Jürgen Rottensteiner, Nebenerwerbsbauer aus Ranten, ärgert sich. „Warum sollen die kleinen Bauern die Zeche zahlen?“, fragt er. Zehn Milchkühe hält der Milchbauer in Ranten bei Murau in sogenannter Kombinationshaltung: Dabei sind die Kühe teilweise angebunden, können sich ansonsten aber frei bewegen. „Wir haben 190 Tage Weidehaltung, 150 Tage davon auch in der Nacht. Die Kühe werden nur zum Melken eingestellt“, erklärt Rottensteiner. Viele Bergbauern hätten gar nicht die Möglichkeit, einen Laufstall zu errichten: „Bauern, wo es in Zukunft keinen Nachfolger gibt oder Bauern die sich nicht durch teure Neubauten bis über den Kopf verschulden möchten und sich dadurch in die Abhängigkeit der Banken begeben würden.“
Milchpreis nach Haltungsform
Landwirte verärgert: „Mit dieser Aktion treibt die OM einen Keil zwischen die Bauern“
Die Obersteirische Molkerei zahlt Milchgeld künftig in Abhängigkeit von der Haltungsform aus. Das schmeckt nicht allen Bauern. Ein Besuch in Ranten.
© KLZ / Maria Steinwender