Wie die Polizei berichtet, kam es am Mittwoch im Skigebiet Gerlitzen im Bereich der Neugartenabfahrt zu einem Zwischenfall mit einer Drohne, bei dem ein Rettungseinsatz gefährdet wurde.
Kurz nach 13 Uhr setzt der Rettungshubschrauber „ARA 3“ neben der Skipiste zur Landung an, der Pilot wurde vor Ort durch die Alpinpolizei eingewiesen. Als der Hubschrauber gelandet war, tauchte plötzlich eine Drohne im Nahbereich des Hubschraubers auf und flog in weiterer Folge mehrere Hundert Meter die Neugartenpiste entlang, bis sie aus dem Sichtfeld des Alpinpolizisten verschwand.
Zweiter Hubschrauber umgeleitet
Gleichzeitig überflog auch der Rettungshubschrauber „Alpin 1“ die Gerlitzen. Der Hubschrauber war nach einer Patientenübergabe im LKH Villach am Rückflug zum Stützpunkt nach Patergassen. Der Pilot wurde über Funk vor der Drohne, welche eine erhebliche Gefahr darstellte, gewarnt und konnte so seine Flugbahn anpassen.
Kurze Zeit später flog die Drohne wieder relativ knapp über dem stehenden Rettungshubschrauber ARA 3 hinweg und landete schließlich beim Hotel „Alpengasthof“. Die Polizei konnte dort schließlich den Drohnenpiloten ausforschen. Es handelte sich um einen 14-jährigen Deutschen, der vom Balkon des Hotelzimmers aus gestartet war. Er steuerte die Drohne außerhalb seines Sichtbereiches über die integrierte Kamera. Seine Mutter war ebenfalls vor Ort.
Anzeige
Die Drohne war nicht registriert und es konnte keine notwendige Haftpflichtversicherung vorgewiesen werden. Zudem erfolgte der Flug außerhalb des Sichtfeldes des Piloten und beeinflusste den Rettungseinsatz des Rettungshubschraubers. Es erfolgt eine Anzeige nach dem Luftfahrtgesetz an die BH Villach.