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Aus Merkur wurde Billa Plus"Was einfach aussieht, war in Wahrheit ein Kraftakt"

Merkur-Märkte sind Geschichte, sie heißen nun Billa Plus. Die Umfirmierung gilt nun in ganz Österreich. Bis 2024 sind hundert neue Standorte und etwa 200 Umbauten geplant. Davon werden zehn in der Steiermark realisiert.

Aus Merkur wurde "Billa Plus", auch in Graz-Eggenberg
Aus Merkur wurde "Billa Plus", auch in Graz-Eggenberg © FUCHS JUERGEN
 

Die grüne Unterlegung des Billa-Plus-Logos ist kein Zufall. Sie soll den Wechsel vom grünen Merkur zum gelben Billa optisch erleichtern. Seit gestern sind 144 Merkur-Märkte in Österreich Geschichte. An ihre Stelle rückt Billa Plus, wie vom Mutterkonzern Rewe Anfang des Jahres angekündigt. Die Umfirmierung gilt nun in ganz Österreich. In den Billa-Plus-Filialen baumeln diverse Banner von der Decke, die von der Umstellung künden: "Willkommen in der Billa-Familie", steht auf einem.
Was einfach aussieht, war in Wahrheit ein Kraftakt, versichert Peter Gschiel, Vertriebsdirektor in der Steiermark.

Bundesweit haben die Mitarbeiterinnen 700 Werbeschilder getauscht und 40.000 Einkaufswagen adaptiert, für 10.000 Beschäftigte gab es neue Arbeitskleidung und neue Namensschilder. Vor allem aber: "In Handarbeit wurden mehr als zehn Millionen Preisschilder in allen Billa- und Billa-Plus-Märkten getauscht."

Grund genug für das Unternehmen, kleine coronakonforme Eröffnungen zu zelebrieren. In Graz-Eggenberg schnitten Gschiel und Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (VP) ein gelbes Band mit grüner Masche durch. Im Markt blitzt da und dort noch das Merkur-Grün hervor. Nicht jedes Schild wolle man gleich entsorgen, stattdessen "in Preise, Sortiment und Leistung investieren", betont Gschiel.

Foto © FUCHS JUERGEN

Mit der Umstellung der Märkte gehe ab sofort auch eine dauerhafte Senkung der Grundpreise bei rund 2000 Artikeln einher, erklärt indes Rewe-Österreich-Chef Marcel Haraszti: "Wir investieren einen hohen zweistelligen Millionenbetrag in die Senkung der Kurantpreise. Das ist die größte Preissenkungswelle in der Geschichte von Billa." Geplant sei, in den nächsten fünf Jahren sehr intensiv am Sortiment und den Preisen zu arbeiten. So gibt es künftig bei Billa auch eine zweite eigene Bio-Linie, die günstiger als die Pionier-Marke "Ja! Natürlich" ist. Die 100 Millionen Stück Kaisersemmeln, die Rewe Österreich jährlich verkauft, werden laut Haraszti komplett auf bio umgestellt. Bei den umfangreichen Veränderungen werde der Fokus auf die Kundenzufriedenheit gelegt. Auch die Aktionspolitik wird vereinfacht und vereinheitlicht.

Neuer Markenauftritt: Billa Plus ersetzt Merkur

Den neuen Markenauftritt lässt sich der Rewe-Konzern einen zweistelligen Millionenbetrag kosten.

APA/Helmut Fohringer

Von der Umstellung von Merkur auf Billa Plus sind 144 Niederlassungen betroffen.

APA/Helmut Fohringer

"In einem Kraftakt unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Partner wurden rund 700 Werbeschilder getauscht, 40.000 Einkaufswagen adaptiert, neue Arbeitskleidung und Namensschilder für 10.000 Beschäftigte ausgegeben und vor allem: mehr als 10 Millionen Preisschilder in allen Billa- und Billa Plus-Märkten ausgetauscht - in Handarbeit", so Rewe-Österreich-Chef Marcel Haraszti.

APA/Helmut Fohringer
APA/Barbara Gindl
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350 Millionen Euro investiert Rewe Österreich jährlich. Bis 2024 sind hundert neue Standorte und etwa 200 Umbauten geplant. Davon werden zehn in der Steiermark realisiert. Inklusive der 22 Billa-Plus-Standorte firmieren im Bundesland nun 172 Märkte als Billa. Bis Jahresende sollen 73 an das Click-&-Collect-Service angedockt sein.

