Wenig Freude mit Black FridayHandel im Lockdown: Ebbe in den Geschäften, Flut bei Paketen

Da der Lockdown auch am 8. Dezember gilt, drohen dem Handel höhere Umsatzverluste. Appell an Konsumenten, am „Black Friday“ heimische Onlineshops anzusteuern. Ringen um Handels-KV geht heute weiter.

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© (c) Alexander Danner
 

Das Murmeltier lässt grüßen. Nach dem Vorjahr erlebt Österreichs Handel zum zweiten Mal den Albtraum vom Lockdown in der umsatzstärksten Jahreszeit. Die Lager sind voll mit Weihnachtsware. Dem stationären Handel entgehen bis zu 140 Millionen Euro pro Tag, erklärt Handelsexperte Ernst Gittenberger von der Uni Linz in Ö 1. Weil die Geschäfte heuer auch am 8. Dezember geschlossen bleiben, rechnet Gittenberger mit höheren Umsatzverlusten als in den vorigen Lockdowns. Ein Großteil fließe in den Onlinehandel und somit sechs von zehn Euro ins Ausland. Rund jeder vierte heimische Händler betreibt einen eigenen Onlineshop, steigend ist auch die Zahl derer, die Marktplätze wie Shöpping oder Amazon nutzen. So appelliert Rainer Trefelik, Handelsobmann in der Wirtschaftskammer, bei regionalen Händlern zu kaufen, „um das Allerschlimmste zu verhindern“. Waren bestellen und abholen ist erlaubt. „Click & Collect“ erfreue sich zunehmender Beliebtheit, bestätigt Gittenberger, die Umsatzeinbußen können so freilich nicht kompensiert werden. Diesen Freitag wartet mit dem „Black Friday“ noch dazu das Hochamt der onlineaffinen Schnäppchenjäger.

Kommentare (9)
ingvier1977
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Black Friday in Co

Hallo, wieso wird bei der Kleinen Zeitung laufend Nur von der Post geschrieben? Es gibt auch noch DPD usw
Und ja die haben zur Zeit auch sehr, sehr viel zu tun

deniseradner
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Das Problem ist einfach..

Bei Anbieter aus Österreich: Schlecher bis kein Service (Kulanz, Retoure etc.) Oft viel längerer Lieferservice (warum auch immer?) , Höhere Preise bei viel weniger Auswahl! Alles damals selbst erlebt, sodass auch ich wieder auf Anbieter aus dem Ausland zurückgreife. Dieses Problem gab es schon immer aber erst jetzt in der Pandemie wird es präsenter.

Peterl123
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Man kann auch heimische Produkte online kaufen

aber zu teuer und die Auswahl läßt auch zu wünschen übrig. Bei den Geschäften geht man gustieren und kauft dann billig im Internet. Da läßt sich der Treibstoffpreis ein wenig drücken. Man muss ja auch gegen die Inflation ankämpfen.

sakh2000
2
9
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Recht so,

ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal an einer überfüllten Kasse (außer Lebensmittel) gestanden bin.

ber
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Der schwarze Freitag

kann von mir aus jedes Jahr komplett ausfallen. Diese Geiz-ist-geil-Mentalität nervt.

Claudia1965
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Onlinehandel

Sie haben aus dem Vorjahr nix gelernt!!! Selber schuld - jetzt ist LD - jetzt kommen sie drauf, dass der Onlinehandel in Österreich zu kurz kommt

sakh2000
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Egal ob mit oder ohne Lockdown,

viele Mitbürger sparen sich den stressigen Einkaufsrummel und verzichten entweder großteils - ganz darauf oder bestellen halt online. Zweiteres bewirkt auch eine Entlastung der Umwelt, weil nicht 100 Familien ihre Weihnachtseinkäufe mit viel CO2 Ausstoß per Auto erledigen sondern 1 Paketzusteller mit einem Fahrzeug 100 Familien ansteuert und beliefert. Die verbleibende Zeit kann somit auch für etwas Gesünderes als im Stau stehen, in den Wintermänteln im Einkaufzentrum schwitzend bzw. überteuerte Snacks konsumierend genutzt werden. Ich mache das schon 20 Jahre so und freue mich über die Extrazeit bzw. schaue verwundernd auf das hektische Treiben in den Shopping Tempeln mit allerlei gestressten Leuten und quengelnden Kinder.

Morpheus17
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Dafür wird es wohl einen guten Job für einen ausrangierten Politiker geben

Der Lockdown im Handel, ist eine Frechheit und schädigt nur österreichische Unternehmer. Aber wie auch bei der 3G Pflicht hat die Wirtschatskammer zugestimmt. Insofern sollten sich die Mitglieder schon Gedanken über Ihre Interessenvertretung machen.

Ragnar Lodbrok
21
21
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Bedankt euch bei den

Impfgegnern