„Im Grunde genommen ist es uns schon schlechter gegangen. Zum Jammern haben wir derzeit keinen Grund“, sagt Christian Bachler vom Bergerhof, dem höchstgelegenen Bauernhof der Steiermark in Krakauebene im Bezirk Murau. Mit „wir“ meint er die steirischen Bauern, die sich aktuell mit der Milchpreis-Staffelung nach Haltungsform auseinandersetzen. Die Obersteirische Molkerei (OM) hat dieses Modell im Februar eingeführt: Neben Liefermengen und Qualität ist nun auch das Tierwohl ein Preisfaktor. Einige Bauern, insbesondere jene, die ihre Kühe noch in Kombinationshaltung – also teilweise angebunden – halten, befürchten, dass dies die Landwirtschaft spalten und viele zum Aufgeben zwingen könnte.
Milchpreis nach Haltungsform
„Wir Bauern haben derzeit kaum Grund zu jammern“
Christian Bachler vom Bergerhof Krakauebene sieht die Milchpreis-Staffelung der Obersteirischen Molkerei als wegweisend für den Bauernstand: Wer sich nicht an die Marktanforderungen anpasse, müsse weichen.
© KLZ / Maria Steinwender