Auch in Dubai gab es am Wochenende Detonationen – besonders spektakulär waren brennende Fassadenteile des 321 Meter hohen Hotels Burdsch al-Arab:Trümmer einer zuvor abgefangenen iranischen Drohne waren am Samstag auf das 56 Stockwerke hohe Prestige-Gebäude in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gestürzt.

Nach iranischen Vergeltungsschlägen auf Ziele in der Golfregion wurde der Luftraum über den VAE gesperrt. Direkte Folgen hat das nicht zuletzt für etwa 3700 dort registrierte Österreicherinnen und Österreicher, die unverhofft strandeten (davon 1500 Reisende).

Ausgelöste Raketenalarme gingen mit dem Appell einher, sofort Schutz zu suchen. Ein ähnliches Bedrohungsszenario hatte es zuletzt 2022 gegeben, als die schiitisch-zaiditischen Huthi-Milizen mit Drohnen Ziele in Abu Dhabi angriffen. Ein Kollege aus dem Kleine-Zeitung-Werbemarkt, der sich gerade in Dubai aufhält, berichtet vom „Klang von Explosionen abgefangener Raketen“. Man habe die Nacht aber in Sicherheit in der Hotelgarage verbracht, „hervorragend umsorgt vom Hotelpersonal“. „Die große Frage, die sich die meisten Urlauber und auch wir uns stellen: Wann und wie kommen wir wieder zurück nach Europa? Dazu fehlt uns jegliche Information – außer, dass die meisten Airlines zumindest vorübergehend den Flugbetrieb einstellten und der Flughafen in Dubai gesperrt wurde“, schildert der Österreicher von vor Ort. Laut Emirates soll der Airport bis heute 15 Uhr (Ortszeit) gesperrt bleiben.

Im Rahmen der iranischen Gegenangriffswelle seien es laut offiziellen Informationen in den VAE am Samstag 137 ballistische Raketen und 209 Drohnen gewesen, die man abfing, berichtet er weiter. „Seitens des österreichischen Auswärtigen Amtes haben wir erst nach 24 Stunden eine Information erhalten, dass wir uns zu Hause aufhalten sollen. Am Sonntag hieß es im Wesentlichen, „abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt“. Immerhin versuchten sowohl die Einheimischen als auch die unzähligen Gäste, zu einem normalen Leben zurückzukehren.