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AlternativkonzeptGrazer SPÖ bringt City-S-Bahn gegen Mini-Metro in Stellung

S-Bahn- und Tramausbau: Grazer SPÖ springt bei der großen Verkehrsdebatte mit eigenem Konzept aus der Feder des Ex-HLAG-Chefs Brenner auf den Zug auf.

 

Ob in Graz je Metro-Tunnel gebohrt werden, steht in den Sternen. Was Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) mit der Vision aber gelungen ist: Er hat Dynamik in die Verkehrsdebatte gebracht. Verkehrsstadträtin Elke Kahr (KPÖ) legt im Mai die Hüsler-Studie“ zur Forcierung der S-Bahn vor, die Grünen drängen auf den, teils unterirdisch geführten, S-Bahn-Ring und jetzt springt Michael Ehmanns SPÖ auf den Zug auf und präsentiert ein umfassendes Konzept einer City-S-Bahn samt massivem Tramausbau.

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melahide
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Egal

Ob man persönlich U-Bahn oder S-Bahn besser findet. Beides sind nur politische Überschriften. Die Stadt braucht ein durchdachtes Gesamtkonzept für Öffi, Rad und motorbetriebene Fahrzeuge!

11137772PEYE
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U Bahn und S Bahn

beides wäre super denn Graz braucht die U Bahn wie die S Bahn

HASENADI
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Nur das Zentrum unterirdisch führen,...

die bestehende Achse Hauptplatz-Jakominiplatz, bis Rosseggerhaus, Schlossbergbahn, Opernhaus, Dietrichsteinplatz, Jakomigasse bis Grazbachgasse, brächte eine Entflechtung des Fussgänger- und Radlerverkehrs von den Öffis, die Ausgestaltung als Fuzos eine enorme Aufwertung dieses erweiterten Zentrums für die Handelsbetriebe.
Ein Grazer Zukunftskonzept ohne Einbeziehung von attraktiven regionalen Öffi-Anbindungen im Radius von ca. 40km wäre jedenfalls sinnlos und grob fahrlässig.

Knut2009
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Der große Wurf

Schaut anders aus, ist auch nur ein innerstädtisches Konzept die Umlandgemeinden nicht einbindet. Auch die Metro ist nur innerhalb von Graz, jedoch mit guten Anbindung an S-Bahn und sicher innerhalb von Graz deutlich schneller. Also für mich ist das Metrokonzept deutlich besser.

Mein Graz
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@Knut2009

Die Metro hat genau 3 Anschluss-Stellen an die S-Bahn: Gösting, Don Bosco und Wetzelsdorf (mit Abstand?).

Welches Konzept besser ist? Ausbaufähig ist sicher das hier vorliegende Konzept, denn eine Metro zu verlängern ist vermutlich schwieriger - und teurer.

Nicht zu übersehen ist allerdings der Preis: Metro (und NUR die Metro!) prognostizierte Kosten von 3,33 Milliarden, wo jetzt schon (auf Grund der Erfahrungen in anderen Städten) klar ist, dass die Schätzungen wesentlich zu niedrig liegen.
Dieses Konzept: 1 Milliarde - ist vermutlich auch zu niedrig angesetzt, aber selbst bei einer Verdoppelung der Kosten wäre es noch immer eine Einsparung von 1,3 Milliarden!

Knut2009
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So viel ich weiß

Hbhf. Und Straßgang auch- also 5 S-bahnhaltestellen

Mein Graz
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@Knut2009

Hauptbahnhof hab ich übersehen, sry.

In Straßgang gibt es m.W. keine Anbindung , die Metro-Haltestellen sind beim P&R Webling und in der Ankerstraße eingezeichnet.

Mein Graz
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Erscheint mir auf den ersten Blick auf jeden Fall sinnvoller als eine Mini-Metro

Schon allein dadurch, dass die S-Bahnen aus Graz hinaus führen könnte so ein Konzept weiterverfolgt werden - denn genau das ist es ja, was Graz fehlt: ein Öffi-Ausbau nicht nur für Grazer sondern für das gesamte Grazer Umland!
Auch wenn die S-Bahn vielleicht nicht so einen dichten Takt aufweisen könnte wie eine Metro (wo auch das selbstverständlich noch fraglich ist!), allein durch die Möglichkeit eventuell längere Bahnen einzusetzen könnten mehr Menschen transportiert werden.

