Rückzug aus Bulgarien Raiffeisen-Tochter um eine Milliarde Euro verkauft

Die belgische Bankengruppe KBC holt sich die Bulgarien-Tochter der Raiffeisen Bank International (RBI) unter das eigene Dach. Die Österreicher wollen das nun lukrierte Geld in andere Länder investieren.

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RBI-Boss Johann Strobl
RBI-Boss Johann Strobl © APA/HERBERT NEUBAUER
 

Die Raiffeisen Bank International (RBI) steigt aus dem bulgarischen Markt aus. Die Tochter, Raiffeisenbank (Bulgaria) EAD, wird um 1,015 Milliarden Euro an die belgische Bankengruppe KBC verkauft. Die in Wien börsennotierte RBI will das Geld aus dem Verkauf in anderen Ländern investieren, wie sie Montag in der Früh mitteilte. Die harte Kernkapitalquote der RBI steigt durch den Verkauf um rund 90 Punkte.

"Die Entscheidung, den bulgarischen Markt trotz der nachhaltigen Profitabilität und Stärke der Raiffeisenbank (Bulgaria) EAD zu verlassen, basiert in erster Linie auf der Möglichkeit, mit dem zusätzlichen Kapital in ausgewählten Märkten der RBI attraktive Wachstumschancen zu nutzen und an Größe zu gewinnen", heißt es in der Pressemitteilung.

Der Verkauf soll bis Mitte 2022 über die Bühne gehen. RBI und KBC brauchen dafür noch das Okay der Aufsichtsbehörden. Die KBC Bank ist ebenfalls in Bulgarien vertreten und mit 3900 Mitarbeitern ein Stück größer als die bulgarische RBI-Tochter mit 2500 Beschäftigten.

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