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Neue Staffelung Betriebe erhalten Umsatzersatz zwischen 20 und 80 Prozent

20, 40, 60 oder 80 Prozent des November-Umsatzes aus dem Jahr 2019 winken nun behördlich geschlossenen Betrieben. Wer aber bekommt wie viel? Eine Übersicht.

Ab nächster Woche wird der Handel großflächig geschlossen
Ab nächster Woche wird der Handel großflächig geschlossen © Markus Traussnig
 

Der sogenannte "Umsatzersatz" wurde als Hilfsmittel bereits mit dem "Teil-Lockdown" vor knapp zwei Wochen vorgestellt. Im Wesentlichen bekommen die damals behördlich geschlossenen Unternehmen (aus Hotellerie, Gastronomie, dem Freizeit-, Sport- und Kulturbereich) 80 Prozent ihres Umsatzes vom November 2019 jetzt von der öffentlichen Hand ausbezahlt.

Aktuell wurden dafür laut Zahlen des Finanzministeriums bereits 30.041 Anträge mit einem Gesamtvolumen von über 900 Millionen Euro eingereicht. Davon sollen "über 800 Millionen in den kommenden Tagen" ausgezahlt werden, beziehungsweise wurden sie bereits ausbezahlt.

Nun, mit der Ausweitung des Lockdowns passt die Regierung auch die Ersatzleistungen an. Man setzt fortan auf eine gestaffelte Variante. Auf "Empfehlung des Verfassungsdienstes", wie es von Regierungsseite heißt. Zu tun habe das mit den "unterschiedlichen Rahmenbedingungen, sowie Umsatz- und Gewinnvoraussetzungen in den unterschiedlichen Bereichen".

Bei „Dienstleistungen“ etwa, sagt Finanzminister Gernot Blümel, könne der Konsum ja im Gegensatz zum Handel nicht nachgeholt werden. 

80 Prozent für "körpernahe" Dienstleister

Ausbezahlt werden den Betrieben also je nach Betroffenheit 80, 60, 40 oder 20 Prozent des November-Umsatzes aus dem Vorjahr als Ersatzleistung.

Wer aber bekommt wie viel?

  • 80 Prozent, also das Maximum, wird an all jene ausbezahlt, die "körpernahe Dienstleistungen" anbieten. Dazu zählen etwa Friseure, Masseure oder Kosmetiker.
  • 60 Prozent Ersatz bekommen Handelsbetriebe, die mit "verderblicher" oder "stark saisonal bedingter Ware" handeln. Als Beispiel nennt das Finanzministerium etwa den Blumenhandel. 
  • 20 Prozent Ersatz bekommen jene Unternehmen, die mit "wertbeständigen Gütern" handeln. Sprich, mit Waren, bei denen auch "nach drei Wochen keine Wertminderung oder verringerte Nachfrage zu erwarten ist". Als Beispiel wird von politischer Seite hierfür der Möbelhandel angeführt.
  • 40 Prozent des Umsatzes aus dem November des Vorjahres, die Regierung spricht bei diesem Wert von der "Basis" des neuen Umsatzersatzes, soll der Rest der nun geschlossenen Betriebe erhalten.

Weil diese gestaffelte Variante freilich viel komplexer als die erste, pauschale Version des Umsatzersatzes ist, spricht die Regierung von nun notwendigen "technischen Anpassungen", die vorgenommen werden müssen.

Bis dahin werde die Beantragung für den Umsatzersatz auf FinanzOnline erst einmal "nicht möglich sein". Ziel sei es aber, erklärt Gernot Blümel, dass die Anträge ab 23. 11. gestellt werden können. Die Auszahlung soll dann sehr rasch erfolgen. 

Kommentare (16)
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Bond
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Grotesk

20 Prozent Umsatzersatz für Juweliere in der Vorweihnachtszeit. Wie verblödet ist das denn? Blümel wirft das Geld aus dem Fenster.

hefritz03
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Umsatz der Vorweihnachtszeit

Man kann nur gleiche Beobachtungszeiträume vergleichen. Im Vorjahr war das die Weihnachtszeit - und auch jetzt fallen die Umsätze in der Vorweihnachtszeit weg.

