Eine Geschäftsidee ist nur so gut wie die Nachfrage nach dem Produkt. Genau diesen Nachweis wollen die Start-ups im „Run“-Programm des build! Gründungszentrums erbringen. Nach monatelanger Aufbauarbeit, Coachings und der Entwicklung erster Prototypen wollen sie zeigen, dass ihr Produkt markttauglich ist – und, mit etwas Rückenwind, skalierbar.
Benedict Wright ist einer der Startup-Gründer, der den Sprung in den Markt wagen möchte. Der 40-jährige Informatiker hat an der TU Graz studiert und in Freiburg im Bereich Künstliche Intelligenz promoviert. Sein Start-up MouseTimer möchte mit einem Softwareprojekt die Planung präklinischer Studien optimieren. „Angefangen hat alles mit einer Auftragsarbeit als freischaffender Entwickler“, sagte Wright. „Ein Grazer Unternehmen arbeitete noch mit Excel und wollte eine bessere Lösung. Da dachte ich mir: Da müssen doch noch mehr Unternehmen Bedarf daran haben.“ Aus dem Einzelauftrag entwickelte er eine spezialisierte Softwarelösung, die automatisierte Zeitplanung, Ressourcenmanagement und Koordination präklinischer Forschungsprojekte ermöglicht.
Vom Gründer zum Arbeitgeber
Die Anwendung ist auf die spezifischen Anforderungen des präklinischen Bereichs zugeschnitten. „Viele Einrichtungen in der Medizintechnik arbeiten noch mit unterschiedlichen Einzellösungen oder weiterhin mit Excel“, erklärte Wright. „Bestehende Softwareprodukte sind oft auf klinische Studien ausgelegt, die jedoch ganz andere Anforderungen haben.“ Der Markt sei groß, das Interesse spürbar.
Neben MouseTimer gehören auch die Start-ups Kos-PureAqua, LooBuddy und Konatec zum aktuellen build!-Run-Programm. Mit dem Übergang in die praktische Anwendung stehen die Gründerinnen und Gründer nun vor einem entscheidenden Schritt: dem Nachweis, dass ihre Ideen nicht nur funktionieren, sondern auch wirtschaftlich tragfähig sind.