelsbetriebe heuer am 19. Dezember aufsperren dürfen. Weil es aber ein Sonntag ist, würde es dafür eine Sonderregelung brauchen.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Sperrt der Handel heuer am 19. Dezember auf?
Sperrt der Handel heuer am 19. Dezember auf? © stock.adobe
 

Es rumort im heimischen Handel. Wenig verwunderlich, trat der abermalige Lockdown doch just zu einer Zeit in Kraft, die als außergewöhnlich umsatzstark gilt. Für gewöhnlich grüßt in diesen Tagen das Weihnachtsgeschäft, nun grüßen eher große und internationale Online-Händler eine Vielzahl an abwanderungswilligen Kunden.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

Herzilein1103
10
20
Lesenswert?

Kurz hat recht

Der Kirche gehören alle Privilegien und Sonderrechte gestrichen. Vielleicht kapiert der der Herr Bischof dann, das Kaufleute und Unternehmer auf Kunden angewiesen sind, um Umsatz/ Einkommen zu erwirtschaften. Seine Sternsinger sollten demnächst nicht von Geschäft zu Geschäft gehen um für die Kirche zu betteln, sondern sollen nur bei Amazon vorstellig werden. Die machen ja dank dem Herrn Bischof genug Umsatz.

Hardy1
9
17
Lesenswert?

Die Kirche hat jegliche moralische Instanz verloren....

330.000 Missbrauchsopfer durch katholische Priester in Frankreich....und es passiert so gut wie gar nichts.....

cockpit
3
7
Lesenswert?

Wer bitte gibt hier rot

?

joschat55
15
24
Lesenswert?

Sonntagsöffnung

Geht die Sonntagsöffnung einmal durch wird ein Präzedenzfall geschaffen und es wird zur Dauereinrichtung. Ich erinnere nur daran dass früher Geschäfte am Samstag Nachmittag geschlossen waren. Irgendwann war die Öffnung an den Adventsamstagen erlaubt und jetzt haben alle Geschäfte an allen Samstagen am Nachmittag offen. Und so wird es mit dem Sonntag passieren wenn nicht sofort ein Riegel vor geschoben wird

altbayer
20
13
Lesenswert?

ca. 2 %

In Deutschland sind ca. 2 % der Bevölkerung AKTIVE Christen (laut einem ZDF Beitrag) - wenn ich mir so unsere Pfarre anschaue (bei ca. 8000 Menschen gehen ca. 160 regelmäßig in die Kirche), dürfte das auch in Österreich hinkommen
- der Rest ist "Steirisch Katholisch" (Taufe, Erstkommunion, Firmung, Trauung, Fleischweihe und Mette - ...und so lange Kirschenbeitrag zahlen - bis der Pfarrer beim Begräbnis mitgeht, und sich die Nachbarn nicht das Maul zerreißen können).
Wieso gibt es von der katholischen Kirche diese Aufregung, wegen der Minderheit von ca. 2% der Bevölkerung?
Ist es vielleicht die Angst an einem Sonntag nicht genug Euros in den Klingelbeutel zu bekommen? ......wobei 90% der Kirchengeher sind sowieso schon in Pension und brauchen am Sonntag sowieso nicht arbeiten.

Stephan123
4
8
Lesenswert?

selten so einen dumnen kommentar gelesen

ist das ernst gemeint ? glaubt dieser mensch echt, die kirche kritisiert die sonntagsöffnung, weil sie angst hat weniger in den klingelbeutel zu bekommen ?! es fehlen die worte bei soviel kurzsichtigkeit …

altbayer
2
7
Lesenswert?

Kirche

Es soll nur die wichtigen Punkte der Kirche darstellen: "Geld und Macht" - obwohl die aktiven Katholiken eine Minderheit darstellen, nimmt sich die Kirche einfach zu wichtig.
Nicht wörtlich - sondern bildlich verstehen.

menatwork
7
40
Lesenswert?

Abwegige Idee

Also wir machen Lockdown und dann veranstalten wir eine Riesen-Coronaparty mit Megaangeboten, wer denkt sich sowas aus?

Denn wenn man Umsatz nachholen will, müssen sehr viele kommen, sonst lohnt es sich ja nicht.

