Nach FemizidenGraz ging erneut nach Bluttaten gegen Frauen auf die Straße

In Graz fand zum wiederholten Mal eine Demonstration nach den erschreckend vielen Femiziden in Österreich statt.

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© Nina Müller
 

Die Verlesung der Fälle von Morden an Frauen in Österreich 2021 am Ende der Kundgebung dauert einige Minuten - und nicht nur ein Fall ist erst diese Woche dazugekommen. Am Montag ereignete sich eine furchtbare Gewalttat im Villacher Rotlichtmilieu, in Tirol ist am Donnerstag eine junge Frau an schweren Gesichtsverletzungen gestorben, die sie vermutlich durch eine Gewalttat erlitten hat. Ihr Lebensgefährte wurde festgenommen. Und auch dem Wohnhausbrand  am Mittwoch im steirischen Fohnsdorf ist offenbar eine Gewalttat vorausgegangen. Die 68-jährige Ehefrau dürfte gewürgt worden sein, der Ehemann starb nach Sprung aus dem Fenster.

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Ifrogmi
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österreich ist nicht wie behauptet

"Österreich hat in Europa die höchste erfasste Zahl an Femiziden im Hinblick auf die Einwohnerzahl. "
ich versuche seit jahren, nach einem vorfall im weiteren bekanntenkreis, mich auf dieses thema einzulesen. für die im artikel gemachte aussage finde ich nirgendwo einen beleg, bloss die im artikel wiedergegebene behauptung.
fakt ist, dass nach den offiziellen statistiken österreich innerhalb europas bei den frauentötungen insgesamt und ebenso bei den femiziden, in richtung mittelfeld geht.
so weit so schlecht.
was im artikel behauptet wird kommt offensichtlich so zustande:
der anteil der frauenmorde an den gesamtmorden in österreich beträgt 50%, einer der höchsten werte in der EU.
was hier bewusst manipulöativ verschwiegen wird ist, dass österreich bei der anzahl der gesamtmorde europaweit zu den 4 schlusslichtern gehört.
beispiel:
österreich hat eine gesamtmordrate von 0,55 pro 100 000 einwohner.
schweden hat das doppelte, nämlich eine gesamtmordrate von 1,08 pro 100 000 einwohner.
dadurch hat österreich einen anteil von frauenmorden von knapp über 50%, schweden aber "nur" 23%. das bedeutet, das die frauenmordrate in österreich und schweden dieselbe ist.
ich weiss nicht woher das interesse kommt österreich schlechter zu machen als es ist, aber die vorgangsweise der statistischen argumentation ist dieselbe wie jene der impfgegner mit geimpftem und ungeimpftem spitalsaufenthalt.
offenbar geht es nur um stimmungsmache. kickl-style halt.

Ifrogmi
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3/4 können nicht rechnen :)