In Kroatien hat die Strabag den Auftrag erhalten, einen Teil der Bahnverbindung zwischen Slowenien und der kroatischen Halbinsel Istrien zu modernisieren. Ein entsprechender Vertrag mit einem Volumen von 55 Millionen Euro wurde am 31. März unterzeichnet. Die Strabag wird auf der Strecke nach Pula einen rund 50 Kilometer langen Abschnitt von der slowenisch-kroatischen Grenze über Buzet bis nach Sveti Petar u Šumi erneuern. Die Arbeiten sollen drei Jahre dauern.
Das Projekt stelle etwa ein Drittel der geplanten Erneuerung von insgesamt 144 Kilometer Bahnstrecke in Istrien dar, sagte der kroatische Verkehrs- und Infrastrukturminister Oleg Butković laut Hina. Kroatien befindet sich derzeit in einem Investitionszyklus von mehr als 1,5 Milliarden Euro für die Modernisierung und den Ausbau seines Bahnnetzes. Die Projekte werden größtenteils aus EU-Mitteln und mit Krediten der Europäischen Investitionsbank (EIB) finanziert.
Historische Zugroute
Die Bahnstrecke zwischen der slowenischen Divača und Pula, der größten Stadt Istriens, wurde 1876 zu Zeiten der Habsburgermonarchie als Hauptverbindung der Istrianer Staatsbahn eröffnet. Die Strecke zweigte in Divača von der damaligen Südbahn (Wien-Triest) ab und führte über die Halbinsel nach Pula, die bis 1918 der Hauptkriegshafen der österreichischen Marine war.