Die Entflechtung der Herrengasse ist seit vielen Jahren im Gespräch und war ursprünglich immer über den Griesplatz geplant. Einzig und allein Nagl hat dies abgelehnt mit dem Ergebnis, dass bei der derzeitigen Variante kein Stadtteil mit der Bim erschlossen wird und die zukünftige Streckenführung durch stark befahrene bzw. extrem enge Straßen läuft.

svennygraz
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Umsteigen wird immer notwendig sein

ALLE Konzepte haben eines gemeinsam:
Es wird IMMER für die Pendler notwendig sein, in Graz umzusteigen.
Sowohl bei diesem Konzept als auch beim S-Bahn-Ring der Grünen. Bei 10 bis 15 S-Bahn-Stationen im Grazer Stadtgebiet wird es nur sehr wenige Pendler geben, die ohne auf dich Graz-Linien umzusteigen, an ihr Ziel kommen werden.
Deshalb braucht es einfach innerhalb von Graz ein schnelles, sehr dicht vertaktetes und störungsfreies System. Und das ist eben die Metro.
Und für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: Die bestende S-Bahn wird ja parallel dazu ebenfalls erweitert.

dieRealität2020
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wieviele Dateien bemühen sich um das Wohl der Grazer Bürger?

da können wir also noch einige Empfehlungen und Gutachten erwarten. Ich denke da kommt noch einiges denn alle wollen auf diesem Zug aufspringen. Und jeder hat die Lösung. Die schwachsinnige Umfrage, bei der die Mehrheit der Grazer eine Mini-Metro bejaht haben, hat anscheinend alle Parteien mobilisiert.
.
Keiner denkt und handelt mehr in die Richtung das u.U. keine Mini-Metro erforderlich ist und die vorhandenen Ressourcen ausgenutzt und erweitert werden könnten. Dafür fehlt noch ein Gutachten und die Aussage einiger "Experten". Fast hätte ich gesagt typisch österreichisch, insbesondere steirisch.
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Wetten das in Kürze auch einige Institution auf diesen Zug aufspringen?

svennygraz
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Zweifelhafter Mehrwert

Bestehende Systeme einzubinden finde ich grundsätzlich nicht schlecht aber wozu braucht man die Schleppbahn??
Da gibt es derzeit nicht einmal eine Buslinie.
Wem soll das etwas bringen außer ein paar kleinen Gewerbebetrieben?
Außerdem bleibt es bei der Tatsache, dass eine S-Bahn nie in einem 2,5 Minuten-Takt unterwegs sein kann. Grazer werden von dieser City-S-Bahn wohl kaum gebrauch machen.
Und was bei diesem Konzept wieder mal nicht berücksichtigt wird ist die Tatsache, dass die Straßenbahnen und Busse und auch die Straßen jetzt schon an den Kapazitätsgrenzen angelangt sind. Zukünftig
Ohne eine Ebene nach unten oder nach oben zu gehen wird es wohl nicht mehr gehen.
Man hat ja schon bei der Unterführung bei der FH nach Reininghaus gesehen was für ein Aufwand es ist das bestehende System zu erweitern.

melahide
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Sehen

sie sich einmal das Einzugsgebiet um die Schleppbahn an. Zwischen Puchsteg und Murkraftwerk wird ja gebaut wie wahnsinnig, also auf beiden Seiten der Mur. Dann wollen auch sicher viele die Naherholungsmöglichkeit nutzen.

Mein Graz
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@svennygraz

M.W. gibt es in Graz noch 2 Stücke der Schleppbahn-Gleise. Eines ist in Andritz, das andere bei der Lagergasse/Schlachthof.
Warum sollte man die Gleise nicht nutzen, wenn sie schon/noch vorhanden sind?

Warum sollte man nur im 25-Minuten-Takt fahren können, wenn die Streckenabschnitte 2- bzw. 4-gleisig ausgebaut werden? Zudem sollte doch gerade die S-Bahn nicht nur für Grazer attraktiv sein sondern für die Pendler aus dem Umland.

Außer für einige neuralgische Punkte kann auch auf ebener Erde das Auslangen gefunden werden, wenn - ja WENN - der Individualverkehr eingeschränkt wird. Um das wiederum zu erreichen muss man die Öffis eben so ausbauen, dass das Angebot von möglichst vielen Menschen angenommen werden kann.

Und wenn du vom Bau der Unterführungen sprichst: hast du dir schon mal überlegt was es bedeuten würde, am Jakominiplatz eine Metro-Haltestelle zu errichten? Jahrelang (!) keine Verbindungen mit den Straßenbahnen, die ja alle über diesen Platz geführt werden!

svennygraz
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@Mein Graz

Ich habe die südl. Schleppbahn gemeint.
Dass die Verbindung von Andritz Sinn macht kann ich mir gut vorstellen.
Aber 2,5 Min. Intervalle werden sicher nicht möglich sein. Wäre ja auch vollkommen überdimensioniert. Außerdem werden die 4 Gleise zukünftig sicher für die Südbahn (Wien - Graz - Klagenfurt) reserviert sein weil auf dieser Strecke die Anzahl der Fernzüge erheblich ansteigen wird wenn Koralm- und Semmeringtunnel fertig sind.
Was den Ausbau der jetztigen Straßenbahn und Buslinien betrifft denke ich, dass eben einfach kein Platz mehr ist für Erweiterungen.
Fahr mal in der Früh mit dem 33er in die Stadt. Eine Station nach der Endstation sind die Busse schon so voll, dass es nur mehr Stehplätze gibt.
Das ist weder für Pendler noch für Grazer zumutbar, die stressfrei zur Arbeit kommen wollen. Damit bewegt man niemanden zum Umsteigen auf die Öffis. Die U-Bahn würde das bestehende System sicher extrem entlasten.