Haraszti betonte mehrfach, bei den umfangreichen Veränderungen den Fokus auf die Kundenzufriedenheit zu legen. "Wir wollen uns keine Marktanteile kaufen." Der radikale interne Umbau dürfte auch an den selbstständigen Adeg-Kaufleuten nicht vorübergehen. So sichert Haraszti den Kaufleuten zwar zu, dass „keine Entscheidung ohne Adeg fällt“, aber er sei „zuversichtlich, relativ zeitnah mit Billa-Kaufleuten zu starten“. Grundsätzlich könnten Billa und Adeg „extrem gut koexistieren“.

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Schwupdiwup
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Kleine Umfrage:
Welche Marke hat das bessere Image?

Grün: Merkur
Rot: Billa

melahide
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Uh

Ich freue mich schon auf die 10 teilgenommen Netflix Doku über die Umwandlung von Merkur zu Billa plus, die in der Kleinen Zeitung sicher bald angekündigt wird

Himmelschimmel
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Wenn die Kundenzufriedenheit

das Maß aller Dinge sein soll, dann frage ich mich, ob ich wirklich der Einzige bin, der früher selbstverständlich vorhandene Angebote plötzlich nicht mehr in den Regalen finden kann. Nur an einigen Beispielen: Ausdünnung des Iglo-Sortiments, günstige Champagner-Marken (ok, muss nicht wirklich sein), Wok-Öle, ja sogar gängige Körperpflege-Mittel. Und gar nicht wenige Produkte sind knapp vor der Umstellung offenbar deshalb erheblich teurer geworden, um die Preise "kundenfreundlich" wieder auf ein niedrigeres (allerdings über dem Ursprungslevel liegendes) Niveau zu senken.

Es gibt Gott sei Dank noch andere Supermarktketten.

melahide
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In Österreich

nicht mehr so viele. Aber zum Glück noch DM, Bauernmärkte, Fleischer und Bioläden ...

sakh2000
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Ob Merkur oder Billa Plus,

der Online Handel ist der Weisheit letzter Schluß!

calcit
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Und was macht die Frau Eibinger-Miedl...

...billige Werbung für den Billa? Es gibt auch andere Handelsketten... und ich möchte nicht wissen wieviel die Billa Angestellten dafür wieder an Überstunden machen mussten...

Klaudinger
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Nach wie vor...

....mehr als genug. Vorallem haben die VerkäuferInnen meist eh keinen Dank. Bin ja nur gespannt, wie viele von dem derzeitigen Personal bleiben wird. Denn manche kenne ich schon seit gefühlter Ewigkeit

Hausverstand100
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Gehe jetzt halt

Statt zum Merkur zum Billa plus - nicht...
Massenweise Plastikverpacktes, Fleisch-Mogelpackungen, unter dem Riesenetikett wird der Schrott versteckt, danke, ohne mich!

Edlwer
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Kundenzufriedenheit heißt....

... noch mehr Billigfleisch von glücklichen Tieren die Stundenlang lebend durch Europa reisen dürfen, Billigobst aus Übersee, noch mehr Mogelpackungen die größer aussehen als sie wirklich sind, noch mehr schön Verpacktes Obst.
Damit der Kunde dumm gehalten und geblendet wird und die Hersteller noch mehr geknechtet werden um noch billiger zu produzieren, was in Österreich halt nicht geht.
Egal, hauptsache der Kunde ist zufrieden und der Bauer auch (auch wenn der als Leibeigener auf irgendwelchen Investitionsfarmen in Afrika, Südamerika oder Asien schuftet).

Klemens123
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Schuld ist nur der Kunde

Schuld ist doch nur der Kunde der das alles kauft, es gibt meist ein Doppelangebot mit Obst aus Übersee, Spanien oder wo auch immer her bzw sofern die Saison passt einem Österreichischem Obst. Wenn Sie nun immer wieder außerhalb oder während der Saison zum Billigen greifen dann wird jedes Geschäft mehr von dem Billigen bestellen.

Der Kunde bestimmt das Angebot.

anonymus21
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so ist es

Iphone und co für die Hosentasche dürfen gerne 1000€+ kosten, aber die 10Eier maximal 1,99....