Im August vor mittlerweile zwölf Jahren erweiterte Gastronom Claus Spitzbart sein kulinarisches Angebot und eröffnete am Klagenfurter Heuplatz den „Würstel-Prinz“. Er schloss damit eine Lücke für Nachtschwärmer und Anhänger gehobener Streetfood-Spezialitäten.
Als gebürtiger Niederösterreicher, der den Großteil seiner Jugend- und Studienzeit in Wien verbracht hat, wusste er um die Notwendigkeit eines solchen kulinarischen Angebotes bestens Bescheid, nachdem sich der legendäre „Würstelpoldi“ Jahre zuvor vom Heiligengeistplatz verabschiedet hatte. „Würstelbuden sind eine Art österreichisches Kulturgut, das es damals in Klagenfurt nicht gab“, begründete Spitzbart seine gastronomische Expansion.
Und er behielt recht. Das schnelle Essen mit einer Vielzahl an Würstelspezialitäten schlug ein. In Summe hat der „Würstel-Prinz“ 19 Gerichte im Programm, alle Produkte stammen übrigens von Kärntner Fleischhackern. Es hagelte auch mehrere Auszeichnungen, das Gourmetmagazin Falstaff bewertete das Angebot, das der Wirt selbst als „Austrian Streetfood“ bezeichnet, zuletzt mit 89 von 100 möglichen Punkten.
„Leidenschaft für die Gäste!“
Jetzt allerdings sucht Claus Spitzbart einen Nachfolger. „Ich will jemandem die Chance geben, der in der Gastronomie selbstständig Fuß fassen will und dessen Steckenpferd Streetfood ist“, geht der Unternehmer ins Detail. Zudem sollte der zukünftige „Würstel-Prinz“ eine gewisse Leidenschaft für Gäste mitbringen. Geboten wird diesem dafür ein rund 20 Quadratmeter großer, voll ausgestatteter Arbeitsplatz in bester Lage, nämlich am neugestalteten und hochfrequentierten Heuplatz. „Das Lokal hat sich in den letzten Jahren auch als beliebter Treffpunkt untertags etabliert“, weiß Spitzbart aus Erfahrung.
Es besteht zudem kein Risiko, denn Spitzbart bleibt, wenn gewünscht, in beratender Funktion im Hintergrund. „Ich würde mich auch weiterhin um die Bürokratie kümmern“, erklärt er. Hinsichtlich Angebot und Öffnungszeiten hätte der potenzielle Kandidat allerdings alle Freiheiten, könnte sich demnach um das eigentliche Geschäft kümmern. Eine Übergabe wäre ab sofort möglich. Schon einmal, im Fall des Restaurants „Princs“, hat Claus Spitzbart diese Form der Übergabe gewählt und war damit erfolgreich. Interessenten können sich per E-Mail an claus.spitzbart@gmx.at wenden.
Er selbst denkt noch lange nicht ans Aufhören, hat bereits viele Ideen im Hinterkopf. „Aktuell habe ich fünf Projekte in der Schublade“, erklärt der Klagenfurter. Mehr möchte er zum aktuellen Zeitpunkt nicht verraten.