Bischof hin oder her, er hat Recht, Finger weg vom Sonntag - denn die vielen Befürworter wünschen sich ja sicher nicht, dass es vor ihrer Haustüre abgeht wie wochentags, genau darauf läuft es aber hinaus, wenn man die Grenzen immer weiter zieht.

Barbie
13
39
Lesenswert?

Nicht alle sind nur zu Hause

so manche sind auch jetzt im Geschäft und machen Hintergrundarbeiten. Seit vielen Monaten immer wieder in Kurzarbeit, gerade die im Handel arbeiten haben ohnehin meist ein Gehalt, von dem man eher schlecht als recht leben kann. Jetzt sollen sie auch noch am Sonntag arbeiten gehen, damit die Kunden die jetzt im Homeoffice sitzen einen Tag mehr zum shoppen haben? Wenn der Kunde etwas kaufe möchte, dann werden das die Herrschaften wohl auch unter der Zeit schaffen, denn kein Büro hat solche Öffnungszeiten bis teilweise 20 Uhr Abends, wie der Handel es hat.

walkingmarie
31
16
Lesenswert?

Wer das nicht gutheißt

…muss ja nicht hingehen. Und die Angestellten müssen entsprechend entlohnt werden.

joschat55
7
6
Lesenswert?

Sonntagsöffnung

Es geht darum dass es einen Tag in der Woche gibt wo Familie gelebt werden kann.

seierberger
4
3
Lesenswert?

Familie zusammen

Diese Tage haben wir jetzt im Lockdown. Solange es bei diesem einzigen Tag bleibt, sollte man dem Handel zuliebe darüber nachdenken. Öfters im Jahr für mich ein No Go.

Futuresta
6
20
Lesenswert?

Normal

Der Willi ist einer der Normalen Menschen in diesem Land und nicht so Konsum und Gewinn Verrückt wie die meisten.

cockpit
42
26
Lesenswert?

Der Bischof soll sich nicht einmischen,

es geht ihn nichts an!

jokoo
0
3
Lesenswert?

Wenn man es genau nimmt,

dürfen die ganzen Pfarrer eigentlich am Sonntag arbeiten??

cockpit
0
3
Lesenswert?

jokoo

Der ist gut 😂

Aleksandar
19
31
Lesenswert?

Irrtum

Der Bischof hat das Recht und die Pflicht, seine Bedenken zu äußern. Grundsätzlich wäre eine Ausnahmeregelung ja nicht so schlimm - aber die Folgen sind es: Weitere "Ausnahme-Sonntage" werden bald die Regel sein, und Verkäuferinnen und Verkäufer (egal ob katholisch oder nicht) die Leidtragenden.

cockpit
27
19
Lesenswert?

Der Bischof darf sich trotzdem nicht einmischen.

Staat und Kirche ist meines Wissens nach bei uns getrennt? Oder habe ich was verpasst?

Aleksandar
9
26
Lesenswert?

Ganz a Schlauer

Der Bischof hat sehr Wohl das Recht, seine Meinung kundzutun. Oder gilt Meinungs- und Redefreiheit für Katholik*inn*en nicht?
Außerdem ist der freie Sonntag auch katholischen Ursprungs. Du nimmst die Annehmlichkeiten, die du der Kirche verdankst (christliche Feiertage usw.) sehr wohl in Anspruch und lästerst dann.

Hellseher
1
8
Lesenswert?

@hellseher

Jeder der ein Geschäft und Handel betreibt kann einen Onlineshop einrichten und 24 Stunden täglich verkaufen, wenn er es nur will

lieschenmueller
8
9
Lesenswert?

christliche Feiertage

Bitte nicht schon wieder diese Argumentation. Gesetzliche!! sind es vor allem. Mit Ursprung vom von Ihnen Genannten.

Und selbstverständlich hat ein Bischof das Recht der Meinungsäußerung. Wie jeder andere auch in Österreich.

Außerdem sind nicht nur Katholiken Christen.

Aleksandar
1
5
Lesenswert?

Argumentation

Natürlich ist diese Argumentation berechtigt, wenn dem Bischof Meinungsäußerung verwehrt werden will. Da wird man wohl einen Anstoß geben dürfen, die Unsinnigkeit dieser Forderung vor Augen zu führen.

Gesetzliche Feiertage sind es eben dank der Absprache zwischen katholischer Kirche und dem Staat.