HB2USD
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Was wird vorher ausbezahlt

Der versprochene Fixkostenzuschuss vom Frühjahr wurde bis heute noch nicht ausbezahlt sagt eine mir persönlich bekannte Unternehmerin. Und es gab erst vor kurzem einen Bericht in der Kleinen das die Regierung am Anfang der Pandemie von 50 Milliarden gesprochen hat aber erst 964 Millionen ausbezahlt hat. Dieser Regierung kann man nichts mehr glauben aus.

checker43
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Die

50 Mrd waren nie zur Gänze zur "Auszahlung" an Unternehmer vorgesehen. Vieles davon sind Haftungen, Garantien, Steuerstundungen usw. Den Fixkostenzuschuss sollten alle erhalten haben, die anspruchsberechtigt waren. Viele Unternehmer haben auch gar nicht angesucht, deshalb wurden die davor vorgesehenen Mittel auch nicht ausbezahlt.

Amadeus005
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Wer wird das bezahlen?

Alles verblümelt und unter guten Freunden verteilt. Sehr kurzsichtig und ein Leben lang ist dafür zu zahlen, während sich ein paar wenige über die Gelder freuen und ein feines Leben führen. Ho Ho Ho sagt der Weihnachtsmann.

Armergehtum
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Wie ist das mit den Ersatzleistungen bei Möbelhäusern, die permanent 50% - 70% Rabatt gewähren?

Bekommen die jetzt statt 20% nur 10%?
Wäre logisch für mich.

hefritz03
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Rabattschlachten

Ich würde die Betriebe, die derzeit durch spezielle Aktionen gegen jede Vernunft Menschenmassen in die Geschäfte lassen, von jeder Förderung ausschließen, weil gerade diese Betriebe die Verbreitung fördern.
Genau so wird es auch beim Hochfahren am 7. Dez. passieren.

biffe
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10%

Ich verstehe leider Ihren Kommentar nicht ganz - wenn 20% Umsatz lt. Umsatzsteuervoranmeldung des Vorjahres ersetzt werden ist es egal ob das Unternehmen 10% oder 99% Rabatt auf die angebotene Ware gibt.
Es wird ohnehin "nur" der versteuerte Umsatz erstattet.

Peterkarl Moscher
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Wahrheit tut weh !

Möbelhäuser müssen Spannen haben ohne Ende, Rabatte
mit 50% bis 70% sind gang und gebe, der Rest kauft das
ganze Jahr zu überteuerten Preisen. Und das ist nicht real,
sondern einfach Betrug am Kunden !

Leop
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KKN

20 bis 60 Prozent wärs glaubt wird selig.Kenne einen Betrieb der hat bis heute vom März noch nichts erhalten,verstehenicht warum die warum die Regierung immer solche Phrasen verkündet.

Ba.Ge.
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Groß angepriesen wird es.

Klar, klingt ja gut. Die Tausend zusätzlichen Klauseln darunter, weswegen die meisten besagtes doch nicht erhalten, werden verschwiegen...

lombok
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Dann hat der Betrieb in den letzten Jahren wohl so viel "schwarz" gemacht,

dass er nun natürlich nix bekommt. An (offiziell) kaum Einnahmen bemessen zu werden, ist halt nix an Förderungen.

Pech gehabt ... Aber bitte nicht aufregen!

hefritz03
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Gewinne der Vorjahre

Ich kenne mehrere Betriebe, die immer nur Gewinne bis 3.000 Euro jährlich oder sogar Verluste erklärt haben (viele Ursachen - nur eingeschränkte Teilnahme am Wirtschaftsleben, sehr viel Schwarzarbeit usw.), die jetzt glauben, sie müssen für 2 Monate Stillstand mehrere Jahresgewinne als Ersatz erhalten.

HB2USD
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Nicht von sich

auf andere schließen.

Leop
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OOO

Es gibt auch ehrliche Österreicher nicht zu viele abef doch wenige.Sie scheinbar nicht sonst hätten Sie nicht solche Gedanken

KleineMeinung
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Halleluja

Bitte WO wor denn diese „Marie“ bis jetzt??