Mein Graz
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@svennygraz

Beim Angebot, bei der Taktung, beißt sich die Katze doch in den Schwanz.

Je schlechter das Angebot desto weniger fahren mit den Öffis. Weniger Öffi-Fahrten führen zu mehr Individualverkehr. Mehr Individualverkehr bedeutet mehr Stau, längere Fahrzeiten, was wieder zu schlechteren Angeboten führt.

Mit der Ausweitung und Taktverdichtung müsste einher gehen, dass der Individualverkehr so eingeschränkt wird, dass es für den Einzelnen nicht mehr attraktiv ist, das Auto in Betrieb zu nehmen.
Einschränkungen (wie weniger Bewegungsfläche für Autos, weniger Parkplätze in der Stadt, eventuell City-Maut usw.) gehen immer einher mit Unzufriedenheit der (eigen-motorisierten) Wähler. Deshalb werden sich die zuständigen Grazer Stadtpolitiker niemals über so was drüber trauen - die hängen viel zu sehr an ihren Positionen.

Wir bräuchten Politiker, die sich dazu durchringen, unpopuläre Maßnahmen durchzusetzen. Da sind sich, wie man am Beispiel Münzgrabenstraße sieht, nicht einmal die 2 Parteien einig, die BM und BMStV stellen.
So wird das nix.

Die Metro würde die Innerstädtischen Öffis entlasten, nicht aber die Pendlerströme. Denn wer zu einer Metro-Station in der Stadt mit dem Auto fahren muss fährt gleich weiter.

svennygraz
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Und noch was....

Bzgl. Baustelle am Jako: Jahrelang wird die Baustelle nicht dauern da die gesamte Bauzeit mit 5 Jahren beziffert wird. Außerdem kann man sicher die Schienen temporär umlegen. Das passiert ja auch jetzt schon fast jeden Sommer. Dann soll das halt 1oder 2 Jahre dauern. Dann ist aber für 100 Jahre Ruhe.
Wenn das neue System da ist kann man auch den Autoverkehr eindämmen. Aber ohne Alternative ist das zur Zeit nicht realistisch. Sollen die jetzt schon überfüllten Öffis noch voller werden? - Geht ja gar nicht. Sollen alle Bewohner aus Graz auswandern und alle Betriebe mit ihnen?
Eine U-Bahn ist auch eine einmalige Chance für den Standort Graz.
Finanzieren lässt es sich auch. Und wenn man dann noch etwas umverteilt (Erhöhung der Parkgebühren etc) rechnet sich das locker.
Alle die hier immer wieder schreien, wie teuer das ist, können einfach nicht rechnen und kennen sich leider 0 mit Finanzierungen aus.

Mein Graz
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@svennygraz

Du glaubst tatsächlich an 5 Jahre Bauzeit?
Es braucht nur eine winzige Kleinigkeit dazwischen kommen (etwa alte Gemäuer, ein historischer Friedhof, ein Wassereinbruch, unvorhersehbares Gestein........) dann schaut die Sache gleich ganz anders aus. (Bsp. Semmering-Tunnel!)
Nicht nur dass die Bauzeit mit solchen Ereignissen verlängert würde, auch die Kosten würden steigen.

Klar, alles lässt sich finanzieren. Beim Bund ist man ja nicht sehr begeistert, das Land wird sich sträuben, und Graz selbst?
Graz hat jetzt schon 1,4 Milliarden € Schulden. Beteiligen sich Bund und Land nicht, würden die - niemals haltbaren - 3,33 Milliarden dazu kommen.
Wie viele Generationen braucht es, bis dieser Schuldenberg abgebaut ist?

Vor allem wenn man bedenkt, dass es sehr wohl durchführbare Konzepte gibt, die einen Bruchteil davon kosten.

melahide
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Also

nur beim reinen Durchlesen des ganzen Artikels hab ich das Gefühl: Macht Sinn! Da die hochgeschätzte Ministerin Gewessler ja auch meinte, es gäbe nur Förderungen für Projekte die auch Pendler umfassen, gäbe es wohl auch mit der Finanzierung weniger Probleme.

Wir müssen auch bedenken: Kommt es zum Bau der U-Bahn, gibt es wohl kein Geld mehr für andere Dinge.

lionking
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Naja...

Aber die Überfüllung der Trams (insbesondere der 7er zu Stoßzeiten) löst das nicht. Das wird eher verschlimmert.

mussbaer
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Her damit....

lieber heute als morgen.....

shorty
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Die Kapitelüberschrift

"Vollausbau um eine Million Euro" sollte wohl eine MILLIARDE lauten!

KleineZeitung
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Jössas, danke!

Ist schon ausgebessert

rb0319
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Gefällt mir gut

Vor allem geht es im Gegensatz zur Metro-Studie konkret auf die Pendler ein, und bringt neue P+R-Möglichkeiten in's Spiel. Auch die Nutzung vorhandener Lastenbahntrassen finde ich gut.

rb0319
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Korrektur: Schleppbahnen

nicht Lastenbahnen.