Richtig: Nicht nur Katholik*inn*en sind Christ*inn*en. Aber wir wissen alle (hoffentlich), um welche Kirche es sich bei den Absprachen mit dem Staat handelte. Im Sinne der Gleichberechtigung gelten diese Abkommen nun für alle.

lieschenmueller
3
3
Lesenswert?

Absprache!! Staat/Kirche

im Jahr 2021 kein Argument mehr.

Ich verwehre niemandem Meinungsäußerung. Ob dies ein Bischof, ein Sportler oder Frau Proll ist.

Alle in einem Atemzug mögen für Sie despektierlich klingen, weil Sie einen Bischof auf einen Sockel stellen. Für gläubige Menschen verständlich, die mit der Kirche nicht so viel am Hut haben, nebensächlich.

Diese eine - in Zahl 1 - angedachte Sonntagsöffnung wäre die einzige, die ich mittragen könnte. Das Lesen des Kommentars von User menatwork relativiert aber wieder vieles, weil er recht hat.

Wir sind in einem Dilemma sondergleichen wegen Corona. Und das Lesen über die Variante in Südafrika zieht einen irgendwie noch mehr runter.

Aleksandar
1
3
Lesenswert?

Keine Panik, Lieschen!

zu 1) Ich bezog mich auf cockpit; das scheint dir entgangen zu sein.

zu 2) Versteh ich nicht ganz. Es handelt sich - objektiv gesehen - um Abkommen mit dem Staat, um gesetzliche Sachverhalte usw. Da ist es nebensächlich, ob jemand gläubig ist oder nicht.
Der Bischof hat in seiner Eigenschaft als Bischof schon das Recht, die Meinung der katholischen Kirche kundzutun. Und seine Warnung, dass es - sollte man in diesem Falle den Sonntag "freigeben" - weitere "Ausnahmen" geben wird.
Und: Es geht in erster Linie darum, den Angestellten einen Tag der Erholung zu sichern. Dies ist im Sinne der katholischen Kirche, wie es auch im Sinne der Arbeiter*innen*vertretungen sein sollte.

zu 3) Der Wunsch nach dieser Sonntagsöffnung ist zweifellos verständlich - nur, wie eben menatwork richtig meint, "abwegig".

zu 4) Stimmt. Aber die Südafrika-Variante steht in keinem Zusammenhang zur "Sonntagsöffnung".

lieschenmueller
0
3
Lesenswert?

zu 4)

Diesen Punkt betreffend hoffe ich, dass diese eine Sonntagsöffnung, ob sie kommt oder auch nicht, unser größtes Problem bleiben mag.

Oder soll es kleinstes heißen? Der Wetterumschwung beschert mir immer einen Brummschädel.

Egal, bitte nur nicht etwas, gegen das die Impfung nicht mehr schützt. Und ein Anpassen dauert 100 Tage laut Hersteller. Die haben wir nicht bzw. wird das viele Tote zusätzlich geben, falls.

Und dann gibt es noch Geistesriesen in etlichen Threads, denen freuen solche Meldungen noch, weil die Impfung ist für die ja pfui und sie haben das immer schon gewusst.

Wenn es diesen Herren da oben gibt (weil wir gerade beim Thema Kirche herumschrammen), bitte Hirn vom Himmel plus Ankündigung wann, dass sich manche drunter stellen.

PS: Sonntagsöffnung brauche ich selbst null. Habe ich auch nie. Es kommen ständig Argumente, dass Ärzte, Polizisten, Busfahrer etc. den auch nicht frei haben. Die haben das bei der Berufswahl von Anfang an gewusst und der freie Sonntag ist eine Konstante bei Partnerschaften, dass, wenn man Glück hat, zumindest einer davon ihn als Fixpunkt hat, inklusive der Kinder. Sonst kann man im Grunde gar nichts mehr planen zusammen.

Aleksandar
0
2
Lesenswert?

Sicherheitshalber: Nachtrag

"Absprache!! Staat/Kirche" im Jahr 2021 kein Argument mehr.

Noch einmal deutlich: Das ist gesetzlich verankert und ist natürlich ein Argument.

Auch das "Staatsgrundgesetz vom 21. December 1867" hat heute noch Bedeutung IoI

 
Kommentare 1-26 von 49