Stoppt Gewalt an FrauenSichtbares Zeichen: Blutüberströmtes Opfer zwingt zum Hinsehen

Die Bilder des österreichischen Künstlers Gottfried Helnwein zwingen ab sofort an drei Gebäuden in Graz zum Hinschauen. Sie begleiten die heurige Kampagne "Orange the World - 16 Tage gegen Gewalt an Frauen" mit dem Schwerpunkt Femizide.

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Blutüberströmt und leblos - das Bild eines weiblichen Opfers macht bis zum 10. Dezember auf der Opernfassade auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam © Jürgen Fuchs
 

Vergewaltigt, geschlagen, gestalkt: 20 Prozent aller österreichischen Frauen waren bereits von körperlicher oder sexueller Gewalt betroffen, 35 Prozent aller Frauen wurden auch hierzulande sexuell belästigt. Bereits 28 Frauen im heurigen Jahr wurden Opfer eines mutmaßlichen Femizids. Um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen, wird die heurige "Orange the world"-Kampagne mit drei großformatigen Sujets des Künstlers Gottfried Helnwein unterstützt. Angebracht auf der Grazer Oper, dem Schauspielhaus und dem Volkskundemuseum zwingen sie bis zum 10. Dezember zum Hinschauen. "Morde an Frauen sind ein Thema, das nicht gerne in der Öffentlichkeit gesehen wird", erklärt Brigitte Maria Soran von Soroptimist International Austria. Umso wichtiger, dass Helnweins Bilder, die er extra für die Kampagne kreiert hat, Schmerz und Gewalt mitten in die Gesellschaft tragen.

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hfg
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Diese abstoßenden Bilder

Werden aber schon gar nichts bewirken, weil kein ernstzunehmender Mensch diese Abscheulichkeiten betrachtet. Das Problem ist eher anders darzustellen-es sind praktisch immer Beziehungstäter und da erreicht man mit diesen sinnlosen Bildern sicher nichts.