Vor rund einem Jahr hat der Bund wieder Bundesschätze eingeführt – für Private eine Möglichkeit, Staatsanleihen rasch, ohne Spesen und Gebühren sowie bereits ab 100 Euro zu erwerben. Mittlerweile wurden 110.000 Konten eröffnet und rund vier Milliarden Euro in Bundesschätzen veranlagt, teilte das Finanzministerium am Sonntag mit. Angeboten werden die Bundesschätze über die Österreichische Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA) mit Laufzeiten von einem Monat bis zu zehn Jahren.
Die aktuelle Verzinsung liegt zwischen 1,75 und 2,75 Prozent. Für Veranlagungen mit 1 Monat Laufzeit gibt es aktuell 2 Prozent, für 12 Monate 1,60 Prozent sowie für 10 Jahre 2,75 Prozent. Grüne Bundesschätze mit 6 Monaten Laufzeiten werden mit 1,75 Prozent verzinst, jene mit 4 Jahren mit 2,15 Prozent.
Die Bundesschätze können mit ID-Austria über die Website www.bundesschatz.at aber auch analog erworben werden. Anfänglich konnten die Konten nur via Internet eröffnet werden, was jedoch auf Kritik vom Pensionistenverband Österreich stieß. Bisher wurden allerdings über 98 Prozent der Konten in digitaler Form eröffnet. Während das Durchschnittsalter der digitalen Kunden bei 48 Jahren liegt, sind die analogen Kunden im Schnitt 68 Jahre alt.
„Faire und transparente Zinsen“
Die Bundesschätze wurden bereits zuvor - von 2002 bis 2020 – angeboten aber dann aufgrund des Niedrigzinsumfeldes eingestellt. Mit vier Milliarden Euro sei das Volumen bereits doppelt so hoch wie der Höchststand beim vorherigen Angebot in 18 Jahren, sagte Markus Stix, Sprecher der Geschäftsführung der OeBFA. „Bundesschatz bietet höchste Sicherheit bei gleichzeitig fairen und transparenten Zinsen, uns sind alle Kundinnen und Kunden gleich wichtig. Der große Erfolg von Bundesschatz ist vor allem darauf zurückzuführen“, ergänzte Stix.