RBI-Tochter356.000 Kunden: Raiffeisen übernimmt Bank in Serbien

Vertrag unterzeichnet: RBI-Tochter verleibt sich Crédit Agricole Srbija ein. Nach dem Erhalt aller Bewilligungen sollen die beiden Häuser fusionieren.

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RAIFFEISEN BANK INTERNATIONAL AG (RBI)
RAIFFEISEN BANK INTERNATIONAL AG (RBI) © (c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
 

Die börsennotierte Raiffeisen Bank International (RBI) kauft mit ihrer serbischen Tochter im Balkanland die Crédit Agricole Srbija von der Crédit Agricole. Ein entsprechender Vertrag wurde unterzeichnet, ein Closing steht unter Vorbehalt regulatorischer Bewilligungen, teilte die RBI am Donnerstagabend ohne Angaben zum Kaufpreis mit. Die Crédit Agricole hat in Serbien 356.000 Kunden.

"Serbien ist für uns ein sehr interessanter Markt, der viel Wachstumspotenzial bietet. Die Akquisition von Crédit Agricole Srbija passt strategisch perfekt zu unserer Bank in Serbien und wird unsere Wachstumsambitionen in diesem Markt unterstützen", so RBI-Chef Johann Strobl.

Führende Position im Bereich der Agrarfinanzierungen

Die Serben haben laut RBI eine führende Position im Bereich der landwirtschaftlichen Finanzierungen (über 20 Prozent Marktanteil) auf ihrem Heimmarkt. Das Geschäftsprofil Tochter, der serbischen Raiffeisen banka, werde damit sehr gut ergänzt.

Zum Ende des zweiten Quartals 2021 betrug die Bilanzsumme der Crédit Agricole Srbija 1,3 Milliarden Euro, jene der serbischen RBI-Tochter 3,4 Milliarden Euro. Nach dem Erhalt aller Bewilligungen sollen die beiden Häuser fusionieren. Erwartet wird das erst fürs kommende Jahr.

"Die Akquisition der Crédit Agricole Srbija wird auf die harte Kernkapitalquote der RBI voraussichtlich eine Auswirkung von 16 Basispunkten haben", teilte die RBI weiters mit. "Die endgültige Auswirkung hängt von der Schlussbilanz beim Closing ab, das bis zum Ende des ersten Quartals 2022 erwartet wird."

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